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Hypnotherapie 2

Hypnotherapie 2

 

In der hypnotherapeutischen Fachwelt werden unter „Hypnose“ alle Kommunikations- und Interaktionsprozesse verstanden, die rituell eingesetzt werden, um bestimmte Erlebnis- und Bewusstseinszustände anzuregen, die allgemein als Trance – Zustände bezeichnet werden.

 

Trance – Phänomene werden in unserer Kultur üblicherweise beschrieben als Zustände tiefer Entspannung und nach innen gerichteter Aufmerksamkeit.
In diesem Verständnis ist die nach außen bezogene Aufmerksamkeit und Alltagswirklichkeit ausgeschaltet.
Mit geschlossenen Augen ist der Klient abwesend von der äußeren Realität. Um die Trance auszuleiten braucht es eine Reorientierungsphase im Sinne eines Umschaltprozesses auf Wachbewusstsein und Wahrnehmung der Alltagswirklichkeit.

 

Anthropologische und ethnologische Studien zeigen, dass seit mindestens 10 000 Jahren in allen Kulturen Trance – Phänomene im Kontext von Heilungsritualen und religiösen Zeremonien genutzt wurden.
Trance – Rituale dienten einem Ziel und hatten von daher sehr unterschiedliche Gestaltungsformen.
Im Zeitalter der Jäger- und Sammler- Kulturen ging es weniger um Entspannungszustände.
Vielmehr wurden Formen der dynamischen Interaktion mit Gesang und Tanz genutzt, um sich z.B. auf die Jagd vorzubereiten.

 

Angesichts dieses Wissens wäre es durchaus ratsam, das Verständnis über Trance- Prozesse in unserer Kultur zu erweitern. Entspannungstrancen können sehr wohltuend wirken, sind aber kein Allheilmittel.
Es gibt eine Vielzahl von anderen Erlebniszuständen, die mit einem Maß von mehr oder weniger intensiv ausgeprägter Spannung einhergehen.
Um hypnotherapeutisch zu arbeiten, können wir uns erlauben, Trance als zieldienliche Intervention zu sehen und die ganze Vielfalt gewünschter Erlebnismöglichkeiten zu nutzen.

 

Ein amerikanischer Wissenschaftler namens Beahrs hat sich in den 80er Jahren die Mühe gemacht, unterschiedliche Definitionen von Trance und Hypnose zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten herauszufiltern. Er ist zu folgenden Ergebnissen gekommen:

 

  • In der Trance herrscht „unwillkürliches Erleben“ im Sinne von „es geschieht von selbst“ vor.
  • Bei der Induktion wird im Spektrum des Erlebens von willkürlicher Kontrolle zu mehr unwillkürlicher Selbststeuerung des Organismus übergeleitet.
  • Trance ist ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Erleben bzw. ein Zustand des Absorbiertseins von einem bestimmten Erleben. (Das wird im übrigen auch dem Erfinder des Wortes „Hypnose“, James Braid, gerecht, der 1842 den Namen „Monoideismus“ prägte.)
  • Subjektiv werden die Prozesse als „automatisch“ ablaufend wahrgenommen und können auch als „Flow – Erlebnisse“ bezeichnet werden.

 

Trance ist ein natürliches, alltägliches Phänomen.
Unwillkürliche Prozesse sind schneller, wirksamer, ökonomischer als bewusste Abläufe und ihnen in allen Belangen überlegen.
Das zeigt sich deutlich bei der Betrachtung von Symptomen:
die Kraft des willkürlichen Wollens hat meistens keine Chance gegen die unwillkürlichen Prozesse.

 

Symptome, unter denen ein Mensch leidet, sind geradezu dadurch charakterisiert, dass man sie auf bewusster, willkürlicher Ebene nicht steuern kann und dass sie sich auf unwillkürlicher Ebene machtvoll durchsetzen.
Viele Klienten nehmen ihr bewusstes „Ich“ als Opfer eines unwillkürlichen „Es“ wahr.
Verständlicherweise werden unwillkürliche Prozesse in Folge dessen als bedrohlich erlebt.
Es werden (Lösungs-) Versuche gestartet, das Bedrohliche zu bekämpfen.
Viele Aufträge in Therapie- und Beratungs- Kontexten beinhalten den Wunsch,
dass man gemeinsam (Therapeut/Berater und Klient) mit vereinten Kräften den gewünschten Sieg davon trägt.

