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Hypnotherapie
Kraft
der Vision
L
O
Lösungsorientierung
Pers.
Anteile
Bildung
NLP
Aikido-Prinzip
Psychotherapie
Übertragung
Hypnotherapie
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Lernende Organisationen
Die Gesellschaft, in der wir leben, ist eine Leistungsgesellschaft. Konkurrenz
belebt das Geschäft - wie es so schön heißt.
Was zählt, sind Ergebnisse.
Und beim Erreichen dieser Ergebnisse spielen menschliche Bedürfnisse
meistens eine untergeordnete Rolle.
Um so erstaunlicher ist es, daß in den letzten Jahren vor allem
im Wirtschaftsbereich Konzepte entwickelt wurden,
die ein menschliches Miteinander wieder mehr in den Vordergrund gestellt
haben.
Einem dieser Konzepte möchte ich heute meine Aufmerksamkeit schenken.
Es sei vorab noch bemerkt, daß die nachfolgenden Grundprinzipien
und Entwicklungsmöglichkeiten hin zu einer
"Lernenden Organisation" keineswegs nur auf den Wirtschaftsbereich
anwendbar sind, sondern in allen Varianten von
sozialen und unternehmerischen Systemen sinnvoll sind.
Die Struktur von Lernenden Organisationen ist ausgerichtet an den Bedürfnissen
nach Kontakt, Kommunikation und Entwicklung.
Sie basiert auf der Grundannahme, daß mit zunehmender technologischer
Komplexität auch das Bedürfnis nach einem
angemessenen menschlichen Umgang zunimmt, daß es entsprechend dem
"High tech" auch ein "High touch" im zwischenmenschlichen
Bereich braucht.
Grundprinzipien
Um eine bestehende Organisation prozeßhaft hinzuentwickeln zu einer
Lernenden Organisation, braucht es eine Reihe von Schritten,
die ich wie folgt beschreiben möchte:
- Klären des Ist - Zustandes
- Würdigung der Persönlichkeit und der individuellen
Fähigkeiten
- Fördern einer ressourcevollen Interaktion
- Tradition und Veränderung
- Die Welt ist eine Bühne
Klären
des Ist - Zustandes
In diesem ersten Schritt geht es um die Wahrnehmung und Analyse dessen,
was ist. Ähnlich dem Beginn eines therapeutischen Prozesses ist es
wichtig, Informationen zu sammeln, über das bestehende Betriebsklima.
Zu wissen, was die Mitarbeiter und Kollegen denken, wie die Beziehungsstrukturen
sind, ist ein wesentlicher Bestandteil einer ehrlichen und angstfreien
Bestandsaufnahme.
Methodisch gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um ein klares
und deutliches Bild der gegenwärtigen Realität zu erhalten.
Nachfolgend seien 4 Möglichkeiten genannt:
1) Die einfachste Variante ist die, einen Fragebogen von allen Mitarbeitern
ausfüllen zu lassen, dessen Ergebnisse hinterher für alle zugänglich
gemacht werden.
Hier ein Beispiel eines Fragebogens aus der Wirtschaft:
Beantworten Sie bitte die folgenden 36 Fragen, indem Sie für jede
Frage aus einer Bewertungsskala von 1-5 die zutreffenste Antwort eintragen:
1 = überhaupt nicht
2 = in geringem Maße
3 = mäßig
4 = in hohem Maße
5 = in sehr hohem Maße
Die gegenwärtige Realität in meiner Organisation beurteile
ich folgendermaßen:
- Es herrscht eine Atmosphäre, in der die Beschäftigten
frei untereinander austauschen, was sie gelernt haben.
Es gibt keine Angst, keine Drohungen und kein Nachspiel, wenn nicht
alle einer oder einmal einzelne anderer Meinung sind.
- Fehler von Einzelnen oder Abteilungen werden in konstruktive
Lernerfahrungen umgewandelt.
- Allgemein hat man das Gefühl, daß es immer
möglich ist, einen Weg zu finden, etwas noch besser zu machen.
- Vielfältige Standpunkte und offene, produktive
Debatten werden gefördert und kultiviert.
- Experimentieren wird gebilligt und gutgeheißen.
Experimentieren ist eine Art, Geschäfte zu machen.
