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NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN

NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN
Über den (Un) Sinn einer Namensgebung

 

Als Neurolinguist beschäftige ich mich tagtäglich, in der Arbeit mit KlientInnen und AusbildungsteilnehmerInnen, mit der sprachlichen Codierung von Erfahrung.

 

Wir wissen, dass Erfahrung nicht eins zu eins in Sprache übersetzt werden kann.
Die Linguistik beschreibt 3 Kategorien, die modellhaft verdeutlichen, wie Erfahrungswerte gefiltert und „komprimiert“ in Form von Sprache formuliert werden:

 

  • bestimmte Aspekte werden weggelassen
  • andere werden verallgemeinert
  • Zusammenhänge und Verknüpfungen mit anderen Erfahrungen werden gebildet

 

Sprache ist aber nicht nur eine Ausdrucksform von Erfahrung, sie wirkt auch wiederum erfahrungsinduzierend.

 

In der therapeutischen Praxis ist dieses Phänomen sehr gut zu beobachten:
verallgemeinernde, meist in Ursache – Wirkungs – Zusammenhänge gekleidete Beschreibungen von Problemerleben, verstärken die „Problemtrance“.

 

Was drückt nun der Name NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN aus und wie wirkt er ?

 

PROGRAMMIEREN ist ein Verb und drückt somit eine Tätigkeit aus.
Zu jedem Vorgang des Programmierens gehört jemand, der programmiert, und etwas oder jemand, der oder die programmiert wird.

 

Diese Informationen nach dem WER und nach dem WEN oder WAS sind hier getilgt.

 

Richard Bandler, einer der Mitbegründer des NLP, hat einmal großen Wert darauf gelegt, sich selbst und die Absolventen seiner Ausbildungsgruppen als NEUROLINGUISTISCHE PROGRAMMIERER zu bezeichnen.
Die Frage nach dem WER wäre also somit geklärt, und die Frage nach dem WEN oder WAS ergäbe sich logischerweise aus dem Betätigungsfeld der NLPler: Kommunikationssituationen aller Art.
Folgerichtig wären es also die Gesprächspartner, KlientInnen usw., die programmiert werden.

 

Und genau an diesem Punkt ist die Angst vieler Menschen vor Manipulation begründet:
Das PROGRAMMIEREN im Titel lädt ja förmlich dazu ein, in Manipulationsassoziationen hinein zu gehen.

 

Wenn man sich Bandler´sche Manuale ansieht, z.B. das über Hypnose, könnte man fast glauben, das wäre auch genauso gewollt.
Geht es doch dort u.a. darum, möglichst trickreich „geniale“ Suggestionen beim Klienten zu platzieren.

In den letzten 21 Jahren, in denen ich als NLP – Lehrtrainer Ausbildungen anbiete,
haben Interessenten vielfach ihre Sorge, bezogen auf Manipulation, artikuliert, und zwar vor allem dergestalt, dass sie befürchteten, dass mit ihnen etwas gegen ihren Willen gemacht werden würde.

 

Die formulierten Befürchtungen in Bezug auf NLP erinnern mich an Befürchtungen, die in Bezug auf Hypnose geäußert werden.

 

Doch die Befürchtungen und Ängste sind lediglich eine Seite der Medaille.
Auf der anderen Seite weiß man, dass vermeintliche Manipulationswerkzeuge eine ungeheure Faszination auf Menschen ausüben können.

 

Wenn nun beide Seiten in einem Menschen vereint sind, und dieser Mensch sich mit diesen gegensätzlichen Anteilen in Therapie oder Beratung begibt, entsteht eine paradoxe Situation:

 

Einerseits wünscht der/die KlientIn, dass Veränderungs- oder Heilungsimpulse von aussen kommen, ohne dass er dafür Verantwortung zu tragen braucht, und andererseits fürchtet er/sie die Macht des/der TherapeutIn.

 

In dieser Situation hilft erstmal ein offenes transparentes Gespräch, bei dem Vereinbarungen über die Art der Zusammenarbeit im therapeutischen Kontext getroffen werden.

 

In der historischen Entwicklung der Hypnose hat es entsprechend den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen unterschiedliche Ansätze gegeben.

 

Der Ansatz, den die meisten Laien (aber nicht nur die) heute noch mit Hypnose verbinden, ist bekannt als der autoritäre Ansatz. Er ist charakterisiert durch folgende Aspekte:

 

Das Unbewusste wird als eine Art „tabula rasa“ gesehen, in die Suggestionen eingepflanzt werden.

 

  • Der Hypnotiseur hat Macht über den/die KlientIn
  • Der Klient trägt keine Eigenverantwortung,
    sondern hat sie an den Experten (den/die TherapeutIn) abgegeben
  • Die Einzigartigkeit des/der KlientIn findet keine Berücksichtigung

 

Wie oben schon angedeutet, hat die Hypnose eine Entwicklung vollzogen, so dass man heute vom kooperativen Ansatz spricht.

 

Diese Kooperation im Kontakt zwischen KlientIn und TherapeutIn ist gekennzeichnet durch das Wissen um

 

  • die Einzigartigkeit und Eigenverantwortlichkeit des/der KlientIn
  • die Autonomie des Klienten- und des Therapeuten- Systems
  • die Wichtigkeit der Akzeptanz und Würdigung (auch Angleichung)
  • die Wichtigkeit von Flexibilität in der Beziehungsgestaltung
  • Utilisationsmöglichkeiten

 

Die Begründer des NLP waren allesamt Schüler von Milton Erickson, dem Begründer der modernen Hypnotherapie.

 

Schaut man sich den geistigen Nährboden und die davon abgeleiteten Grundannahmen des NLP an, so erkennt man nicht nur deutlich die erickson`sche Haltung, sondern auch die Ideen des sozialen Konstruktivismus:

 

  • Jeder Mensch ist einzigartig
  • Wirklichkeit ist nicht objektiv, sie entsteht im „Auge des Betrachters“
  • Jeder Mensch hat ein eigenes Modell von der Welt
  • Je nach dem, wie ein Mensch ein Ereignis bewertet, je nach der Art der Bedeutungsgebung, konstruiert er seine persönliche Realität
  • Menschen reagieren nicht auf Ereignisse an sich,
    sondern auf die eigenen inneren Interpretationen der Ereignisse

 

Diese Liste mit konstruktivistischem Gedankengut könnte weiter fortgesetzt werden.
Jedem NLPler sind diese Sätze bekannt.