 

Geht man als Therapeut/Berater auf solche Aufträge ein, lernt man sehr schnell die Macht des Unbewussten kennen. Meistens bewirken die bewussten Bekämpfungsversuche lediglich eine Verstärkung der Problemerlebens.

 

Steven Gilligan und Gunther Schmidt haben in den 90er Jahren den Begriff „Problemtrance“ oder „Symptomtrance“ kreiert, um zu verdeutlichen, dass Symptomprozesse ähnlich ablaufen wie Trance – Induktionen.
Wer ein Problem hat (oder wen ein Problem hat ?) weiß um die Hilflosigkeit, die entsteht, wenn man versucht, ein unwillkürliches Geschehen willkürlich zu verändern.

 

Prozesse, die außerhalb der bewussten Kontrolle ablaufen, zeigen sich der bewussten Wahrnehmung auf dem Wege der Unwillkürlichkeit.
Will man den Wert solcher Prozesse und der damit zusammenhängenden Signale verstehen,
so impliziert das auch einen wertschätzenden Umgang.
Und das würde bedeuten, dass der bewusste Verstand eine wertschätzende kooperative Haltung zur unbewussten/unwillkürlichen Seite entwickeln würde.

 

„Ich“ und „Es“ sind dann in einem kooperativen Miteinander.
Für den bewussten Verstand ist das eh das Beste, sonst würde er auf ziemlich verlorenem Posten dastehen:
die moderne Hirnforschung kann überzeugend nachweisen, dass praktisch jeder Entscheidungsprozess zunächst schon auf unbewusster Ebene insbesondere im Bereich des limbischen Systems vorentschieden ist, bevor er ins Bewusstsein dringt.

 

Das Primat des aufgeklärten, rationalen Denkens ist schlicht eine Illusion.

 

Auf das limbische System zu hören ist die klügste Verhaltensweise überhaupt.
Die Ebene des Verstandes und der Vernunft bildet sich in der Hirnentwicklung erst sehr spät aus und
erhält auch nie einen im wahrsten Sinne entscheidenden Einfluss auf das Verhalten.
Das limbische System benutzt sprichwörtlich den Verstand, um komplexe Situationen differenziert bewerten zu können, gibt aber nie die Letztentscheidung ab.
Der die Entscheidungen fällende „Vorstand“ des Systems sitzt im limbischen System.
(Roth 2003)

 

Der Begriff des „Unbewussten“ ist sehr vage und macht nur Sinn in der Unterscheidung zum „Bewussten“ (sowie die Bezeichnung „Trance auch nur Sinn macht in der Unterscheidung zu dem Erleben, von dem es unterschieden werden soll, nämlich vom „Wachbewusstsein“).
Das Unbewusste erhält zusätzlich Bedeutung durch die Art der Konnotation:

 

In der Freud´schen Sicht ist das Unbewusste der Bereich für alles Triebhafte und Verdrängte. Logischerweise plädiert er für eine größtmögliche Bewusstmachung, so dass „Es“ bewusst gehandhabt und kontrolliert werden kann:

 

Wo ES war, soll ICH werden …

 

Ganz anders ist der Begriff des „Unbewussten“ bei Erickson konnotiert:
Das Unbewusste wird hier gesehen als der Bereich, der die Gesamtheit der Lernprozesse,
Ressourcen und persönlichen Kompetenzen beinhaltet.
„Wie eine liebevoll fürsorgliche Mutter“ steuert das „Unbewusste“ nicht nur alle
unwillkürlichen physiologischen Prozesse des Menschen, sondern auch die seelischen Prozesse und deren Wechselwirkung mit körperlichen Abläufen.

