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Ganzheitliche Bildung

Ganzheitliche Bildung schafft Zukunft

 

Die Leistungen deutscher Schüler sind nach den Ergebnissen der Pisa – Studie im internationalen Vergleich weit unter dem Durchschnitt angesiedelt.

 

Dem Unterricht an deutschen Schulen, auf weiten Strecken gekennzeichnet durch eine theoretische und lebensfremde Ausrichtung, durch ein Anhäufen von Fachwissen, fehlt es an handlungs- und anwendungsorientierter Kompetenz.

 

Schon in Goethes Faust heißt es:
„Habe nun ach Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch Theologie durchaus studiert mit heißem Bemühen. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“

 

Bildung im ganzheitlichen Sinne beinhaltet eine Vielzahl von Elementen:

  • Förderung von Wahrnehmungsfähigkeit
  • Förderung von Reflexionsvermögen und analytischen Fähigkeiten
  • Ausbildung individueller Stärken und Kompetenzen
  • Erziehung zu emotionaler Intelligenz
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Identität und Persönlichkeit
  • Stärkung von Eigenverantwortung, Selbständigkeit und Souveränität
  • Stärkung von sozialer Verantwortung

Zur Umsetzung dieser Aspekte benötigen wir eine Neugestaltung des Lehrens und Lernens im Rahmen von ganzheitlichen Strukturen.
Methoden der Vermittlung von Bildung und der Bildungserwerb sind hier gleichermaßen von Bedeutung.

Als Grundlage hierfür sind im folgenden 5 Kernkompetenzen beschrieben:

   

Fähigkeit zur Reflektion und sinnvollen Bedeutungsgebung

 

Entscheidungs- und Handlungskompetenz

 

Kreativität und die Fähigkeit des Querdenkens

 

Soziale Kompetenz

 

Medienkompetenz

 

Fähigkeit zur Reflektion und sinnvollen Bedeutungsgebung

  • Die Verarbeitung und Bewertung von Erfahrungen und Informationen erfolgt auf der
    Basis des subjektiv Gelernten.
  • Informationen (und Erfahrungen) erhalten eine Bedeutung, wenn sie eine Entsprechung
    zu den persönlichen inneren „Landkarten der Realität“ haben und in diese integrierbar sind.Bei der Schulung von Denk- und Reflektionsfähigkeit ist es wichtig, dass die Wertschätzung und der Respekt vor allem Lebendigen zugrunde gelegt ist.Die Vermittlung von Informationen ist um so effektiver, je mehr es gelingt, einen Realitätsbezug herzustellen, bzw. eine Anbindung an subjektive Erfahrungskontexte zu gewährleisten.Es ist eine hohe Kunst, komplexe Strukturen wahrzunehmen und aus der Vielzahl von Informationen, die in unserer Mediengesellschaft angeboten werden, diejenigen herauszufiltern, die für die persönliche Entwicklung und Lebensgestaltung von Nutzen sind und gleichzeitig im Einklang mit den sozialen und systemischen Gegebenheiten stehen.

 

Entscheidungs- und Handlungskompetenz

  • Entscheidungen orientieren sich an den gesteckten Zielen.
  • Das Erforschen der eigenen Bedürfnisse und das Experimentieren mit Wahlmöglichkeiten schafft Selbstvertrauen und die Motivation, realistische und realisierbare Ziele anzustreben und zu erreichen.
  • Die Fähigkeit, den gegenwärtigen Standpunkt realistisch einzuschätzen und Schritte in die gewünschte Richtung zu gehen, bildet einen wichtigen Baustein für die Entwicklung der Persönlichkeit.
  • Transparente und ehrliche Kommunikation ist der Motor, um Ziele in die Tat umzusetzen.
  • Jede Entscheidung und jedes Tun hat Auswirkungen (auf die Person selbst und auf Andere).
  • Entscheidungen in „Entweder – Oder“ – Kategorien sind nur manchmal hilfreich.
    Oft eröffnen sie ausweglos erscheinende Dilemmata und haben den Verlust relevanter Werte zur Folge.Bei der Schulung von Entscheidungs- und Handlungskompetenz ist die Erziehung zur Verantwortlichkeit von großer Bedeutung.Entscheidungen und die daraus resultierenden Handlungen sind auf ihre innerpersonelle, soziale und ökologische Verträglichkeit hin zu überprüfen.Verantwortung für sich selbst und Andere zu tragen, heißt auch, die möglichen Auswirkungen des eigenen Tuns zu reflektieren
    und gegebenenfalls Entscheidungen zu revidieren.