 

Wenn man sie ernst nimmt, könnte man daraus ableiten, dass in Kommunikationssituationen unterschiedliche Welten miteinander in Kontakt kommen. Soll es in diesem Kontakt um Verstehen der subjektiven Realitätskonstruktionen des Gesprächspartners gehen
– und dies gilt insbesondere für den Beratungs- und Therapiekontext – müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

 

  • man braucht Interesse, und die Offenheit der Sinne, die andere Person in ihrer
    Individualität, mit ihren Werten, Überzeugungen und Kompetenzen kennen zu lernen
  • man braucht eine wertschätzende Grundhaltung, in der die subjektiven Landkarten
    des Anderen akzeptiert und gewürdigt werden
  • man braucht die Bereitschaft, sich auf eine Weltsicht einzulassen, die anders ist als die eigene, in der es andere Assoziationen gibt, und in der Assoziationen anders miteinander verknüpft sind als in der eigenen

 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können entsprechend den Vereinbarungen und Verträgen, unterstützende Angebote für gewünschte Veränderungen gemacht werden.

 

In der erickson`schen Therapie gibt es einen zentralen Begriff: UTILISATION

 

Utilisation bezeichnet eine zieldienliche Nutzbarmachung von Aspekten aus dem Klientensystem.
Im NLP ist dieser Ansatz aufgegriffen worden in der Idee des Pacing/Leading.

 

Utilisation bezieht sich auf:

 

  • die Haltung des/der KlientIn (Körperhaltung, Gesten, kinästhetische Anker)
  • die Werte und Überzeugungen des/der KlientIn
  • Was er/sie mag und was nicht
  • Denk- und Fühlmuster
  • Strategische Aspekte (Mikro und Makro)
  • Die systemische Dynamik
    (wie ein/eine KlientIn eingebunden ist in systemische Zusammenhänge)
  • Ressourcen und Kompetenzen

 

Die von Ericksson dokumentierten Fälle sind verwurzelt in diesem Utilisationsansatz.
Was immer du an Informationen hast, erlaube es, dir sie zu nutzen …

 

Für Jeff Zeig ist dieser Ansatz

 

eine Philosophie der Effizienz.

Sie macht die Therapie experimentell und erfinderisch und ist die Grundlage für Lösungen.
Wir sagen den Menschen nicht, was sie denken, fühlen und tun sollen.

 

Im NLP gibt es reichhaltiges Repertoire von Utilisationsmethoden.

 

Nur – was hat das mit PROGRAMMIEREN zu tun ?

 

Meiner Meinung nach ist dieses PROGRAMMIEREN irreführend, weil es die Methodenfülle und die darin enthaltene Vielseitigkeit und Kreativität in den Dienst eines einseitigen Leading – Prozesses stellt. Die schöpferischen Möglichkeiten wirken dadurch ärmlich kanalisiert und gebremst.

 

In den letzten Jahren haben sich im Übrigen viele Kollegen mit der offiziellen Übersetzung dieses P schwer getan. Bei einigen wird es übersetzt als PROZESSARBEIT, in meinem Institut hat die Übersetzung PSYCHOLOGIE seit einigen Jahren Bestand.

 

Am einfachsten allerdings haben es diejenigen, die NLPt anbieten.
NEUROLINGUISTISCHE PSYCHOTHERAPIE ist glücklicherweise von diesem PROGRAMMIEREN befreit.

Umgang mit NLP- Formaten

Umgang mit NLP- Formaten

 

Die Formate des NLP (Zielbestimmung, Reframing, Timeline – Prozesse usw.) sind in ihrer strukturellen Beschaffenheit eher geradlinig.
Therapeutische Prozesse verlaufen aufgrund einer möglicherweise recht komplexen inhaltlichen Beschaffenheit der zu bearbeitenden Themen eher weniger geradlinig.
Es braucht also eine große Flexibilität beim Therapeuten in der Handhabung der methodischen Bausteine, um dem Klienten und seinem Anliegen gerecht zu werden.
Zur Qualität der therapeutischen Arbeit gehört unabdingbar ein reichhaltiger Erfahrungsschatz und ein spezifisches Zusammenspiel von bewusster und intuitiver Kompetenz – sowohl inhaltlich – fachlich, als auch sozial und persönlich – auf Seiten des Therapeuten.

Grundsätze des NLP

Einige Grundsätze des NLP

 

  • Die Landkarte ist nicht das Gebiet

Die Welt in der wir leben, wird von jedem Menschen auf ganz individuelle Weise wahr genommen. Jeder Mensch als einzigartiges Wesen ist wie ein eigenes Universum und hat ein eigenes Modell von der Welt. Das Verhalten eines Menschen richtet sich nach seinem internen Modell von der Welt, und nicht danach, wie die äußere Realität beschaffen ist.
Diese innere Abbildung der Realität wird im NLP metaphorisch „innere Landkarte“ genannt. NLP ist die Kunst, innere Landkarten zu erkennen, zu würdigen und den jeweiligen Wünschen und Zielen der Person entsprechend zu erweitern.

  • Geist und Körper beeinflussen sich wechselseitig

Geist und Körper sind Teile des gleichen kybernetischen Systems.
Was mental geschieht, zeigt sich auch körperlich. Innere Befindlichkeiten drücken sich physisch aus. Manchmal ist dieser Ausdruck offensichtlich, und manchmal nur an kleinen Veränderungen wahrnehmbar.
Im NLP trainieren wir unsere Wahrnehmungsfähigkeiten, um die Physiologie eines anderen Menschen aufmerksam beobachten zu können, und auch feinste Veränderungen zu bemerken.