 

Auch wenn die unwillkürliche Seite (also dieses intuitive Wissen) sich oft für den bewussten Verstand auf eine eher befremdliche und unverständliche Weise ausdrückt, nämlich in Form von Bildern, Empfindungen, mehr oder weniger diffusen Gefühlen,
– eben in vorsprachlich sinnesspezifischer Weise (VAKOG) – wird hier für eine wertschätzende Kooperationsbeziehung zwischen dem bewussten Verstand und der intuitiven Seite geworben.

 

BEWUSSTSEINWillkürlich
Ich mache

Gewohnheitswirklichkeit
Willkürliches Denken
ICH

UNBEWUSSTESUnwillkürlich
Es geschieht

Sitz der Kompetenzen/Potentiale/Ressourcen
Unwillkürliches Denken
ES, Intuition, Organismus

 

Für die konkrete Anwendung von Trance – Interventionen ergibt sich aus dem oben gesagten eine systemische Logik:

 

  • Eine optimale Trance entsteht durch eine optimale Beziehungsgestaltung.
  • Es geht um
    – eine kooperative Wertschätzung
    – ein sowohl als auch
    – eine Kommunikation auf der bewussten und auf der unbewussten Ebene.

 

Im therapeutischen Verständnis ist in Trance- Zuständen die Aufmerksamkeit meist nach innen gerichtet.
Für den Klienten bedeutet das ein ganz persönliches, sinnliches Erleben im Innern.
In unserer „linkshemisphärischen“ Kultur geschieht es häufig, dass Menschen den Kontakt zu ihrem Inneren Selbst verloren haben. Deshalb ist das Ziel von Trance-Arbeit, äußere Programmierungen bzw. bewusste Einstellungen und erlernte Gewohnheiten,
die blockierend gegenüber dem Unbewussten wirken, aufzulösen, damit sich die Botschaften des Unbewussten entfalten können.

 

Es geht darum,

 

  • die Dinge wie von selbst geschehen zu lassen
  • vom eigenen Inneren zu empfangen
  • Berührung mit dem inneren Selbst zu erleben
  • den Wert der einzigartigen inneren Erlebnisse zu erkennen
  • ein bislang unerkanntes Potential wirksam werden zu lassen, um dadurch intensiver und einfühlsamer lernen zu können.

 

Milton Erickson hat die Begrifflichkeiten TRANCE, UNBEWUSSTES und BEWUSSTSEIN
wie folgt in Zusammenhang gestellt:

 

Das Unbewusste ist ein Hersteller von Informationen.

Das Bewusstsein ist ein Verbraucher.
Trance ist ein Vermittler zwischen ihnen.

In sich hinaus (Haltungen in der Hypnotherapie)

In sich hinaus
(Wege und Haltungen in der Hypnotherapie)

 

Hypnose – Klischees

 

Wer kennt sie nicht, die Szenen aus alten amerikanischen Krimis,
in denen ein bösartiger Hypnotiseur seine Kunden zur Verwirklichung eigener egoistischer und meist materieller Ziele missbraucht,
indem er seinen Opfern posthypnotische Aufträge erteilt …

Wer kennt nicht die alten Hypnose-Formeln, die Schlaf induzieren und Heilung „wie im Schlaf“ versprechen:
… und Ihre Augenlider werden immer schwerer, schwer wie Blei, und Sie haben jetzt schon das Bedürfnis, Ihre Augen zu schließen,
um in einen angenehmen schläfrigen Zustand hineinzugleiten … und wenn Sie wieder aufwachen, dann sind Ihre Probleme gelöst …
In meiner eigenen psychotherapeutischen Praxis begegne ich fast täglich den gängigen, alten Klischees von Hypnose.
Diese sind oft gepaart mit sehr hohen Erwartungen an ein Expertentum, das die volle Verantwortung für die Symptomatik übernimmt.

 

2 (Klienten)- Haltungen sind hierbei relevant:

  • Der Klient glaubt, dass er selbst für seine Heilung nichts tun kann.
    Das Problemerleben „geschieht ihm“ und wird als nicht beeinflussbar oder veränderbar wahrgenommen.
    Er sucht also einen Experten auf in der Hoffnung, dass dieser eine professionelle Verantwortung dafür übernimmt und das Problem beseitigt.
  • Der Klient glaubt, dass er selbst nichts zu tun braucht.
    Er hofft, dass nach einem vom Therapeuten erzeugten hypnotischen Schlaf die Probleme gelöst sind und
    er (wohlgemerkt ohne Probleme) sein Leben so weiterführen kann wie bisher.