Strukturelle Grundlage für Entscheidungsprozesse können sein:

  • Entweder – Oder – Kategorien
  • Sowohl – Als – Auch Kategorien
    (das Nutzen durchaus gegensätzlich erscheinender Positionen durch Adaption der zugrunde liegenden Werte)
  • Kompromissbereitschaft

Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse lassen sich strategisch wie folgt skizzieren:

  • Klärung von Bedürfnissen
  • Sammeln von Informationen
  • Entwicklung von Ideen, Zielsetzung
  • Überprüfung auf Verträglichkeit
  • Erforschung von Realisierungsmöglichkeiten und Alternativen
  • Planung und Organisation
  • Durchführung

Bildungsträger haben hier eine verantwortungsvolle Aufgabe:

sie können die Jugendlichen dazu motivieren

  • sich für Themen (und Menschen) zu begeistern
  • ihre Ziele zu erreichen
  • Kritik als Anregung zu verstehen

Bildungsangebote sollten so beschaffen sein, dass sie das Selbstbewusstsein fördern und dadurch eine lebendige Motivationsgrundlage bilden.

 

Kreativität und die Fähigkeit des Querdenkens

Die Themen unserer Gesellschaft sind durch ihre Vielseitigkeit und Vernetztheit von komplexer Beschaffenheit.
Grosse Herausforderungen, ganz gleich ob persönlicher oder globaler Art, fordern geradezu kreative Lösungen heraus.

 

Persönliche Herausforderungen:

  • Zukunftsperspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten
  • Liebe, Partnerschaft, Sexualität
  • Beziehung zwischen Eltern und Kindern

 Globale Herausforderungen:

  • Umweltschutz, Wirtschaftliche Entwicklung
  • Wertewandel
  • Konflikte zwischen Kulturen und Religionen, Kriege

Schulen sind ein besonderes Übungsfeld im Umgang mit diesen Themen.
Hier (und natürlich auch im Elternhaus) werden frühzeitig die Weichen gestellt für einen rigiden, engstirnigen oder einen kreativ – lösungsbezogenen Umgang.

Kreativität ist in diesem Zusammenhang als Problem – Lösungs – Kompetenz zu sehen, die folgende Komponenten beinhaltet:

  • sozial verträgliche Ideen zu entwickeln, die durchaus von herkömmlichen Denkschemata abweichen (Querdenken).
  • Neuentwicklungen als im Prozess befindlich zu verstehen.
  • Die Bereitschaft, vorhandenes Wissen zu nutzen, und es mit Hilfe aller 5 Sinne interaktiv einzusetzen.

Die Bildungsträger (Schulen und andere) benötigen kreative Lehrer, die in der Lage sind, die Kreativität bei Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Erziehung zur Kreativität bedeutet auch Ermutigung

  • zu lebendigen Kontakten
  • zum Querdenken
  • rigide Beschränkungen aufzulösen
  • Fehler machen zu dürfen
  • zur Toleranz und Akzeptanz anderer Menschen und Ideen
  • bereits vorhandene Informationen neu zu verknüpfen und das daraus
    Entstehende auszuprobieren

 

Soziale Kompetenz

 

Soziale Kompetenz ist eine entscheidende Qualifikation für die Gestaltung der Zukunft.

Zur sinnvollen Bearbeitung vieler Themenstellungen der Gegenwart und Zukunft ist die konstruktive Zusammenarbeit in Teams, Projektgruppen und größeren sozialen Netzen unerlässlich.

Die Fähigkeit, mit anderen Menschen konstruktiv zu kooperieren ist eine Schlüsselqualifikation moderner Bildung.

Voraussetzung zur Entwicklung sozialer Kompetenz ist eine realistische Selbsteinschätzung:

  • das Wahrnehmen der eigenen Stärken
  • das Bewusstmachen der eigenen Gefühle und Bedürfnisse
  • das Abgleichen der Aspekte der Selbstwahrnehmung mit denen der Fremdwahrnehmung

Selbstüberschätzung, Ellenbogenverhalten, Mobbing, rigides Festhalten am Alten, sind deutliche Zeichen für soziale Inkompetenz.