  • Wir können nicht nicht kommunizieren

Dieser Satz stammt von Paul Watzlawik. Wir beeinflussen die Welt, in der wir leben, mit allem, was wir tun oder was wir nicht tun.
Selbst in gegenseitiger Ignoranz verbergen sich Botschaften, die vielleicht signalisieren:
„Ich will in Ruhe gelassen werden“ oder „Ich hab keine Zeit“ oder ähnliches. Derartige Signale wirken meist unterschwellig.
Es ist gut zu wissen, daß wir alle ständig körpersprachliche Signale aussenden, die von anderen Menschen gemäß ihrer inneren Landkarte interpretiert werden. Hierbei wird die „Richtigkeit“ der eigenen Interpretation vollständig außer Acht gelassen.
Individuelle Lernprozesse in unserer persönlichen Geschichte sorgen dafür, daß wir den Dingen um uns herum eine bestimmte Bedeutung geben, indem wir unsere Wahr-nehmung unbewußt filtern.

  • Je mehr Wahlmöglichkeiten uns zur Verfügung stehen, desto größer ist unsere Flexibilität

Flexibel zu sein in unterschiedlichen Situationen heißt, daß wir in unserem Verhaltens-repertoire Möglichkeiten haben, angemessen reagieren zu können.
„Wenn das, was du bisher getan hast, nicht funktioniert, dann tue etwas anderes“. Diese Aufforderung ist in vielen NLP – Publikationen zu finden.
Deshalb sind viele Methoden des NLP so angelegt, uns darin zu unter-stützen, daß wir unser Repertoire durch Lernprozesse erweitern.
Wir lernen dabei, mit Hilfe unserer Kreativität zu experimentieren und auch gezielt zu modellieren.

  • So einfach wie möglich, so komplex wie nötig

Im NLP ist vielschichtiges Wissen aus unterschiedlichen Bereichen komprimiert worden, und wir haben die Möglichkeit, die effekti-ven Werkzeuge, die dar-aus entstanden sind, für uns zu nutzen.
Um sowohl der Einfachheit als auch der Komplexität der Realität gerecht zu werden, gilt im NLP das Prinzip der schlichten Eleganz: Ein nützliches Modell sollte so einfach wie möglich beschaffen sein, und so komplex wie nötig.

  • Kommunikation ist ein sinnlicher Prozeß

Wir kommunizieren in allen verfügbaren Sinneskanälen. Wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken.
Auch wenn das Bewußtsein in erster Linie auf verbale Botschaften achtet, orien-tiert sich unser Unbewußtes an den ganzheitlichen Sinneseindrücken.
Jedes Sinnessystem empfängt und verarbeitet permanent Informationen. Im NLP nutzen wir dieses Wissen, um ganz gezielt Sinneskanäle zu aktivieren.

  • Die Bedeutung deiner Kommunikation ist die Reaktion, die du erhältst

Entscheidend in Kommunikationsprozessen ist weniger die Absicht des Senders, sondern die Reaktion des Empfängers. Mißverständnisse und Streitigkeiten basieren oft auf einem unterschiedlichen Verständnis der selben Worte. Und solange dieses Mißverständnis nicht meta-kommuniziert wird, kann der Standpunkt des anderen auch nicht nachvollzogen werden.
Im NLP lernen wir, Verantwortung zu tragen für das eigene Kommunikationsverhalten.

  • Jede Reaktion ist ein wertvolles Feedback

Es gibt keine Fehler, kein Versagen in der Kommunikation zwischen Menschen, sondern nur Feedback, aus dem wir lernen können.
Auch überraschende oder unerwünschte Reaktionen einer anderen Person sind wertvolle Informationen, um die Realität des anderen besser verstehen zu können.

  • Hinter jedem Verhalten steht eine positive Absicht

Jedes Verhalten erfüllt im Leben eines Menschen eine Funktion, die von seinem Unbewußten als nützlich bewertet wird. Jeder menschliche Impuls läßt sich in einen posi-tiven Bezugsrahmen führen.
Hierfür besonders geeignet sind die verschiedenen Methoden des Reframing. Wir lernen durch diese Prozesse, daß auch ein als problematisch erlebtes Verhalten eine ökologische Funktion im menschlichen Gesamtsystem erfüllt. Durch das Würdigen der positiven Absichten werden ungeahnte Energien freigesetzt, die uns in die Lage versetzen, alternative Verhaltensweisen realisieren zu können.

  • Menschen treffen stets die beste ihnen zur Verfügung stehende Wahl

Jeder Mensch ist auf seine Weise einzigartig und entwicklungsfähig.
Wir verhalten uns in jedem Moment unseres Lebens so, wie es unserem aktuellen Informationsstand, unserer Ökologie und unserer inneren Landkarte entspricht.
Wenn wir andere, vielleicht bessere Möglichkeiten in unser Repertoire integrieren können und somit zur Verfügung haben, können wir eben diese anderen Mög-lichkeiten einsetzen. So erhöhen wir unsere Flexibilität und können auf die Anforderungen des Lebens angemessen reagieren.

  • Alle Ressourcen für Veränderung sind bereits in uns

Grundsätzlich verfügen wir über alle Ressourcen, die wir für Veränderungen brauchen.
Es gibt allerdings Situationen, in denen wir Schwierigkeiten haben, in Kontakt mit unseren Ressourcen zu kommen. In solchen Fällen können wir unsere innere Kreativität aktivieren, mit deren Hilfe wir den Zugang wieder herstellen können.

Selbstverständnis im Umgang mit NLP

Selbstverständnis im Umgang mit NLP

 

Ein wichtiger Grund für den Erfolg des NLP in den letzten beiden Jahrzehnten ist sein integrativer Ursprung: Die Essenz aus unterschiedlichen Bereichen und Richtungen ist im NLP strukturiert und sinnlich erlebbar gemacht worden.

Für die angebotenen Seminare und Ausbildungen ist das integrative, ganzheitliche Denken Basis und Orientierung. Neuentwicklungen fließen ebenso in die Seminararbeit ein wie erprobte Verbindungen zu anderen therapeutischen, supervisorischen und kommunikativen Konzepten.

