Schlagwort-Archive: subjektive Konstruktionen der Wirklichkeit

Institut

Philosophie

 

Die therapeutischen Angebote und die Seminarkonzepte des Institut basieren auf den Grundideen des „Sozialen Konstruktivismus“.
Im konstruktivistischen Denken geht man davon aus, dass es keine vom Beobachter unabhängige Wirklichkeit gibt und dass Menschen ihre Wirklichkeit (nämlich das, was wirkt) selbst „konstruieren“. Einer der Wegbereiter des Konstruktivismus, Heinz von Foerster, beschreibt das so:

Es ist doch ein unglaubliches Wunder, das hier stattfindet.
Wenn man nur für einen Moment sagt:
Das bist du, der diese Sicht der Welt produziert, das ist nicht draußen, das ist nicht irgendeine sogenannte objektive Wirklichkeit, auf die man sich beziehen kann.

Der Vorgang der „Konstruktion“ von subjektiven Wirklichkeiten ist der von Interpretation und Bedeutungsgebung. Gegenstand der Interpretation ist die geistige, emotionale und soziale Nahrung, die im Leben aufgenommen wird.
Die auf diese Weise geschaffenen inneren Bewertungs- Systeme kann man sich vorstellen wie  „Innere Landkarten“. Sie dienen der Orientierung.

Wenn man beginnt, sich mit den „subjektiven Konstruktionen der Wirklichkeit“ zu beschäftigen, in dem man bestimmte Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster überarbeitet, verändert oder erweitert, so ist man dabei, einen kreativen Lernprozess zu initiieren.
Ein Nebeneffekt dieses Prozesses ist, dass Menschen wieder mehr Verantwortung für sich selbst tragen.

Man kann nicht mehr andere verantwortlich machen für das, was man sieht, denn man ist ja selbst derjenige, der diese Sicht konstruiert.
Die Menschen erhalten ihre Verantwortung in größtmöglichem Maße wieder zurück, können sie nicht an irgendeine übergeordnete Instanz oder irgendwelche äußeren Umstände abschieben. Sie werden Beteiligte.