Grundsätze des NLP

Einige Grundsätze des NLP

 

  • Die Landkarte ist nicht das Gebiet

Die Welt in der wir leben, wird von jedem Menschen auf ganz individuelle Weise wahr genommen. Jeder Mensch als einzigartiges Wesen ist wie ein eigenes Universum und hat ein eigenes Modell von der Welt. Das Verhalten eines Menschen richtet sich nach seinem internen Modell von der Welt, und nicht danach, wie die äußere Realität beschaffen ist.
Diese innere Abbildung der Realität wird im NLP metaphorisch „innere Landkarte“ genannt. NLP ist die Kunst, innere Landkarten zu erkennen, zu würdigen und den jeweiligen Wünschen und Zielen der Person entsprechend zu erweitern.

  • Geist und Körper beeinflussen sich wechselseitig

Geist und Körper sind Teile des gleichen kybernetischen Systems.
Was mental geschieht, zeigt sich auch körperlich. Innere Befindlichkeiten drücken sich physisch aus. Manchmal ist dieser Ausdruck offensichtlich, und manchmal nur an kleinen Veränderungen wahrnehmbar.
Im NLP trainieren wir unsere Wahrnehmungsfähigkeiten, um die Physiologie eines anderen Menschen aufmerksam beobachten zu können, und auch feinste Veränderungen zu bemerken.

  • Wir können nicht nicht kommunizieren

Dieser Satz stammt von Paul Watzlawik. Wir beeinflussen die Welt, in der wir leben, mit allem, was wir tun oder was wir nicht tun.
Selbst in gegenseitiger Ignoranz verbergen sich Botschaften, die vielleicht signalisieren:
„Ich will in Ruhe gelassen werden“ oder „Ich hab keine Zeit“ oder ähnliches. Derartige Signale wirken meist unterschwellig.
Es ist gut zu wissen, daß wir alle ständig körpersprachliche Signale aussenden, die von anderen Menschen gemäß ihrer inneren Landkarte interpretiert werden. Hierbei wird die „Richtigkeit“ der eigenen Interpretation vollständig außer Acht gelassen.
Individuelle Lernprozesse in unserer persönlichen Geschichte sorgen dafür, daß wir den Dingen um uns herum eine bestimmte Bedeutung geben, indem wir unsere Wahr-nehmung unbewußt filtern.

  • Je mehr Wahlmöglichkeiten uns zur Verfügung stehen, desto größer ist unsere Flexibilität

Flexibel zu sein in unterschiedlichen Situationen heißt, daß wir in unserem Verhaltens-repertoire Möglichkeiten haben, angemessen reagieren zu können.
„Wenn das, was du bisher getan hast, nicht funktioniert, dann tue etwas anderes“. Diese Aufforderung ist in vielen NLP – Publikationen zu finden.
Deshalb sind viele Methoden des NLP so angelegt, uns darin zu unter-stützen, daß wir unser Repertoire durch Lernprozesse erweitern.
Wir lernen dabei, mit Hilfe unserer Kreativität zu experimentieren und auch gezielt zu modellieren.

  • So einfach wie möglich, so komplex wie nötig

Im NLP ist vielschichtiges Wissen aus unterschiedlichen Bereichen komprimiert worden, und wir haben die Möglichkeit, die effekti-ven Werkzeuge, die dar-aus entstanden sind, für uns zu nutzen.
Um sowohl der Einfachheit als auch der Komplexität der Realität gerecht zu werden, gilt im NLP das Prinzip der schlichten Eleganz: Ein nützliches Modell sollte so einfach wie möglich beschaffen sein, und so komplex wie nötig.

  • Kommunikation ist ein sinnlicher Prozeß

Wir kommunizieren in allen verfügbaren Sinneskanälen. Wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken.
Auch wenn das Bewußtsein in erster Linie auf verbale Botschaften achtet, orien-tiert sich unser Unbewußtes an den ganzheitlichen Sinneseindrücken.
Jedes Sinnessystem empfängt und verarbeitet permanent Informationen. Im NLP nutzen wir dieses Wissen, um ganz gezielt Sinneskanäle zu aktivieren.

  • Die Bedeutung deiner Kommunikation ist die Reaktion, die du erhältst

Entscheidend in Kommunikationsprozessen ist weniger die Absicht des Senders, sondern die Reaktion des Empfängers. Mißverständnisse und Streitigkeiten basieren oft auf einem unterschiedlichen Verständnis der selben Worte. Und solange dieses Mißverständnis nicht meta-kommuniziert wird, kann der Standpunkt des anderen auch nicht nachvollzogen werden.
Im NLP lernen wir, Verantwortung zu tragen für das eigene Kommunikationsverhalten.

  • Jede Reaktion ist ein wertvolles Feedback

Es gibt keine Fehler, kein Versagen in der Kommunikation zwischen Menschen, sondern nur Feedback, aus dem wir lernen können.
Auch überraschende oder unerwünschte Reaktionen einer anderen Person sind wertvolle Informationen, um die Realität des anderen besser verstehen zu können.

  • Hinter jedem Verhalten steht eine positive Absicht

Jedes Verhalten erfüllt im Leben eines Menschen eine Funktion, die von seinem Unbewußten als nützlich bewertet wird. Jeder menschliche Impuls läßt sich in einen posi-tiven Bezugsrahmen führen.
Hierfür besonders geeignet sind die verschiedenen Methoden des Reframing. Wir lernen durch diese Prozesse, daß auch ein als problematisch erlebtes Verhalten eine ökologische Funktion im menschlichen Gesamtsystem erfüllt. Durch das Würdigen der positiven Absichten werden ungeahnte Energien freigesetzt, die uns in die Lage versetzen, alternative Verhaltensweisen realisieren zu können.

  • Menschen treffen stets die beste ihnen zur Verfügung stehende Wahl

Jeder Mensch ist auf seine Weise einzigartig und entwicklungsfähig.
Wir verhalten uns in jedem Moment unseres Lebens so, wie es unserem aktuellen Informationsstand, unserer Ökologie und unserer inneren Landkarte entspricht.
Wenn wir andere, vielleicht bessere Möglichkeiten in unser Repertoire integrieren können und somit zur Verfügung haben, können wir eben diese anderen Mög-lichkeiten einsetzen. So erhöhen wir unsere Flexibilität und können auf die Anforderungen des Lebens angemessen reagieren.

  • Alle Ressourcen für Veränderung sind bereits in uns

Grundsätzlich verfügen wir über alle Ressourcen, die wir für Veränderungen brauchen.
Es gibt allerdings Situationen, in denen wir Schwierigkeiten haben, in Kontakt mit unseren Ressourcen zu kommen. In solchen Fällen können wir unsere innere Kreativität aktivieren, mit deren Hilfe wir den Zugang wieder herstellen können.