Soziale Kompetenz beinhaltet ein großes Spektrum von Qualitäten

  • Einfühlungsvermögen, Bewusstsein über die Wirkung von Sprache
  • Kontaktbereitschaft und Aufbau von Beziehungen
  • Eigenes Denken und eigene Bedürfnisse transparent machen
  • Offener, ehrlicher und fairer Umgang mit sich selbst und Anderen
  • Rückmeldungen für sich selbst und Andere
  • Kooperationsbereitschaft, Koordination von Interessen
  • Konflikt – Lösungs – Bereitschaft, Kompromissfähigkeit
  • Die Fähigkeit, sich Unterstützung zu holen
  • Bereitschaft, den eigenen Standpunkt zu erweitern
  • Bereitschaft, neue Erkenntnisse zu erlangen
  • Toleranz gegenüber anderen Menschen, Denkansätzen, Kulturen usw. und die ernsthafte Auseinandersetzung damit
  • Auseinandersetzung mit Vorurteilen und alltäglichen Konflikten in einer kulturell und religiös heterogenen Gesellschaft

 

Medienkompetenz

 

In unserer heutigen Mediengesellschaft, die uns tagtäglich mit einer Flut von Informationen überschwemmt, ist eine kluge Beschränkung, eine Auswahl von nützlichen und zieldienlichen Informationen von elementarer Bedeutung.

Moderne Bildungskonzepte zeichnen sich durch eine Flexibilität im Umgang mit gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und globalen Themen aus.

Eine kompetenter Umgang mit medialen Angeboten bedeutet auch die Fähigkeit,

  • das Wesentliche herauszufiltern
  • durch eigenverantwortliches Tun Schwerpunkte zu setzen.

Ganzheitliche Bildung unterstützt und fördert Lernende dabei, aus der Vielzahl von Konsum- und Informationsangeboten bewusst die Aspekte auszuwählen, die für einen kreativen Lernprozess von Nutzen sind. Das Motto einer medienkompetenten Bildung könnte lauten:
Aktiv – reflektive Recherche statt passiver Konsum
Damit Jugendliche die Möglichkeiten haben, die oben genannten Kernkompetenzen zu erlernen und zu erleben, muss das schulische Bildungskonzept dringend und radikal reformiert werden.

Aber auch außerschulische Bildungsangebote müssen die Weichen in Richtung „Ganzheitliche Bildung“ stellen, damit Heranwachsende in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden, und sich selbstbewusst und eigenverantwortlich eine Zukunftsperspektive eröffnen können.

NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN

NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN
Über den (Un) Sinn einer Namensgebung

 

Als Neurolinguist beschäftige ich mich tagtäglich, in der Arbeit mit KlientInnen und AusbildungsteilnehmerInnen, mit der sprachlichen Codierung von Erfahrung.

 

Wir wissen, dass Erfahrung nicht eins zu eins in Sprache übersetzt werden kann.
Die Linguistik beschreibt 3 Kategorien, die modellhaft verdeutlichen, wie Erfahrungswerte gefiltert und „komprimiert“ in Form von Sprache formuliert werden:

 

  • bestimmte Aspekte werden weggelassen
  • andere werden verallgemeinert
  • Zusammenhänge und Verknüpfungen mit anderen Erfahrungen werden gebildet

 

Sprache ist aber nicht nur eine Ausdrucksform von Erfahrung, sie wirkt auch wiederum erfahrungsinduzierend.

 

In der therapeutischen Praxis ist dieses Phänomen sehr gut zu beobachten:
verallgemeinernde, meist in Ursache – Wirkungs – Zusammenhänge gekleidete Beschreibungen von Problemerleben, verstärken die „Problemtrance“.

 

Was drückt nun der Name NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN aus und wie wirkt er ?

 

PROGRAMMIEREN ist ein Verb und drückt somit eine Tätigkeit aus.
Zu jedem Vorgang des Programmierens gehört jemand, der programmiert, und etwas oder jemand, der oder die programmiert wird.

 

Diese Informationen nach dem WER und nach dem WEN oder WAS sind hier getilgt.

 

Richard Bandler, einer der Mitbegründer des NLP, hat einmal großen Wert darauf gelegt, sich selbst und die Absolventen seiner Ausbildungsgruppen als NEUROLINGUISTISCHE PROGRAMMIERER zu bezeichnen.
Die Frage nach dem WER wäre also somit geklärt, und die Frage nach dem WEN oder WAS ergäbe sich logischerweise aus dem Betätigungsfeld der NLPler: Kommunikationssituationen aller Art.
Folgerichtig wären es also die Gesprächspartner, KlientInnen usw., die programmiert werden.