- Im gesamten System werden Fehler deutlich als positive
Chancen für Wachstum gesehen.
- Es besteht die Bereitschaft, alte Muster aufzubrechen,
um mit unterschiedlichen Ansätzen
zur Organisation und Erledigung der täglichen Arbeit zu experimentieren.
- Die Managementpraktiken sind innovativ, kreativ und
nehmen Risiken in Kauf.
- Das Arbeitsklima verbessert sich zusehends.
- Es gibt formelle und informelle Strukturen, die die
Beschäftigten ermutigen, sich mit ihren
Arbeitskollegen und der übrigen Organisation darüber auszutauschen,
was sie gelernt haben.
- Man hat den Eindruck, Zweck der Organisation sei es,
zu lernen und Probleme zu lösen.
- Auf allen Ebenen der Organisation wird Lernen erwartet
und gefördert: Management, Beschäftigte, Supervision, Gewerkschaft,
Aktionäre, Kunden.
- Die Beschäftigten haben einen Überblick über
die Organisation als ganze, über ihren Spezialbereich und ihre
spezielle Funktion hinaus, und stimmen ihre Arbeitsabläufe auf
diesen Überblick ab.
- Es finden "Was haben wir gelernt"-Sitzungen
statt, die so geleitet werden, daß sie zu deutlichen, konkreten
und dauerhaften strukturellen und organisatorischen Veränderungen
führen.
- Managementpraktiken, -handlungen, -politik und -prozeduren,
die das kontinuierliche Wachstum der Beschäftigten und der Organisation
behindern, werden obsolet und durch funktionsfähige Systeme und
Strukturen ersetzt.
- Es wird kontinuierliche Verbesserung erwartet; man ist
empfänglich für kontinuierliche Verbesserung.
- Jedem Beschäftigten stehen eine bestimmte Anzahl
von Trainings- und Schulungsstunden pro Jahr zu.
- Auf allen Ebenen wird die Belegschaft konkret an relevante
und wertvolle Schulungs- und Lerngelegenheiten herangeführt, sowohl
innerhalb als auch außerhalb der Organisation.
- Es wird erwartet, daß regelmäßig funktionsübergreifende
Lerngelegenheiten stattfinden, so daß alle Beschäftigten
die Funktion der anderen Beschäftigten mit unterschiedlichen, aber
ähnlich bedeutsamen Aufgaben verstehen.
- Vom mittleren Management wird erwartet, daß es
dafür sorgt, daß der Lernprozeß flüssig und glatt
durch die gesamte Organisation verläuft.
- Das Unerwartete wird als Lerngelegenheit gesehen.
- Die Beschäftigten streben danach, sowohl ihre eigene
Kompetenz als auch die der ganzen Organisation zu erhöhen.
- Systeme, Strukturen, Politik und Prozeduren der Organisation
sind auf Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Sensibilität
für interne und externe Stimuli ausgelegt.
- Selbst wenn das Umfeld der Organisation momentan kompliziert,
chaotisch, in ständiger Bewegung ist, entsteht keine Überlastung.
- Es gibt einen gesunden, verkraftbaren, lernfördernden
Streßlevel.
- Kontinuierliche Verbesserungen werden praktiziert.
- Die Beschäftigten werden ermutigt und mit den erforderlichen
Ressourcen ausgestattet, um sich selbst anleitende Lerner zu werden.
- Es gibt ein formelles, kontinuierliches Schulungsprogramm,
das das mittlere Management auf seine neue Rolle als Lehrer, Coachs
und Führungskräfte vorbereitet.
- Das Erkennen sowohl des eigenen Lernstils wie auch der
Lernstile von Mitarbeitern dient der Verbesserung der Kommunikation
und des Lernniveaus der Organisation als ganzer.
- Das Management ist sensibel für Lernen und Unterschiede
in der persönlichen Entwicklung der Beschäftigten.
Das Management nimmt wahr, daß die Beschäftig-ten dazulernen
und ihre jeweilige Situation auf mannigfache Weise verbessern.
- In den beruflichen Terminplänen der Beschäftigten
ist genügend Zeit eingeplant, um von Zeit zu Zeit einen Schritt
Abstand von den täglich anfallenden Arbeiten zu nehmen und zu reflektieren,
was in der Organisation vor sich geht.