Ich bin davon überzeugt, daß die Zeit reif ist, die Grenzen des „für sich haben wollens“ durchlässiger zu machen, um voneinander lernen zu können.

Wir sind keine Vertreter des „Hau-Ruck-NLP“. Was wir wollen, ist eine ökologisch vertretbare und behutsame Begleitung Ihrer persönlichen Entwicklung mit dem Ziel, dass sie als NLP – Anwender authentisch und verantwortungsbewußt mit sich und anderen und den erlernten Methoden umgehen können. Selbsterfahrung und praxis- und erfahrungsbezogene Supervision sind wichtige Elemente, um einen sinnvollen Transfer in Ihren persönlichen und beruflichen Kontext zu gewährleisten.

 

„Wenn eine Stubenfliege die Flügel schlägt, geht eine Brise um die Welt.
Wenn ein Staubkorn zu Boden fällt, wiegt der gesamte Planet ein wenig mehr.
Und wenn du mit dem Fuß auf den Boden stampfst, verändert die Erde ein wenig ihre Bahn.
Und wenn du lachst, breitet sich Freude aus, wie Wellen in einem Teich.“

aus: „The Phantom Tollbooth“ von Norton Juster

 

Mehr denn je geht es heute darum, daß wir lernen, Verantwortung zu tragen,

  • für die Bilder, Gedanken, Gefühle, die wir im Innern entwickeln, und
  • für all das, was wir im Äußeren in Bewegung setzen.

 

Und Verantwortung tragen ist keinesfalls eine nüchterne Verpflichtung, sondern ein sinnlicher Prozeß, der uns teilhaben läßt an allem Lebendigen. Freiheit, Selbstachtung und respektvoller Austausch mit anderen, Kreativität und Lust sind Merkmale des menschlichen Daseins.

 

Wir sind heute in der Lage – auch mit Hilfe des NLP als einem brillanten Werkzeug für Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung – menschliche Potentiale zu entfalten, um eine Welt mitzugestalten, zu der sich alle Menschen gerne zugehörig fühlen.

NLP- Master DVNLP + Master- Coach DVNLP + Psychosoziale Beratung, 2014-2017

Kombinierte Zertifikats-Ausbildung NLP- Master DVNLP

+ Master- Coach DVNLP + Psychosoziale Beratung, 2014-2017

 

Die vollständige Ausschreibung erhalten Sie hier als PDF

 

 

Liebe Interessenten,

 

in dem vorliegenden Ausbildungskonzept sind die Inhalte von NLP- Master- Ausbildung und Coaching- Ausbildung zusammengefasst.

Das Konzept bietet Ihnen durch seine einmalige Kombination von Methoden eine solide  Grundlage für die professionelle Arbeit mit Klienten, sowohl im Coaching– Bereich als auch im Bereich der Psychosozialen Beratung.

Menschen in beratender Tätigkeit benötigen eine Vielzahl von fachlichen Fähigkeiten, u.a. die Fähigkeit

 

  • professionell zu kommunizieren
  • mit den Klienten empathisch und wertschätzend umzugehen und die Beziehung konstruktiv und zieldienlich zu gestalten
  • Anliegen und Konflikte der Klienten ernst zu nehmen
  • Problemerleben und problematische Beziehungsmuster anhand der Kontextbedingungen zu verstehen und zu würdigen
  • die Dynamik zirkulärer Prozesse zu erkennen
  • Kompetenzen und Potentiale Ihrer Klienten nutzbar zu machen
  • realistische Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten zu erarbeiten
  • Konsensverfahren und Problemlösungsmethoden kompetent anzuwenden
  • Lösungserleben zu initiieren und daraus resultierende Verhaltensschritte zu unterstützen

Methodische Vielfalt in Kombination mit der Bereitschaft zur persönlichen Entwicklung ist der Garant dafür, auf unterschiedliche Kontexte flexibel reagieren und in der Arbeit mit unterschiedlichen Menschen kompetent agieren zu können. Die hier integrierten Methoden  ergänzen sich hervorragend in ihren Konflikt- Lösungs- Strategien:

 

NLP/ Neurolinguistische Psychotherapie/ Systemische Therapie/ Lösungsorientierte Therapie/ Erickson´sche Hypnotherapie/ Supervision

 

Alle Methoden zusammen bilden eine reichhaltige Grundlage zur Entwicklung Ihrer Beraterkompetenz und bieten Ihnen ein effektives Instrumentarium für die professionelle Gestaltung von Beratungsprozessen.

 

Die Ausbildung gliedert sich in 4 Module.

Im ersten Modul „Grundelemente für die Arbeit mit Klienten“ wird die Basis für professionelle  Beratungs- Arbeit geschaffen. Folgende Aspekte sind wichtig:

 

Gewährleistung einer offenen wertschätzenden Haltung des Begleiters zum Klienten

Fähigkeit zur Selbstreflektion

Kompetenzen im Pacing/ Leading bzw. bei der Utilisation von relevanten Informationen

Fähigkeit zu elicitieren:

 

  • was genau für den Klienten problematisch ist und welche Themen hinter dem Problemerleben stehen
  • welche signifikanten Ereignisse zugrunde liegen
  • welche Funktion das Problemerleben hat und welche Auswirkungen es gibt

 

Fähigkeit zu klären:

 

  • welche Erwartungen und Hoffnungen der Klient hat
  • welche Interventionsangebote sinnvoll sind und welche Vereinbarungen daraus resultieren

 

Fähigkeit zu erarbeiten:

 

  • welche Ziele der Klient hat und was am Erreichen des Ziels wichtig ist
  • welche Kompetenzen und Ressourcen genutzt werden können

 

Fähigkeit, zur Aufmerksamkeits- Fokussierung einzuladen:

 

  • welche bisherigen Lösungsversuche es gab und wie damit umgegangen wurde
  • welche Kriterien eine Lösung hat und welche konkreten Schritte sinnvoll sind
  • welche Auswirkungen Lösungen haben werden in Bezug auf das eigene Leben, auf Andere, auf Beziehungen …

 

Fähigkeit,

 

  • positiv zu konnotieren, Rückmeldungen zu geben und Aufgaben abzusprechen

 

Im 2. Modul „Neurolinguistische und hypnotherapeutische Kompetenzen

geht es um die Erweiterung des Methoden- Repertoires:

 

  • Die Arbeit mit Werte- Haltungen und Überzeugungen wird ergänzt durch die Arbeit mit den komplexen Meta- Programmen
  • „die Strategie innerer Prozesse“ lädt dazu ein, sowohl ein Modelling von wünschenswerten Fähigkeiten und persönlichen Qualitäten durchzuführen, als auch „Problemstrategien“ zu elicitieren,  Zusammenhänge zu verstehen und gewünschte Veränderungen zu installieren.