 

Und genau an diesem Punkt ist die Angst vieler Menschen vor Manipulation begründet:
Das PROGRAMMIEREN im Titel lädt ja förmlich dazu ein, in Manipulationsassoziationen hinein zu gehen.

 

Wenn man sich Bandler´sche Manuale ansieht, z.B. das über Hypnose, könnte man fast glauben, das wäre auch genauso gewollt.
Geht es doch dort u.a. darum, möglichst trickreich „geniale“ Suggestionen beim Klienten zu platzieren.

In den letzten 21 Jahren, in denen ich als NLP – Lehrtrainer Ausbildungen anbiete,
haben Interessenten vielfach ihre Sorge, bezogen auf Manipulation, artikuliert, und zwar vor allem dergestalt, dass sie befürchteten, dass mit ihnen etwas gegen ihren Willen gemacht werden würde.

 

Die formulierten Befürchtungen in Bezug auf NLP erinnern mich an Befürchtungen, die in Bezug auf Hypnose geäußert werden.

 

Doch die Befürchtungen und Ängste sind lediglich eine Seite der Medaille.
Auf der anderen Seite weiß man, dass vermeintliche Manipulationswerkzeuge eine ungeheure Faszination auf Menschen ausüben können.

 

Wenn nun beide Seiten in einem Menschen vereint sind, und dieser Mensch sich mit diesen gegensätzlichen Anteilen in Therapie oder Beratung begibt, entsteht eine paradoxe Situation:

 

Einerseits wünscht der/die KlientIn, dass Veränderungs- oder Heilungsimpulse von aussen kommen, ohne dass er dafür Verantwortung zu tragen braucht, und andererseits fürchtet er/sie die Macht des/der TherapeutIn.

 

In dieser Situation hilft erstmal ein offenes transparentes Gespräch, bei dem Vereinbarungen über die Art der Zusammenarbeit im therapeutischen Kontext getroffen werden.

 

In der historischen Entwicklung der Hypnose hat es entsprechend den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen unterschiedliche Ansätze gegeben.

 

Der Ansatz, den die meisten Laien (aber nicht nur die) heute noch mit Hypnose verbinden, ist bekannt als der autoritäre Ansatz. Er ist charakterisiert durch folgende Aspekte:

 

Das Unbewusste wird als eine Art „tabula rasa“ gesehen, in die Suggestionen eingepflanzt werden.

 

  • Der Hypnotiseur hat Macht über den/die KlientIn
  • Der Klient trägt keine Eigenverantwortung,
    sondern hat sie an den Experten (den/die TherapeutIn) abgegeben
  • Die Einzigartigkeit des/der KlientIn findet keine Berücksichtigung

 

Wie oben schon angedeutet, hat die Hypnose eine Entwicklung vollzogen, so dass man heute vom kooperativen Ansatz spricht.

 

Diese Kooperation im Kontakt zwischen KlientIn und TherapeutIn ist gekennzeichnet durch das Wissen um

 

  • die Einzigartigkeit und Eigenverantwortlichkeit des/der KlientIn
  • die Autonomie des Klienten- und des Therapeuten- Systems
  • die Wichtigkeit der Akzeptanz und Würdigung (auch Angleichung)
  • die Wichtigkeit von Flexibilität in der Beziehungsgestaltung
  • Utilisationsmöglichkeiten

 

Die Begründer des NLP waren allesamt Schüler von Milton Erickson, dem Begründer der modernen Hypnotherapie.

 

Schaut man sich den geistigen Nährboden und die davon abgeleiteten Grundannahmen des NLP an, so erkennt man nicht nur deutlich die erickson`sche Haltung, sondern auch die Ideen des sozialen Konstruktivismus:

 

  • Jeder Mensch ist einzigartig
  • Wirklichkeit ist nicht objektiv, sie entsteht im „Auge des Betrachters“
  • Jeder Mensch hat ein eigenes Modell von der Welt
  • Je nach dem, wie ein Mensch ein Ereignis bewertet, je nach der Art der Bedeutungsgebung, konstruiert er seine persönliche Realität
  • Menschen reagieren nicht auf Ereignisse an sich,
    sondern auf die eigenen inneren Interpretationen der Ereignisse

 

Diese Liste mit konstruktivistischem Gedankengut könnte weiter fortgesetzt werden.
Jedem NLPler sind diese Sätze bekannt.