- Entscheidungsverantwortung und Ressourcen werden absichtsvoll
verteilt, um einen deutlichen und anhaltenden Lerneffekt zu erzielen.
- Teams werden für ihre innovativen und paradigmenbrechenden
Problemlösungen anerkannt und belohnt.
- Das Management entwickelt beachtliches Geschick beim
Sammeln von Informationen und bei der Entfaltung seiner Fähigkeiten,
mit anspruchsvollen und wechselnden Managementsituationen schrittzuhalten.
- Die Manager versetzen ihren Stab in die Lage, sich selbst
zu entfalten ("Selbstentwickler" zu werden) und zu lernen,
bessere Leistung zu erbringen.
Sobald die Fragebögen ausgewertet sind, werden die Ergebnisse veröffentlicht,
damit die notwendige Transparenz hergestellt wird. Manchmal ist es sinnvoll,
den Bericht von externen Unternehmensberatern in einer Weise präsentieren
zu lassen,
die nach dem Verlesen jedes Abschnittes zu Fragen und Anmerkungen ermuntert.
2) Eine zweite Variante der Standortbestimmung eines Teams oder einer
Gruppe ist die von Dave Francis und Don Young entworfene Teamuhr:
Es lassen sich in der Entwicklung eines Teams vier Phasen unterscheiden:
- Forming
Das ist die Phase, in der sich eine Gruppe zu einem Team formt. Meinungsaustausch
findet statt. Die Mitglieder suchen ihre Positionen im Team. Die Forming-Phase
st die Kennenlern-Phase und ist geprägt von formeller Höflichkeit.
- Storming
Jetzt wird festgelegt, wie zusammen gearbeitet wird. Gruppenregeln werden
erstellt. In dieser Phase zerbrechen viele Teams.
- Norming
Die Gruppe gibt sich Spielregeln für die Zusammenarbeit. Es wird
festgelegt, wer welche Rolle übernimmt. Möglichkeiten der
Kooperation werden erforscht.
- Performing
Das Team agiert, orientiert am gemeinsamen Ziel. Es herrscht eine Atmosphäre
von Wertschätzung und Anerkennung.
3) Eine weitere Variante der Bestandsaufnahme - in der systemischen Therapie
hinlänglich bekannt - ist die des kinästhetischen Modellierens
des Ist-Zustandes.
Hierbei geht es um das Sichtbar- und Erfahrbarmachen der aktuellen Beziehungsmuster
der Teammitglieder.
Die Aufstellung aller Personen, die dem Team oder der Gruppe zugehörig
sind, ist ähnlich dem Aufstellen von Familien in der
Familientherapie. Nach systemischen Gesichtspunkten werden bestehende
Interaktionsmuster, Allianzen und Ausgrenzungen dargestellt. Diese Art
der Darstellung hat enorme Vorteile gegenüber einer lediglich verbalen
Form der Klärung:
Die Bilder und Überzeugungen aus den Köpfen der Beteiligten
werden in lebendiger und dreidimensionaler Form auf die Bühne gebracht,
wo jeder sie klar und deutlich erkennen kann. Darüber hinaus fördert
kinästhetisches Modellieren die Verhaltenskongruenz im Sinne des
bewußten Einübens nonverbaler Kommunikation.
Grundlage dieser Arbeit ist das systemische und ganzheitliche Denken:
Ganzheitliches und systemisches Denken lehrt uns, das Individuelle, das
ganz Persönliche zu beachten und gleichzeitig die Beziehungen, in
denen wir leben und den Kontext verschiedener komplexer und miteinander
verbundener Strukturen bei unserer Arbeit mit Menschen zu berücksichtigen.
Wenn wir verstehen, daß es keine Verlierer zu geben braucht, wenn
es um die Verwirklichung menschlicher Bedürfnisse geht, sondern darum,
zu erreichen, daß auf der Basis gemeinsamer Werte persönliche
Bedürfnisse und Ziele systemisch integriert werden können,
so ist das ein Reifungsprozess, der allen nutzt und Bereicherung schafft
für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft.
4) Unter NLP-Aspekten lassen sich einige Grundmodelle für verbale
Kommunikation zum Sammeln von Informationen nutzen:
Repräsentationssysteme
Entscheidend ist hier die Frage, welche Sinnessysteme auf welche Art von
welchen Personen in der sprachlichen Kommunikation vorwiegend genutzt
werden.
