Aikido für Führungskräfte


 „Du bist die Mitte deiner Welt“

AIKIDO Workshop für Führungskräfte und
Menschen in sozialer Verantwortung

Aktuelle Bestandsaufnahme:

Schaut man sich menschliches Kommunikations- und Beziehungs- Verhalten an,
stellt man 2 extreme Ausprägungen fest, die hier typologisch differenziert werden:

  • Menschen mit einem ausschließlichen Selbstbezug, die sich dadurch auszeichnen, dass sie
  • das eigene Denken zum Maß aller Dinge machen
  • egoistisch die eigenen Interessen durchsetzen
  • meist autoritär und diktatorisch sind
  • durchaus eine starke Selbstreferenz haben, aber
  • kein Feingefühl im Umgang mit anderen Menschen entwickeln
  • kein Verständnis für andere Haltungen oder Sichtweisen haben
  • nicht in der Lage sind, Kritik von außen an sich heran zu lassen
  • Menschen mit einem ausschließlichen Bezug nach außen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie
  • ständig darauf bedacht sind, anderen zu gefallen oder es anderen recht zu machen
  • alle Vorgaben und Erwartungen auf perfekte Weise erfüllen
  • Pflichterfüllung wichtiger nehmen als die eigene Gesundheit
  • durchaus die Fähigkeit haben, sich in andere und deren Bedürfnisse einzufühlen, aber
  • die eigenen Bedürfnisse und die eigenen Grenzen nicht wahrnehmen
  • Gefahr laufen, sich in der äußeren Welt zu verlieren
  • sich in Selbstkritik ergehen, wenn sie Erwartungen nicht umfassend erfüllt haben

Beide Typen haben „Stärken“, die auf der einen Seite in einer starken Selbstreferenz und auf der anderen Seite in einem ausgeprägten Einfühlungsvermögen liegen.

Im Aikido- Workshop geht es insbesondere um 2 Aspekte:

  • in sich ruhen und aus der eigenen Mitte heraus agieren
  • feinfühlig und angemessen mit Impulsen von außen umgehen

Die Impulse, die von außen kommen, können sein: Erwartungen, Kritik, Vorwürfe, Angriffe usw.

Kommunikations- Verhalten wird im Workshop auf die körperliche Ebene übersetzt.

Die Interaktion auf der Matte spielt sich zwischen Impuls- Geber und Impuls- Nehmer ab.

Um mit entgegenkommenden Kräften und Energien (hier Kommunikations- und Beziehungs- Angeboten) umgehen zu können, werden im AIKIDO kreis – und spiralförmige Bewegungen geübt.

Diese spielerisch wirkenden, geschmeidigen Bewegungsabläufe bewirken nicht nur eine Kräftigung des Körpers, sondern auch

  • eine starke, aufrechte innere und äußere Haltung
  • Standfestigkeit
  • Wachsamkeit für sich selbst und Andere und konzentrierte Wahrnehmung der Umgebung und des Geschehens
  • Wahrung und Schutz des eigenen persönlichen Raumes
  • Regulierung von Nähe und Distanz zum Impulsgeber (z.B. eines Angreifers)
  • feinfühlige Kontaktaufnahme
  • Wahrnehmung des richtigen Zeitpunkts zum Handeln
  • Bewusstheit und Klarheit im Verhalten
  • eine realistische Einschätzung über die Richtung und Angemessenheit einer Aktion
  • eine angemessene Regulierung der Dynamik einer Bewegung

Jede Aktion erfolgt aus der eigenen Mitte heraus. Die stabile Ausgangsposition ermöglicht den
effektiven Einsatz der eigenen Kräfte zur Aufnahme und Umlenkung der Angriffsenergien, bzw. etwas allgemeiner gesprochen zur Lösung der mit dem Leben verbundenen Aufgaben.

Inhalt und Ziel dieser Bewegungsübungen sind körperliche und geistig- emotionale Beweglichkeit. Diese bilden den Nährboden, auf dem gesunde Beziehungen zu anderen Menschen und ein gesunder Kontakt zu sich selbst gedeihen können.

Sich seiner selbst bewusst zu sein, eigene Fähigkeiten und Kompetenzen realistisch einzuschätzen, mit sich selbst liebevoll, wachsam und wertschätzend umzugehen, eine aufrechte Haltung einzunehmen … das sind wichtige Voraussetzungen, um einen wertschätzenden Kontakt zu anderen Menschen aufbauen zu können.

Von Zuschauern wird AIKIDO oft wahrgenommen als ein gemeinsamer Tanz von Impulsgeber und Impulsnehmer. Das ist auch beabsichtigt: denn durch die Vereinigung von Kräften in einer fließenden Bewegung entsteht ein harmonisches Miteinander.

Anstatt einen Impulsgeber (z.B. einen Angreifer oder Kritiker) besiegen, unterwerfen oder dominieren zu wollen, geht es darum, ein friedliches Miteinander zu erreichen.

Neben den Körper- Übungen wird es im Workshop auch Gesprächs- Phasen geben, um

  • die Erfahrungen auszuwerten
  • eigene Haltungen in Alltags- Situationen zu überprüfen
  • Erfahrungen in Bezug auf zukünftige Herausforderungen mental auszuprobieren

Konkret heißt das:

  • in welchen Situationen findet die Begegnung statt ?
  • von wem geht der Impuls aus, an wen ist er gerichtet ?
  • wie wird der Impuls wahrgenommen und interpretiert ?
  • wie kann der Impuls (auch wenn es ein verbaler Angriff ist) körperlich/ räumlich dargestellt werden ?  (z.B. wie ein Schlag in den Bauch)
  • mit welcher Energie fühlt sich der Impulsnehmer konfrontiert ?
  • welche Gefühle werden ausgelöst ?
  • welche Aktionsmöglichkeiten kann der Impulsnehmer nutzen, geht er dagegen, weicht er aus … ?
  • wie nutzt er die Energie des Impulsgebers ?

Vielfältige Rollenspiel- Möglichkeiten können genutzt werden, um den Erfahrungen auf der körperlichen und auf der geistig- emotionalen Ebene eine Bühne zu geben.