 

Der ericksonische Ansatz bietet weit über das Milton- Modell hinaus effektive Interventionsmöglichkeiten für den beruflichen Kontext.

Insbesondere sei hier der „hypnosystemische“ Aspekt hervorgehoben, bei dem es um

eine kooperative Wertschätzung bzw. um eine 2- Ebenen- Kommunikation sowohl  bewusster Instanzen als auch unbewusster Instanzen geht.

 

Das Systemische Modul ist eine sinnvolle und notwendige Ergänzung:

Systemi­sches Denken lehrt uns, neben dem persönlichen Erleben auch die Beziehungen eines Menschen zu beachten und den Kontext verschiedener komplexer und miteinander verbun­dener Kommunikations- und Interaktions- Muster zu berücksichtigen.

 

Ein menschliches Wesen ist Teil eines Ganzen, das von uns Univer­sum genannt wird, ein Teil, der in Raum und Zeit begrenzt ist. Er er­fährt seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt vom Rest – eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Dieser Irrtum ist eine Art Gefängnis für uns, das uns auf unsere persönlichen Wünsche be­schränkt und unsere Zuneigung auf nur die wenigen, die uns am nächsten stehen. Unsere Aufgabe muss sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unseres Mitgefühls so ausweiten, dass wir damit alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in ihrer Schönheit umarmen.                                        

 Albert Einstein

 

Aus systemischer Sicht wird der Konflikt eines Menschen weniger aus seiner Lebensgeschichte heraus (vertikale Ebene), sondern als Ausdruck eines Beziehungsproblems (horizontale Ebene) verstanden. Die rein individuelle Sichtweise wird durch ein Systemverständnis ergänzt.

Informationen werden verstanden als Mitteilungen von Unterschieden.

 

Die systemische Intervention zielt darauf ab, Anstöße zu geben, damit gemeinsam hilfreiche Interaktionsmuster entwickelt werden können, die eine Veränderung in die gewünschte Richtung möglich machen.

 

 

Im Abschlussmodul geht es um die Erwartungen an die Zukunft und das eigene Rollenverständnis als professionelle(r) BeraterIn .

 

In der gesamten Ausbildung wird mit Fallbeispielen aus der Beratungspraxis gearbeitet.

 

 

Grundelemente für die Arbeit mit Klienten

 

Rollen und Haltungen des Begleiters/Beraters und die Beziehungsgestaltung zum Klienten (Seminar 1)               

 

  • Gegenüberstellung Beratung / Psychotherapie
  • Realitätskonstruktionen des Klienten
  • Unterschiedsbildung und Logische Ebenen
  • Verschiedene Beratungs- Haltungen
  • Rollenverständnis (orientiert an eigenen Zielen, Werten, Überzeugungen …)
  • Grundzüge der kooperativen Beratung
  • Psychohygiene
  • Verhaltenskategorien bei Klienten
  • Pacing/Leading bzw. Utilisation von nonverbalen und verbalen Informationen

 

Die Kunst des Fragens (Seminar 2)                                                                

 

  • Funktion von Fragen im Beratungskontext
  • Grundlegende Fragen des Bewahrens und Gestaltens
  • Sinnesspezifische und neurolinguistische Fragen
  • Unterschiedsbildende Fragen
  • Beschreibende, erklärende, bewertende Fragen
  • Strategische Fragen
  • Zirkuläre Fragen
  • Hypothetische Fragen
  • Evozierende Fragen und paradoxe Fragen
  • Reframing – Fragen
  • Fragen anhand der Logischen Ebenen
  • Kontextbezogene Anwendung

 

Phasen einer Beratungs Sitzung (Seminare 3+4)

 

  • Schritte zu einem verständnis- und vertrauensvollen Kontakt
  • Professionelle Gesprächsführung anhand einer Meta- Struktur
  • Würdigung der „Landkarten“ des Klienten
  • Aspekte des Erstgesprächs
  • Problembestimmung: Ebenen und Funktion des Problemerlebens, Auswirkungen
  • Zielbestimmung: Kriterien für Ziele, dahinter liegende Werte
  • Auftragsklärung: Erwartungen des Klienten und Interventionsangebote
  • Lösungsgestaltung: bisherige Lösungsversuche, Kriterien für sinnvolle Lösungen, hypothetische Lösungsszenarien
  • Auswirkungen
  • Abschluss: (Rückmeldungen, Aufgaben)
  • Eine vollständige Beratungssitzung, Supervision

 

Neurolinguistische und hypnotherapeutische Kompetenzen

 

Werte- Haltungen, Überzeugungen (Seminar 5)                                                   

 

  • Werte, ausgeblendete Werte und die Werte dahinter
  • „Beziehungsgestaltung“ persönlicher Werte
  • Werte- Hierarchie
  • Überzeugungen als Ursache- Wirkungs- Aussagen
  • Kernüberzeugungen der Identität

 

Die Strategie innerer Prozesse (Seminar 6)

 

  • Mentale Mikro- Strategien als diagnostisches Instrument
  • Grundlagenmodelle zum Verständnis innerer Prozesse/Realitätskonstruktionen
  • Persönliche Denk- und Fühlmuster erkennen
  • Analyse von Problemsequenzen
  • Modellbildung von Fähigkeiten
  • Entwicklung von Lösungsstrategien

 

Gestaltung von Trance- Phänomenen (Seminare 7-10)                                                                

 