Wer nutzt visuellen
auditiven
kinästhetischen
olfaktorisch/gustatorischen Sprachgebrauch ?
Visuelle Sprachformen:
Einleuchtend, offensichtlich, klar, Überblick, Ansicht, Perspektive,
in einem anderen Licht sehen, Aspekt, Durchblick, Einblick, Aufsicht,
Einsicht, Absicht, schleierhaft, trüb, düster, strahlend,
glänzend, aufblitzen, ausmalen, Fokus, unscharf, grau in grau,
rosa Brille, schwarz sehen, ein heller Kopf, unter die Lupe nehmen,
ins Auge fallen, verschwommen, Erleuchtung, Horizont.
Auditive Sprachformen:
Das stimmt, Zustimmung, sich einstimmen, klingen, Harmonie, unerhört,
Einklang, Anklang, das hört sich gut an, ich sag mir, das schreit
zum Himmel, Echo, Widerhall, Donnerwetter, es macht klick, eine leise
Ahnung, knistern, in den höchsten Tönen, sang- und klanglos,
die erste Geige spielen, den Marsch blasen, Einflüsterungen, die
Stimme der Vernunft.
Kinästhetische Sprachformen:
Begriff, das liegt auf der Hand, schwerfällig, leichtsinnig, hart
anpacken, zugreifen, niederschlagen, prickelnd, das läßt
mich kalt, in der Hitze des Ge-fechts, schweißtreibend, auf etwas
stoßen, heiß auf etwas sein, kühle Atmosphäre,
das kratzt
mich nicht, es juckt mich in den Fingern, handhaben, Belastung, Erleichterung,
umfassend, überstürzt, aufbauend, rauhe Sitten, beißend,
Ansporn, aufstacheln, im Handumdrehen, Auftreten, eintreten.
Olfaktorisch- Gustatorische Sprachformen:
Dufte, mir stinkt's, das schmeckt mir nicht, das riecht nach ..., ich
habe die Schnauze voll, Geschmack, durchkauen, fad, anrüchig, etwas
wittern, Schnüffler, Spürnase, sauer sein, bittere Erfahrung,
süße Träume, die Nase rümpfen, ein gefundenes
Fressen, ein Leckerbissen
Wahrnehmungspositionen
Die Position, in der Erfahrungen gemacht werden, ist ausschlaggebend für
die Interpretation bzw. die Bedeutung, die eine Erfahrung bekommt.
Ich - Position
die Welt aus einer eigenen inneren Realität heraus erleben und
vollständig assoziiert sein.
Du - Position
ein Hineinassoziieren in die Erlebniswelt einer anderen Person, nachfühlen,
nachvollziehen, aus deren Perspektive die Welt betrachten.
Wir - Position
ein Erweitern der ich-Position bzw. der du-Position durch das Verbinden
unterschiedlicher Qualitäten, Werte und Visionen zum kreieren von
Gemeinsamkeiten.
Meta - Position
von außen beobachten, ohne persönliche Beteiligung an der
Situation.
Wahrnehmungspositionen anhand der Kreativitätsstrategie - Strategie
In Teams und Gruppen kann man beobachten, daß Menschen unterschiedliche
Haltungen einnehmen, z.B. in Bezug auf anstehende Projekte. Diese Haltungen
lassen sich wie folgt kategorisieren:
- zukunfts- und visionsorientiert = Träumer
- pragmatisch und realitätsbezogen = Realist
- kritisch und reflektiv = Kritiker
Realistisch und Kritisch zu sein, ist in unserer Gesellschaft gefragt,
Träumer hingegen gelten schnell als Spinner.
Die Frage lautet:
Wie können diese 3 Aspekte gleichermaßen gewürdigt und
genutzt werden als Teile in einem ganzheitlichen, kreativen Prozess?
Logische Ebenen
Auf welchen logischen Ebenen (nach Bateson/Dilts) wird kommuniziert ?