 

Wenn man sie ernst nimmt, könnte man daraus ableiten, dass in Kommunikationssituationen unterschiedliche Welten miteinander in Kontakt kommen. Soll es in diesem Kontakt um Verstehen der subjektiven Realitätskonstruktionen des Gesprächspartners gehen
– und dies gilt insbesondere für den Beratungs- und Therapiekontext – müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

 

  • man braucht Interesse, und die Offenheit der Sinne, die andere Person in ihrer
    Individualität, mit ihren Werten, Überzeugungen und Kompetenzen kennen zu lernen
  • man braucht eine wertschätzende Grundhaltung, in der die subjektiven Landkarten
    des Anderen akzeptiert und gewürdigt werden
  • man braucht die Bereitschaft, sich auf eine Weltsicht einzulassen, die anders ist als die eigene, in der es andere Assoziationen gibt, und in der Assoziationen anders miteinander verknüpft sind als in der eigenen

 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können entsprechend den Vereinbarungen und Verträgen, unterstützende Angebote für gewünschte Veränderungen gemacht werden.

 

In der erickson`schen Therapie gibt es einen zentralen Begriff: UTILISATION

 

Utilisation bezeichnet eine zieldienliche Nutzbarmachung von Aspekten aus dem Klientensystem.
Im NLP ist dieser Ansatz aufgegriffen worden in der Idee des Pacing/Leading.

 

Utilisation bezieht sich auf:

 

  • die Haltung des/der KlientIn (Körperhaltung, Gesten, kinästhetische Anker)
  • die Werte und Überzeugungen des/der KlientIn
  • Was er/sie mag und was nicht
  • Denk- und Fühlmuster
  • Strategische Aspekte (Mikro und Makro)
  • Die systemische Dynamik
    (wie ein/eine KlientIn eingebunden ist in systemische Zusammenhänge)
  • Ressourcen und Kompetenzen

 

Die von Ericksson dokumentierten Fälle sind verwurzelt in diesem Utilisationsansatz.
Was immer du an Informationen hast, erlaube es, dir sie zu nutzen …

 

Für Jeff Zeig ist dieser Ansatz

 

eine Philosophie der Effizienz.

Sie macht die Therapie experimentell und erfinderisch und ist die Grundlage für Lösungen.
Wir sagen den Menschen nicht, was sie denken, fühlen und tun sollen.

 

Im NLP gibt es reichhaltiges Repertoire von Utilisationsmethoden.

 

Nur – was hat das mit PROGRAMMIEREN zu tun ?

 

Meiner Meinung nach ist dieses PROGRAMMIEREN irreführend, weil es die Methodenfülle und die darin enthaltene Vielseitigkeit und Kreativität in den Dienst eines einseitigen Leading – Prozesses stellt. Die schöpferischen Möglichkeiten wirken dadurch ärmlich kanalisiert und gebremst.

 

In den letzten Jahren haben sich im Übrigen viele Kollegen mit der offiziellen Übersetzung dieses P schwer getan. Bei einigen wird es übersetzt als PROZESSARBEIT, in meinem Institut hat die Übersetzung PSYCHOLOGIE seit einigen Jahren Bestand.

 

Am einfachsten allerdings haben es diejenigen, die NLPt anbieten.
NEUROLINGUISTISCHE PSYCHOTHERAPIE ist glücklicherweise von diesem PROGRAMMIEREN befreit.

Hypnotherapie 2

Hypnotherapie 2

 

In der hypnotherapeutischen Fachwelt werden unter „Hypnose“ alle Kommunikations- und Interaktionsprozesse verstanden, die rituell eingesetzt werden, um bestimmte Erlebnis- und Bewusstseinszustände anzuregen, die allgemein als Trance – Zustände bezeichnet werden.

 

Trance – Phänomene werden in unserer Kultur üblicherweise beschrieben als Zustände tiefer Entspannung und nach innen gerichteter Aufmerksamkeit.
In diesem Verständnis ist die nach außen bezogene Aufmerksamkeit und Alltagswirklichkeit ausgeschaltet.
Mit geschlossenen Augen ist der Klient abwesend von der äußeren Realität. Um die Trance auszuleiten braucht es eine Reorientierungsphase im Sinne eines Umschaltprozesses auf Wachbewusstsein und Wahrnehmung der Alltagswirklichkeit.