  • Grundlagen für Trance- Prozesse: Was ist Trance, Hypnose, das Unbewusste ?
  • Hypnotherapeutische Ansätze
  • Sprachmodelle im Überblick
  • Trance- Induktionen
  • Trance als natürliches, alltägliches Phänomen
  • Zielaussagen, Werte und Meta- Ziele als Grundlage für Trance- Induktionen
  • Kooperation zwischen bewussten und unbewussten Instanzen
  • Bewusst – Unbewusst – Dissoziation, Analoges Markieren
  • Klassische NLP- Prozesse (z.B. Anker verschmelzen) in Trance
  • Problembestimmung und Zielerfüllung auf der Basis der 2- Ebenen- Kommunikation
  • Kommunikation mit einem Symptom oder einer Körper- Instanz
  • Einstreutechnik
  • Utilisation von ideomotorischen Signalen
  • Methoden der Selbsthypnose
  • Problem und Lösung kinästhetisch
  • Symbolisierung von ErfahrungswertenEin Ort der optimalen Selbstentfaltung
  • Arbeit mit Phobien und Allergien
  • Biographisches Arbeiten: Zugang zu prägenden Erfahrungen
  • Umgang mit Zuschreibungen und Eigensuggestionen
  • Spontan- Regression, Zeitlinie
  • vernachlässigtes und kognitives Selbst
  • Re- Parenting, Verinnerlichte Zuweisungen
  • Zeit- Progressions- Methoden
  • Zielerfüllung, Future Pacing
  • Fokussierung auf das Lösungserleben
  • Die Wunderfrage nach De Shazer
  • Variationen der Wunderfrage
  • Einbettung der Wunderfrage in hypnotherapeutisches Setting
  • Gestaltung von Metaphern und Integration in Trance- Prozesse                               

 

 Vernetzung verschiedener Aspekte und Methoden (Seminare 11-12)

 

  • Die Logischen Ebenen als transparentes Instrument für Diagnose und Intervention
  • Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen (Das Problem ist nur ein Teil von mir …)
  • Kompass der Psyche, Komplexe Meta- Programme, Ausbalancieren von Gegensätzen
  • Erweiterte Programme der Quantenpsychologie
  • 3 zentrale Dimensionen innerer Programmierung
  • Ausgleichen von Gegensätzen (Balancieren von Sinnespräferenzen, Submodalitäten, Meta- Programmen, Wahrnehmungspositionen, Persönlichkeits- Anteilen)
  • Abwägen von Zielvarianten und daraus resultierende Verhaltensoptionen
  • Die Frage der Auswirkung von Veränderung und Nicht – Veränderung (Ökologie)
  • Erreichte Erfolge in den gegenwärtigen und zukünftigen Lebenskontext transferieren, daraus resultierende Verhaltensschritte
  • Umgang mit komplexen Verkoppelungen von Informationen
  • Kontextbezogene Anwendung, Supervision

 

Der systemische Ansatz als notwendige Ergänzung von NLP und Hypnotherapie im Beratungs- Kontext

 

Systemisches Arbeiten mit Einzelpersonen (Seminar 13) 

 

  • Ganzheitliches Denken, systemische Grundbegriffe
  • Soziogramm- Arbeit anhand von einschränkenden Überzeugungen und signifikanten Prägungserfahrungen
  • System- Aufstellungen mit Figuren
  • Aufstellung innerer Instanzen mit Figuren
  • Parts Party

 

Systemisches Arbeiten mit Paaren und Familien (Seminar 14)

 

  • Zirkuläre Interviews
  • Werte und Ziele in der Partnerschaft
  • Meta- Spiegel: Analyse von Problemen aus der Dissoziation
  • Paar- Beratung anhand einer Problem- Lösungs- Struktur
  • Satir- Haltungen in Paar- Gesprächen
  • Das Zusammenspiel von persönlichen Mustern in der Partnerschaft
  • Das Verhältnis von persönlichem Freiraum und Gemeinsamkeit
  • Triangulation und pathogene Triaden

 

Skulpturarbeit (Seminare 15-16)

 

  • Repräsentierende Wahrnehmung: Aufstellung mit Repräsentanten
  • Aufstellung von Familiensystemen
  • Familienrekonstruktion mit ALTER EGO
  • Aufstellung von inneren Anteilen
  • Strukturaufstellungen

 

Systemisches Arbeiten mit Gruppen und Teams  (Seminar 17) 

 

  • Aufstellung von Teams, Teamchoreographie
  • Skalierung von Teamprozessen
  • Rollen im Team
  • Phasen der Teamentwicklung
  • Kreative Gestaltung von Team- Prozessen
  • Reflecting Team
  • Kontextbezogene Anwendung, Supervision

 

 

Berater- Profile (Seminar 18)

 

  • Eigenes Rollenverständnis: Erwartungen, Stärken, Werte- Haltungen, Selbstbilder
  • Erarbeiten eines Berater- Profils: was gilt es zu bewahren, was zu verändern ?
  • Entwicklung von Beratungs- Konzepten
  • Fälle aus der Beratungspraxis
  • Live- Prozesse mit Klienten, kontextbezogene Anwendung
  • Zertifizierung  und Abschlussfeier

 

Bildungsscheck

 

Die Ausbildung ist bildungsscheck- berechtigt und wird entsprechend subventioniert. Der Bildungsscheck ist ein Förderinstrument des Landes NRW.
Nach Prüfung der Zulassungsbedingungen übernimmt das Land NRW
einen Teil der Ausbildungskosten. Weitere Infos erhalten Sie auf Anfrage.