Alle hier vorgeschlagenen NLP - Struktur - Elemente sind hilfreich bei
einer umfassenden Ist - Zustands - Analyse. Zu erkennen, daß das
Nutzen unterschiedlicher Repräsentationssysteme, Wahrnehmungspositionen
und logischer Ebenen eine Bereicherung für den Kommunikationsprozeß
darstellt, bewirkt eine größere Flexibilität im Umgang
der Menschen miteinander. So kann die Andersartigkeit eines Mitarbeiters
oder Teamkollegen als Chance für den eigenen Lernprozeß verstanden
werden.
Und diese Haltung ist schon recht konträr zu der häufig bestehenden
Mentalität: "Wer anders ist, wird bekämpft."

Würdigung
der Persönlichkeit und der individuellen Fähigkeiten
- Die Effizienz in leistungsfähigen Organisationen
und Systemen hängt wesentlich davon ab, daß jede Person im
Team einen den eigenen Fähigkeiten entsprechenden Platz findet.
Voraussetzung dafür ist die Würdigung der Einzigartigkeit
jeder Person.
- Jeder Mensch hat Zugang zu persönlichen Werten
und persönlichen Erfahrungen, die im bisherigen Leben bereits vielfältige
Lern- und Veränderungsprozesse ermöglicht haben. Wenn dieser
persönliche Erfahrungsschatz, ein Potential an inneren Kraftquellen,
in der Gegenwart zur Verfügung steht, Anerkennung vom innersten
Selbst und gleichzeitig von anderen Personen erfährt, ist die Chance
für persönliche und systemische Weiterentwicklung gegeben.Wer
die eigenen Stärken kennt, ihnen vertraut und Anerkennung erfährt,
ist auch bereit, die Stärken von Anderen zu würdigen.
- Die Fähigkeit, stolz zu sein auf die eigenen Talente
, geht Hand in Hand mit der Bereitschaft, durch Rückmeldung Anderer
zu lernen und das eigene Repertoire zu erweitern.
- Grundlegend ist die Erlaubnis, frei denken und neue
Ideen entwickeln zu können. Das führt dazu, daß man
die Möglichkeiten kreativer Handlung zu genießen weiß,
sowohl individuell, als auch gemeinschaftlich. Ebenfalls elementar ist
die Freiheit, Fragen stellen zu dürfen. Nur durch diese Offenheit
werden Lernprozesse gefördert, und es entsteht eine Atmosphäre,
in der es sich frei denken läßt.
- Feedbacks unterstützen den Prozeß der Selbsteinschätzung
und des persönlichen Lernens. Es hat sich als förderlich erwiesen,
regelmäßige Feedbackrunden als festen Bestandteil der Gruppen-,
Team- oder Unternehmensaktivitäten einzuplanen.
In ritualisierter Weise geht es dabei um anerkennende, unterstützende
und entwicklungsfördernde Rückmeldungen. Zudem sollte jedes
Mitglied die Möglichkeit haben, von sich zu erzählen, während
die anderen zuhören. Ziel ist es, eine Atmosphäre der Selbstachtung
und der Kreativen Kooperation zu schaffen.
Fördern
einer ressourcevollen Interaktion
- Positive Einstellungen der Mitarbeiter und positive
Interaktionen tragen zu einem positiven Arbeitsklima bei. Große
wie kleine Veränderungen können sich wie Wellen fortpflanzen
und in jeden Winkel und jede Seitenstraße hineinspülen.
- Alle Menschen haben das Bedürfnis, geliebt und
geschätzt zu werden, und brauchen das Gefühl, für die
Gemeinschaft von Bedeutung zu sein.
- In einer Lernenden Organisation hat das Geben und Nehmen
zwischen der Einzigartigkeit des Individuums und der kollektiven Mentalität
der Gruppe einen Synergieeffekt:
Je mehr wir bereit sind, unsere persönlichen Fähigkeiten zum
Erreichen eines gemeinsamen Ziels einzubringen, um so mehr sind wir
in der Lage, aus dem Ganzen kraftvolle Impulse zu empfangen.
- Der Bestätigungskreis (s. Feedbackrunden) ist ein
machtvolles Ritual zur Verstärkung einer positiven Atmosphäre.
Er schafft die Kommunikationsstruktur, die zur gegenseitigen Würdigung
der Stärken und Talente erforderlich ist.
Von Zeit zu Zeit ist es gut, persönliche Entwicklungsschritte zu
feiern.