Einen „Haken“ hat diese Einstellung allerdings:

Je mehr Verantwortung der Klient abgibt, um so mehr wächst auch seine Angst vor dem Unbekannten, vor dem, was während er „schläft“, eine andere Person mit ihm macht, und vor dem, was aus den Tiefen seiner Seele aufsteigen könnte, das ihn vielleicht nachhaltiger beschäftigt als das Ausgangsproblem.
Diese brisante Ambivalenz aus einem tiefen Wunsch, endlich mal keine Verantwortung mehr tragen zu müssen und der Angst vor Manipulation und den eigenen „Dämonen“ schafft eine Ausgangssituation, in der hypnotherapeutisches Arbeiten erst einmal erschwert ist.
Woher kommen nun diese Hypnose – Klischees ?

Tatsächlich ist es so, dass bis zum heutigen Tag in vielen Schulen und Praxen ein „autoritärer Ansatz“ praktiziert wird.
Charakteristisch für diesen Ansatz sind folgende Faktoren:

  • Der Therapeut ist „wissend“, der Klient ist „unwissend“
  • Der Therapeut als Hypnotiseur hat Macht über den Klienten
  • Das Unbewusste ist eine Art „tabula rasa“, in die Suggestionen von außen eingepflanzt werden
  • Die Heilung kommt von außen

Man muss wissen, dass dieses Denken ein altes Denken ist und seine Wurzeln in feudalistischen Zeiten hat.
Zu diesem Denken gehört auch der (Aber-) Glaube, dass nur der Therapeut in der Lage ist,
die Symptomatik des Klienten aufzuheben.
Dies tut er eben mit Suggestionen, die er an die Adresse des „Unterbewusstseins“ schickt, in der Hoffnung, dass sie dort ihre heilende Wirkung tun.
Eine kompetenzorientierte Sicht fehlt hier vollständig.
Die Einzigartigkeit des Klienten und die Fähigkeit, Veränderungsprozesse autonom gestalten zu können, werden nicht berücksichtigt.

Ein keineswegs zu unterschätzender Faktor für die Angst des Klienten vor Hypnose ist die weit verbreitete, auf Sigmund Freud zurückgehende Konzeption des „Unbewussten“:
Freud hat im Unbewussten den Sitz verdrängter neurotischer Triebhaftigkeit gesehen, eine Art
„Sondermülldeponie für seelische Auslagerungen“.
Die Frage sei hier erlaubt, wer sich freiwillig gerne auf eine mit Befürchtungen und von Angst besetzten „Unterwelt“ einlassen mag. Aus der heutigen modernen Sicht ist es allzu verständlich, dass es angesichts eines solchen Glaubens Widerstände beim Klienten gibt.

 

Hypnose aus heutiger Sicht

 

Orientiert an den Erfahrungswerten Milton Ericksons und seiner Schüler steht heute ein kooperativer Ansatz im Vordergrund, gekennzeichnet durch das Wissen, dass sowohl der Therapeut, als auch der Klient,
als auch die Beziehung zwischen beiden autonome Systeme sind,
die gemeinschaftlich in größtmöglicher Transparenz zusammenwirken.
In diesem Verständnis entwickelt sich Trance aus einem Erleben zwischenmenschlicher Begegnung,
auf der Basis von Vertrauen und entsprechend den getroffenen Vereinbarungen.

Erickson begründete durch seine Arbeit eine neue Sicht, die der von Freud widersprach:
Das „Unbewusste“ ist nun nicht mehr der Bereich für verdrängtes Material, sondern ein Bereich,
der dem „Bewusstsein“ weit überlegen ist und die Gesamtheit der Lernprozesse,
Ressourcen und persönlichen Kompetenzen beinhaltet.
„Wie eine liebevoll fürsorgliche Mutter“ steuert das „Unbewusste“ nicht nur alle unwillkürlichen physiologischen
Prozesse des Menschen, sondern auch die seelischen Prozesse und deren Wechselwirkung mit körperlichen Abläufen.