 

Zertifizierung

 

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung vergeben wir die Zertifikate:

 

–      NLP- MASTER, DVNLP und

–      MASTER- COACH, DVNLP

–      PSYCHOSOZIALER BERATER, PSYCHOSOZIALE BERATERIN (bei Nachweis eines Practitioner- Zertifikates oder Teilnahme an den Seminaren 1,4,5,7,8 einer NLP- Pract.- Ausbildung)

 

Voraussetzung für die Zertifizierung:

 

Teilnahme an allen Seminaren, eine Live- Supervision vor der Gruppe, Erstellung einer schriftlichen Hausarbeit (Beschreibung des persönlichen Beraterprofils, eines eigenen Konzepts und 3 Falldokumentationen)

 

Gesamtumfang und Kosten

 

–      40 Tage (9 + 17 + 11 + 3)

–      110,- € / Seminartag

 

Termine

 

Grundelemente für die Arbeit mit Klienten

 

15.-16.11.2014     17.-18.01.2015     07.-08.03.2015     25.-26.04.2015     09.05.2015

 

Neurolinguistische und hypnotherapeutische Kompetenzen

 

13.-14.06.2015     15.-16.08.2015     19.-20.09.2015     24.-25.10.2015     14.-15.11.2015          19.-20.12.2015     23.-24.01.2016     27.-28.02.2016     09.04.2016

 

Der systemische Ansatz

 

07.-08.05.2016     11.-12.06.2016     09.-10.07.2016     03.-04.09.2016     29.-30.10.2016

17.12.2016

 

Berater- Profile

 

28.-29.01.2017     25.02.2017

Persönliches

Persönliches

 

Als ich vor mehr als 3 Jahrzehnten meine eigene Selbsterfahrungsreise begann, war ich erstaunt und fasziniert von der Vielseitigkeit menschlicher Erlebnismöglichkeiten.
Mich selbst in unterschiedlichen Kontexten und Rollen als jemand zu erleben, der das, was internal und zwischenmenschlich geschieht, in voller emotionaler und geistiger Präsenz auszudrücken und darzustellen sucht, war eine enorme Bereicherung.

 

Doch schon bald merkte ich, dass mir im Rahmen der damals üblichen Gestalt-, Bioenergetik- und Encounter – Gruppen etwas fehlte.
Ich fing an, mir Fragen zu stellen über Sinn und Funktion von therapeutischen Vorgehensweisen und dem, was dabei heraus kam.

 

Mehr und mehr wurde mir deutlich, dass es sehr wenig Transparenz gab, dass die Therapeuten zwar kluge Menschen waren, die ihr bestes gaben, aber keine Bereitschaft hatten, über die Sinnhaftigkeit ihrer Interventionen zu sprechen.
Mein Bedürfnis war ein ganz einfaches: ich wollte verstehen, auf welche Weise Prozesse (internal und external) ablaufen und auf welche Weise Menschen ihr Denken und Fühlen gestalten.

 

Ich hatte oft das Gefühl, ich müsste meinen Kopf an der Garderobe abgeben, und nur noch bauchgesteuert durch das weite Land der Erfahrungen reisen.

 

Ein weiterer Faktor meines Unbehagens war das Erleben, dass individuelle Verhaltensweisen in der Gruppe von außen (vor allem von den Therapeuten) auf eine sehr stark wertende Weise interpretiert wurden, was oftmals in eklatantem Widerspruch stand zu der Wahrnehmung desjenigen, um den es ging.
Ich hatte vielfach das Gefühl fehlender Wertschätzung.

 

Es gab Gruppen, in denen wenig Zeit genommen wurde, einzelne Teilnehmer zu verstehen. Schon wenige Hinweise von seiten des Klienten reichten dem Therapeuten aus, eine umfangreiche, manchmal weltumfassende Analyse und Bewertung des Themas abzuliefern.

 

In dieser Phase meiner Entwicklung (Mitte der 80er Jahre) hörte ich in einem Vortrag von NLP.
Ein Körpertherapeut berichtete darüber, wie NLP ihm Strukturen lieferte, um therapeutisches Vorgehen zu verstehen.
Damit war mein Interesse geweckt.

 

Ich begann, mich mit NLP zu beschäftigen; zuerst theoretisch, doch sehr schnell auch in Form von Ausbildung. Was mich eine Zeitlang davon abhielt, eine Ausbildung zu beginnen, war das „P“ im Namen der Methode.

 

Programmieren im Sinne einer direktiv manipulativen Einflussnahme von aussen, war nun überhaupt nicht das, was ich suchte.
Ich musste jedoch sehr schnell feststellen, dass die Übersetzung „Neurolinguistisches Programmieren“ auf einige Anbieter im wörtlichen Sinne zutraf.
Diese zeichneten sich durch besonders trickreich – manipulative Haltung aus.
Ohne den Klienten zu fragen, wurde da kinästhetisch geankert, wurden „Trancen“ eingeleitet, oder Verhaltensvorschriften gemacht.

 

Davon habe ich mich aufgrund meiner Vorerfahrungen schnell distanziert.
Ich war auch von Anfang an davon überzeugt, dass diese direktiven Haltungen mit den Grundannahmen der Methode nicht vereinbar waren.

 

Was ich inhaltlich lernte, was NLP an kreativer Vielseitigkeit bot, gefiel mir, sowohl auf der Ebene von Selbsterfahrung, als auch in Hinblick auf die Strukturierungsmöglichkeiten von Erfahrungswerten.

 

Und es ging ja auch um eine grundlegende Wertschätzung der Einzigartigkeit eines Menschen und seiner individuellen Landkarten.
Um sich dem Wahrnehmungsmodell eines anderen Menschen annähern zu können, – und das waren für mich spannende Lernprozesse – braucht es Offenheit (und offene Sinneskanäle), Flexibilität und die neugierige Haltung eines Forschers, der gerade dabei ist, seinen Fuß auf ein unbekanntes Terrain zu setzen.

 

Ich lernte NLP als ein integratives Verfahren kennen, das aus dem reichhaltigen Repertoire unterschiedlicher therapeutischer Ansätze schöpft.

 

Um mich fachlich und methodisch breiter aufzustellen, lernte ich nach Abschluss meines Studiums der Sozialarbeit in 1985 und einigen Semestern in Pädagogik (RWTH Aachen) und Psychologie (Uni Köln) neben NLP systemische Therapie und Supervision, klinische Hypnose, lösungsorientierte Therapie und pädagogische Psychotherapie.

 

Seit 1994 biete ich als NLP – Lehrtrainer DVNLP Ausbildungen auf allen Stufen an.