- In einer Lernenden Organisation gibt es Angebote, die
kinästhetisches Lernen unterstützen und fördern.
Körpersprache ist ehrlicher und enthüllender als der Wortnebel,
der vielfach versprüht wird.
Deshalb ist das körperliche Darstellen von Personen und Beziehungsmustern
ein wichtiges Instrument, um einerseits
statische Repräsentationen von Beziehungen und andererseits das
dynamische Ballett kontinuierlicher Interaktionen transparent zu machen.
- Kinästhetisches Modellieren erhöht die Transparenz
bei Botschaften auf der nonverbalen Ebene. Das Ziel ist eine kongruente
Kommunikation im Sinne von "Walk what you talk".
- Gruppenprozesse sind für alle Mitglieder leichter
verständlich und nachvollziehbar, wenn sie in einer umfassenden
und überschaubaren Visualisierung dargestellt werden. Unterschiedliche
Formen des Mind-Mappings unterstützen die Synergie der Gruppe,
indem sie die Mitarbeiter aktiv am Lern- und Entwicklungsprozeß
beteiligen.
- Zu den Faktoren eines positiven Lernfeldes gehören:
Flexibilität, Offenheit, Verbesserung der Beziehungsqualität,
Erkennen der Möglichkeiten, Reflexion der vorhandenen Strukturen.
- Lernen ist ein selbsterzeugender Prozeß mit unmittelbarem
Nutzen für das ganze System. Integratives Lernen bedeutet unmittelbares
Erleben im Ausprobieren neuer Methoden, im Finden und Korrigieren von
Fehlern und im Erfinden verbesserter Arbeits- und Kommunikationsformen.
- Grundlage für alles interaktive Handeln ist das
Erkennen gemeinsamer Werte und Ziele.
- Teams brauchen, um ihre eigene Dynamik entfalten zu
können, kreative Freiräume für eigene Entdeckungen und
Erfahrungen.
Diese Form der Entwicklung hat sich als weitaus effektiver herausgestellt
als die Orientierung an Vorgaben, die von außen bzw. von oben
gemacht werden.
- "Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile":
Systemische Veränderungen entstehen aus der Synergetisierung einzelner
Begabungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu einer organischen Struktur.
- Das Training von Kommunikationsfähigkeiten gehört
ebenso zu einer systemischen Entwicklung wie das Entwerfen von ganzheitlichen
Problemlösungsstrategien.
Tradition
und Veränderung
In vielen Unternehmen, Teams und Gruppen scheitert Strukturveränderung
nicht an der fehlenden Bereitschaft der Mitarbeiter,
sondern an der Skepsis und dem Widerstand des Managements bzw. der Leitung.
Als zu Beginn der 80er Jahre in Norditalien die Strukturen und Behandlungsmethoden
einer veralteten Psychiatrie grundsätzlich verändert werden
sollten, gab es viele Vertreter aus den Reihen der Ärzte und des
Pflegepersonals, die Widerstand leisteten.
Nachfolgend seien 7 Gründe für
Widerstand genannt:
- Angst vor zu großer Nähe zu Mitarbeitern
und Klienten
- Angst vor Autoritätsverlust
- Angst, den Job zu verlieren oder ersetzt zu werden
- Angst vor den Auswirkungen einer Veränderung
- Angst, daß Veränderungen nur kurzfristig
sind
- Angst,beim Entwicklungsprozeß ausgeschlossen zu
werden
- Zynismus, der sagt: "Das haben wir alles schon
mal gehabt"
Die Lösung liegt in einem ko-kreativen Miteinander anhand von gemeinsamen
Zielen und einer fruchtbaren Risikobereitschaft,
neue Erfahrungen zu machen und Neues zu lernen. In diesem Sinne sollte
eine sinnvolle Unternehmenspolitik eine angemessene Risikobereitschaft
fördern.
Nachfolgend einige Fragen, die beim Einschätzen der Risikobereitschaft
helfen:
- Welches ist die allgemeine Einstellung unter den Beschäftigten
gegenüber dem Eingehen von Risiken?
- Welche Bemühungen der Organisation zur Erhöhung
der Risikobereitschaft haben sie beobachtet?
- An wie viele Beispiele können sie sich erinnern,
bei denen Risikobereitschaft entmutigt wurde?