 

Anthropologische und ethnologische Studien zeigen, dass seit mindestens 10 000 Jahren in allen Kulturen Trance – Phänomene im Kontext von Heilungsritualen und religiösen Zeremonien genutzt wurden.
Trance – Rituale dienten einem Ziel und hatten von daher sehr unterschiedliche Gestaltungsformen.
Im Zeitalter der Jäger- und Sammler- Kulturen ging es weniger um Entspannungszustände.
Vielmehr wurden Formen der dynamischen Interaktion mit Gesang und Tanz genutzt, um sich z.B. auf die Jagd vorzubereiten.

 

Angesichts dieses Wissens wäre es durchaus ratsam, das Verständnis über Trance- Prozesse in unserer Kultur zu erweitern. Entspannungstrancen können sehr wohltuend wirken, sind aber kein Allheilmittel.
Es gibt eine Vielzahl von anderen Erlebniszuständen, die mit einem Maß von mehr oder weniger intensiv ausgeprägter Spannung einhergehen.
Um hypnotherapeutisch zu arbeiten, können wir uns erlauben, Trance als zieldienliche Intervention zu sehen und die ganze Vielfalt gewünschter Erlebnismöglichkeiten zu nutzen.

 

Ein amerikanischer Wissenschaftler namens Beahrs hat sich in den 80er Jahren die Mühe gemacht, unterschiedliche Definitionen von Trance und Hypnose zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten herauszufiltern. Er ist zu folgenden Ergebnissen gekommen:

 

  • In der Trance herrscht „unwillkürliches Erleben“ im Sinne von „es geschieht von selbst“ vor.
  • Bei der Induktion wird im Spektrum des Erlebens von willkürlicher Kontrolle zu mehr unwillkürlicher Selbststeuerung des Organismus übergeleitet.
  • Trance ist ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Erleben bzw. ein Zustand des Absorbiertseins von einem bestimmten Erleben. (Das wird im übrigen auch dem Erfinder des Wortes „Hypnose“, James Braid, gerecht, der 1842 den Namen „Monoideismus“ prägte.)
  • Subjektiv werden die Prozesse als „automatisch“ ablaufend wahrgenommen und können auch als „Flow – Erlebnisse“ bezeichnet werden.

 

Trance ist ein natürliches, alltägliches Phänomen.
Unwillkürliche Prozesse sind schneller, wirksamer, ökonomischer als bewusste Abläufe und ihnen in allen Belangen überlegen.
Das zeigt sich deutlich bei der Betrachtung von Symptomen:
die Kraft des willkürlichen Wollens hat meistens keine Chance gegen die unwillkürlichen Prozesse.

 

Symptome, unter denen ein Mensch leidet, sind geradezu dadurch charakterisiert, dass man sie auf bewusster, willkürlicher Ebene nicht steuern kann und dass sie sich auf unwillkürlicher Ebene machtvoll durchsetzen.
Viele Klienten nehmen ihr bewusstes „Ich“ als Opfer eines unwillkürlichen „Es“ wahr.
Verständlicherweise werden unwillkürliche Prozesse in Folge dessen als bedrohlich erlebt.
Es werden (Lösungs-) Versuche gestartet, das Bedrohliche zu bekämpfen.
Viele Aufträge in Therapie- und Beratungs- Kontexten beinhalten den Wunsch,
dass man gemeinsam (Therapeut/Berater und Klient) mit vereinten Kräften den gewünschten Sieg davon trägt.

 

Geht man als Therapeut/Berater auf solche Aufträge ein, lernt man sehr schnell die Macht des Unbewussten kennen. Meistens bewirken die bewussten Bekämpfungsversuche lediglich eine Verstärkung der Problemerlebens.

 

Steven Gilligan und Gunther Schmidt haben in den 90er Jahren den Begriff „Problemtrance“ oder „Symptomtrance“ kreiert, um zu verdeutlichen, dass Symptomprozesse ähnlich ablaufen wie Trance – Induktionen.
Wer ein Problem hat (oder wen ein Problem hat ?) weiß um die Hilflosigkeit, die entsteht, wenn man versucht, ein unwillkürliches Geschehen willkürlich zu verändern.