 

Seit 1995 habe ich die amtliche Erlaubnis als Heilpraktiker für Psychotherapie und seit 2001 bin ich Inhaber des europäischen Zertifikates für Psychotherapie.

 

Als SYSTEMISCHER SUPERVISOR bin ich seit 1996 in allen Praxisfeldern der Sozialarbeit und in verschiedenen Beratungs- und Therapiekontexten unterwegs.

Fall-, Team- und Einzel- Supervision (mit Mitarbeitern und Leitern sozialer Einrichtungen und selbständigen Sozialarbeitern, Pädagogen, Psychologen, Therapeuten) gehören zu meinem Repertoire.

 

Als LEHRTHERAPEUT und LEHRCOACH biete ich seit vielen Jahren Weiterbildungen für Menschen aus dem psychosozialen Bereich an. Hier liegt der Schwerpunkt in der Vermittlung von “professionellen Beratungskompetenzen”.
Konkrete Informationen zu den Aus- und Weiterbildungs- Angeboten finden Sie unter Seminare.

 

Als THERAPEUT, BERATER, COACH und SUPERVISOR arbeite ich seit 1996 in eigener Praxis.

Im therapeutischen wie im beraterisch- supervisorischen Setting hat die Wertschätzung des Klienten oberste Priorität.

 

Weitere Infos finden Sie auf den Seiten

 

www.RalfSavelsberg.de

www.zu-sich-selbst-reisen.de

NLP

NLP steht im Institut für NEUROLINGUISTISCHE PSYCHOLOGIE.

 

NLP basiert auf den Erkenntnissen der Systemtheorie, der Linguistik, der Neurophysiologie und ist die Essenz aus verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen:
Gestalt, Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, systemisches Arbeiten, Psychoanalyse.

Wie jede andere wissenschaftlich begründete Disziplin entwickelt sich NLP im Rahmen von Forschungsprojekten ständig weiter.

 

NLP entstand Anfang der 70er Jahre aus der Beobachtung und sorgfältigen Analyse der herausragenden therapeutischen Fähigkeiten vor allem von Virginia Satir, Fritz Pearls und Milton Erickson.
Durch das Erkennen und Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten in den therapeutischen Interventionen und den Sprachmustern ist es gelungen, Modelle für erfolgreiche Kommunikation und Persönlichkeitsentfaltung
zu entwickeln, und diese in leicht vermittelbare und erlernbare Strukturen zu fassen.

 

NLP befasst sich mit den Strukturen subjektiver Erfahrung.
Hier geht es im wesentlichen um die prozesshafte Beschreibung dessen, wie die inneren persönlichen „Landkarten“ beschaffen sind, welche Faktoren das Erleben steuern

  • wie Menschen sich selbst und ihre Umwelt wahrnehmen
  • wie Menschen miteinander kommunizieren
  • wie Informationen / Erfahrungen bewertet und interpretiert werden
  • welche Werte und Überzeugungen relevant sind
  • wie die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten beschaffen ist
  • welche Kompetenzen genutzt werden können
  • welche Verhaltensoptionen daraus resultieren
  • wie Beziehungen gestaltet werden
  • wie Lernprozesse ablaufen
  • welche Veränderungsmöglichkeiten auf welche Weise initiiert werden können
  • wie Kommunikation nach innen und nach außen verbessert werden kann
  • wie persönliche Entwicklung „ökologisch“ gestaltet werden kann.

In den NLP- Ausbildungen lernen Sie, Ihr eigenes Repertoire spielerisch zu erweitern und Wahlmöglichkeiten zu schaffen, die Ihre gewohnten Denk, Fühl, und Verhaltensmuster auf erstaunliche Weise bereichern.

 

Die Ausbildungen bieten Ihnen eine Palette von effektiven Methoden

  • für kreative Persönlichkeitsentwicklung
  • für zielorientiertes Handeln
  • für die Gestaltung von Kommunikationsprozessen
  • für die Schulung der eigenen Intuition
  • für Beziehungsgestaltung
  • f ür eine Verfeinerung des Selbstbewusstseins
  • für Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein

Sie werden in den Seminaren u.a. erfahren, wie Sie die Wahrnehmung für sich selbst und andere verbessern

  • größere Bewusstheit erlangen über die Prozesse, die das eigene Erleben steuern
  • größere Flexibilität in Kontakt und Kommunikation gewinnen
  • sich leichter auf die individuelle Realität eines Kommunikationspartners einstellen
  • sich von Ängsten und Blockaden lösen
  • alte Verletzungen heilen
  • gewünschte Veränderungen ganzheitlich und im Einklang mit Ihrer Umgebung erreichen.

Die NLP Ausbildungen im Institut können Sie für berufliche Qualifikation nutzen in den Bereichen

  • Beratung / Psychotherapie
  • Coaching
  • Training

Weitere Informationen finden Sie unter Seminare.

Herzlich Willkommen

Herzlich willkommenPartner_Logos Kopie

 

Auf diesen Seiten finden Sie reichhaltige Information zu folgenden Angeboten:

Psychotherapie, Supervision, Coaching, Seminare (Aus- und Weiterbildung):

 

  • Zertifikatsausbildung NLP- PRACTITIONER DVNLP
  • Kombinierte Zertifikatsausbildung NLP- MASTER DVNLP und MASTER- COACH DVNLP
  • KOMPETENT BERATEN:
    Neurolinguistische, lösungsorientierte, hypnotherapeutische und
    systemische Kompetenzen in Beratung und Therapie
  • Zertifikats- Ausbildung: PSYCHOSOZIALE BERATUNG
  • Weiterbildungs- Module zur DVNLPt- Anerkennung:
    NEUROLINGUISTISCHE PSYCHOTHERAPIE
  • HYPNOTHERAPIE
  • TEAMKOMPETENZ
  • SELBSTERFAHRUNG

 

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, in Artikeln, die in den letzten Jahren in verschiedenen
Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, und in Literaturempfehlungen zu blättern.

 

Weitere Infos und Seminarangebote finden Sie unter

 

www.RalfSavelsberg.de

www.zu-sich-selbst-reisen.de

www.Der-Öffentliche-Raum.de

www.Netzwerk-PlanB.de