- Welche Kräfte in der Unternehmenskultur fördern
das Eingehen von Risiken?
- Welche Kräfte wollen es unterbinden?
- Welches sind die drei besten Schritte, die die Organisation
zur Förderung der Risikobereitschaft unternehmen könnte?
Angemessene Risikobereitschaft beinhaltet folgende Elemente:
- Vertrauen Sie ihrer eigenen Brillanz, Einzigartigkeit
und Ihrem inneren Potential.
- Überwinden Sie die Angst, Fehler zu machen.
- Erlauben Sie sich Offenheit und die Vision einer Welt
jenseits des Statusquo.
- Entwickeln Sie Ihre intuitiven Kräfte und Ihren
kreativen Ideenfluß.
- Setzen Sie sich Ziele, die realisierbar sind.
- Erlauben Sie sich, die gewünschte Zielerfüllung
mit allen Sinnen vor-zuerleben.
- Stimmen Sie die Ziele mit Ihrer Umgebung und den Kollegen
ab. Überprüfen Sie, ob die Ziele im Einklang mit Ihren und
den gemeinsamen Werten sind.
- Beziehen Sie bei ihrer Zielarbeit die Auswirkungen und
möglichen Konsequenzen mit ein.
- Erkunden Sie, welche einzelnen Schritte zur Zielverwirklichung
sinnvoll sind.
- Stellen Sie fest, was sie selbst zur Verwirklichung
tun können, und in welcher Reihenfolge.
- Holen Sie sich Feedback ein.
- Überprüfen Sie noch einmal, ob in ihrem Prozeß
visionäre, realistische und reflektive Elemente in einem ausgewogenen
Zusammenspiel vorhanden sind.
Die Arbeit mit Zielen als Vorbereitung und kreative Gestaltungsmöglichkeit
zukünftiger Ereignisse, ist jedoch nur ein Pol dessen,
was wirkt.Der zweite Pol ist die bewußte Beschäftigung mit
entwicklungsgeschichtlichen Aspekten.
Auf gesellschaftlicher Ebene ist es vonnöten, Bewußtheit über
Vergangenes zu erlangen. Auf persönlicher Ebene ist es sinnvoll,
die eigenen Wurzeln und die Entwicklungsstadien in der Vergangenheit zu
kennen.
Auf der Ebene von Systemen (Teams, Gruppen, Unternehmen) braucht es in
ähnlicher Weise Kenntnis über den Werdegang und die einzelnen
Entwicklungsphasen.
Dies hilft bei einer realistischen Einschätzung des vorhandenen Potentials.
Wie Einstein schon wußte, sind Veränderung und Tradition 2
Teile einer lebendigen Ganzheit. Und vielleicht ist die Formel E=m*c2
eine Metapher für diese Ganzheit, wenn wir einmal unterstellen, daß
"E" für Entwicklung und Veränderung und "m"
für Stabilität und Tradition steht. Die Verbindung der beiden
Qualitäten beinhaltet also ein zukunfts- und entwicklungsorientiertes
Nach-vorne-Schauen und gleichzeitig die Fähigkeit, neben dem Analysieren
und Verstehen der Fehler aus der Vergangenheit, das bereits erreichte
zu
würdigen und stolz darauf zu sein.
Die Welt
ist eine Bühne - und alle Menschen sind Schauspieler (Shakespeare)
Wie bei einer gut gemachten Theateraufführung geht es darum, daß
kompetente Leute ihre Arbeit gut machen.
Der Aufbau eines hervorragenden Unternehmens ähnelt dem Aufbau eines
großartigen Bühnenstückes.
Um Arbeit in dem gleichen Geiste zu tun wie ein Schauspieler oder Künstler
braucht es Begeisterung, Leidenschaft und ein Gefühl der Neuheit
und Originalität.
Der Prozeß des Regieführens bedeutet, das Potential der Schauspieler
zu erkennen und zu fördern.
Die alte Methode, das unternehmerische Drama zu managen, entsprach eher
dem Lenken von Marionetten nach vorgegebenem Konzept. Das heutige Drama,
in dem lebendige kreative Menschen ihre beste Rolle spielen und Freude
am Miteinander haben,
erfordert ausgeprägte Improvisationstalente.
Ein Flow-Gefühl wird zur zweiten Natur.
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