 

Prozesse, die außerhalb der bewussten Kontrolle ablaufen, zeigen sich der bewussten Wahrnehmung auf dem Wege der Unwillkürlichkeit.
Will man den Wert solcher Prozesse und der damit zusammenhängenden Signale verstehen,
so impliziert das auch einen wertschätzenden Umgang.
Und das würde bedeuten, dass der bewusste Verstand eine wertschätzende kooperative Haltung zur unbewussten/unwillkürlichen Seite entwickeln würde.

 

„Ich“ und „Es“ sind dann in einem kooperativen Miteinander.
Für den bewussten Verstand ist das eh das Beste, sonst würde er auf ziemlich verlorenem Posten dastehen:
die moderne Hirnforschung kann überzeugend nachweisen, dass praktisch jeder Entscheidungsprozess zunächst schon auf unbewusster Ebene insbesondere im Bereich des limbischen Systems vorentschieden ist, bevor er ins Bewusstsein dringt.

 

Das Primat des aufgeklärten, rationalen Denkens ist schlicht eine Illusion.

 

Auf das limbische System zu hören ist die klügste Verhaltensweise überhaupt.
Die Ebene des Verstandes und der Vernunft bildet sich in der Hirnentwicklung erst sehr spät aus und
erhält auch nie einen im wahrsten Sinne entscheidenden Einfluss auf das Verhalten.
Das limbische System benutzt sprichwörtlich den Verstand, um komplexe Situationen differenziert bewerten zu können, gibt aber nie die Letztentscheidung ab.
Der die Entscheidungen fällende „Vorstand“ des Systems sitzt im limbischen System.
(Roth 2003)

 

Der Begriff des „Unbewussten“ ist sehr vage und macht nur Sinn in der Unterscheidung zum „Bewussten“ (sowie die Bezeichnung „Trance auch nur Sinn macht in der Unterscheidung zu dem Erleben, von dem es unterschieden werden soll, nämlich vom „Wachbewusstsein“).
Das Unbewusste erhält zusätzlich Bedeutung durch die Art der Konnotation:

 

In der Freud´schen Sicht ist das Unbewusste der Bereich für alles Triebhafte und Verdrängte. Logischerweise plädiert er für eine größtmögliche Bewusstmachung, so dass „Es“ bewusst gehandhabt und kontrolliert werden kann:

 

Wo ES war, soll ICH werden …

 

Ganz anders ist der Begriff des „Unbewussten“ bei Erickson konnotiert:
Das Unbewusste wird hier gesehen als der Bereich, der die Gesamtheit der Lernprozesse,
Ressourcen und persönlichen Kompetenzen beinhaltet.
„Wie eine liebevoll fürsorgliche Mutter“ steuert das „Unbewusste“ nicht nur alle
unwillkürlichen physiologischen Prozesse des Menschen, sondern auch die seelischen Prozesse und deren Wechselwirkung mit körperlichen Abläufen.

 

Auch wenn die unwillkürliche Seite (also dieses intuitive Wissen) sich oft für den bewussten Verstand auf eine eher befremdliche und unverständliche Weise ausdrückt, nämlich in Form von Bildern, Empfindungen, mehr oder weniger diffusen Gefühlen,
– eben in vorsprachlich sinnesspezifischer Weise (VAKOG) – wird hier für eine wertschätzende Kooperationsbeziehung zwischen dem bewussten Verstand und der intuitiven Seite geworben.

 

BEWUSSTSEINWillkürlich
Ich mache

Gewohnheitswirklichkeit
Willkürliches Denken
ICH

UNBEWUSSTESUnwillkürlich
Es geschieht

Sitz der Kompetenzen/Potentiale/Ressourcen
Unwillkürliches Denken
ES, Intuition, Organismus

 

Für die konkrete Anwendung von Trance – Interventionen ergibt sich aus dem oben gesagten eine systemische Logik:

 

  • Eine optimale Trance entsteht durch eine optimale Beziehungsgestaltung.
  • Es geht um
    – eine kooperative Wertschätzung
    – ein sowohl als auch
    – eine Kommunikation auf der bewussten und auf der unbewussten Ebene.

 

Im therapeutischen Verständnis ist in Trance- Zuständen die Aufmerksamkeit meist nach innen gerichtet.
Für den Klienten bedeutet das ein ganz persönliches, sinnliches Erleben im Innern.
In unserer „linkshemisphärischen“ Kultur geschieht es häufig, dass Menschen den Kontakt zu ihrem Inneren Selbst verloren haben. Deshalb ist das Ziel von Trance-Arbeit, äußere Programmierungen bzw. bewusste Einstellungen und erlernte Gewohnheiten,
die blockierend gegenüber dem Unbewussten wirken, aufzulösen, damit sich die Botschaften des Unbewussten entfalten können.

 

Es geht darum,

 

  • die Dinge wie von selbst geschehen zu lassen
  • vom eigenen Inneren zu empfangen
  • Berührung mit dem inneren Selbst zu erleben
  • den Wert der einzigartigen inneren Erlebnisse zu erkennen
  • ein bislang unerkanntes Potential wirksam werden zu lassen, um dadurch intensiver und einfühlsamer lernen zu können.

 

Milton Erickson hat die Begrifflichkeiten TRANCE, UNBEWUSSTES und BEWUSSTSEIN
wie folgt in Zusammenhang gestellt:

 

Das Unbewusste ist ein Hersteller von Informationen.

Das Bewusstsein ist ein Verbraucher.
Trance ist ein Vermittler zwischen ihnen.

NLP

NLP steht im Institut für NEUROLINGUISTISCHE PSYCHOLOGIE.

 

NLP basiert auf den Erkenntnissen der Systemtheorie, der Linguistik, der Neurophysiologie und ist die Essenz aus verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen:
Gestalt, Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, systemisches Arbeiten, Psychoanalyse.

Wie jede andere wissenschaftlich begründete Disziplin entwickelt sich NLP im Rahmen von Forschungsprojekten ständig weiter.

 

NLP entstand Anfang der 70er Jahre aus der Beobachtung und sorgfältigen Analyse der herausragenden therapeutischen Fähigkeiten vor allem von Virginia Satir, Fritz Pearls und Milton Erickson.
Durch das Erkennen und Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten in den therapeutischen Interventionen und den Sprachmustern ist es gelungen, Modelle für erfolgreiche Kommunikation und Persönlichkeitsentfaltung
zu entwickeln, und diese in leicht vermittelbare und erlernbare Strukturen zu fassen.

 

NLP befasst sich mit den Strukturen subjektiver Erfahrung.
Hier geht es im wesentlichen um die prozesshafte Beschreibung dessen, wie die inneren persönlichen „Landkarten“ beschaffen sind, welche Faktoren das Erleben steuern

  • wie Menschen sich selbst und ihre Umwelt wahrnehmen
  • wie Menschen miteinander kommunizieren
  • wie Informationen / Erfahrungen bewertet und interpretiert werden
  • welche Werte und Überzeugungen relevant sind
  • wie die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten beschaffen ist
  • welche Kompetenzen genutzt werden können
  • welche Verhaltensoptionen daraus resultieren
  • wie Beziehungen gestaltet werden
  • wie Lernprozesse ablaufen
  • welche Veränderungsmöglichkeiten auf welche Weise initiiert werden können
  • wie Kommunikation nach innen und nach außen verbessert werden kann
  • wie persönliche Entwicklung „ökologisch“ gestaltet werden kann.

In den NLP- Ausbildungen lernen Sie, Ihr eigenes Repertoire spielerisch zu erweitern und Wahlmöglichkeiten zu schaffen, die Ihre gewohnten Denk, Fühl, und Verhaltensmuster auf erstaunliche Weise bereichern.

 

Die Ausbildungen bieten Ihnen eine Palette von effektiven Methoden

  • für kreative Persönlichkeitsentwicklung
  • für zielorientiertes Handeln
  • für die Gestaltung von Kommunikationsprozessen
  • für die Schulung der eigenen Intuition
  • für Beziehungsgestaltung
  • f ür eine Verfeinerung des Selbstbewusstseins
  • für Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein

Sie werden in den Seminaren u.a. erfahren, wie Sie die Wahrnehmung für sich selbst und andere verbessern

  • größere Bewusstheit erlangen über die Prozesse, die das eigene Erleben steuern
  • größere Flexibilität in Kontakt und Kommunikation gewinnen
  • sich leichter auf die individuelle Realität eines Kommunikationspartners einstellen
  • sich von Ängsten und Blockaden lösen
  • alte Verletzungen heilen
  • gewünschte Veränderungen ganzheitlich und im Einklang mit Ihrer Umgebung erreichen.

Die NLP Ausbildungen im Institut können Sie für berufliche Qualifikation nutzen in den Bereichen

  • Beratung / Psychotherapie
  • Coaching
  • Training

Weitere Informationen finden Sie unter Seminare.