 

Einige Grundüberzeugungen von Milton Erickson:

  • Jede Person ist einzigartig. Darin liegt ihre Würde.
  • Jede Person hat Entwicklungsressourcen.
  • Trance stärkt und erweitert die Ressourcen.
  • Trance ist ein natürliches Phänomen.
  • Zukunftsimaginationen sind hilfreich, wenn sie in Bezug zu Bedürfnissen in der Gegenwart stehen.
  • Fokussierung von Aufmerksamkeit auf das gewünschte Erleben (Future Pace) unterstützt die Effektivität des Prozesses.
    Dabei hilft besonders die Aktivierung von unwillkürlichem Erleben.
  • Menschen verändern sich vor allem durch Erfahrungen.
  • Der bewusste Verstand ist sehr klug und weise, doch das Unbewusste ist um ein vielfaches weiser.
  • Das Unbewusste ist ein Hersteller von Informationen, das Bewusstsein ist ein Verbraucher,
    Trance ist ein Vermittler zwischen ihnen.

Der kooperative Ansatz beruht auf der Flexibilität, sich auf jeden Menschen neu einstellen zu können und
therapeutische Intervention an den Bedürfnissen und Zielen des Klienten auszurichten.

Ein zentrales Prinzip der Erickson´schen Hypnotherapie ist das der „Utilisation“:
Man versteht darunter die zieldienliche Nutzbarmachung von hilfreichen Aspekten
aus dem subjektiven „Modell der Welt“ des Klienten.

 

Utilisation bezieht sich auf eine Vielzahl von Aspekten aus dem Bezugsrahmen des Klienten:

  • die Haltung
  • die Denk- und Fühlmuster
  • Die Lebens – Kontext – Bedingungen, die Beziehungen
  • Sternstunden, Stärken, Erfolgserlebnisse, Fähigkeiten, Qualitäten
  • Werte und Überzeugungen
  • Selbstbilder
  • Erfahrungen von Gemeinschaft und Zugehörigkeit

 

 

Was ist nun eigentlich Trance ?

Viele Bücher sind in den letzten Jahrzehnten darüber geschrieben worden, kontrovers oder sich ergänzend.
In den 90er Jahren hat der Amerikaner Beahrs vergleichende Studien in der Hypnose – Literatur angestellt.
Es ging ihm darum, herauszufinden,
welche Beschreibungen von Trance – Phänomenen in allen Ausführungen übereinstimmen.
Er kam zu dem Ergebnis, dass Trance – Phänomene sich dadurch auszeichnen, dass
„Es geschieht“ – ganz unwillkürlich, (im Gegensatz zu dem „Ich mache“ – willkürlich – auf der bewussten Ebene).

Trance ist also

  • ein Prozess der systematischen Fokussierung von Aufmerksamkeit, vor allem auf der unwillkürlichen Ebene.
  • ein aktiver Prozess unbewussten Lernens (im Gegensatz zu bestimmten Auffassungen der Hypnose als eines passiven und regressiven Zustands, in dem der Klient ein Automat unter
    der Kontrolle des Hypnotiseurs ist).

Das Sich – hinein – begeben in einen Trance – Zustand geschieht durch eine Veränderung der Wahrnehmung: von willkürlich zu unwillkürlich.

Das Ziel von hypnotherapeutischer Arbeit ist es, die als problematisch erlebten Verhaltens- und Erlebensmuster
(auch blockierende Programmierungen im Sinne von Überzeugungen, Zuschreibungen, Selbstverurteilungen usw.)
auf effektive Weise entsprechend den Bedürfnissen und Zielen des Klienten zu verändern.

Hierbei hat der Klient die Autorität für die Lösungsdefinition.
Man geht davon aus, dass jeder Mensch ein reichhaltiges Repertoire von Denk-, Fühl- und
Verhaltensmöglichkeiten erlernt hat. Potentiale für Veränderung müssen nicht erst neu gelernt werden,
sondern sind bereits aufgrund vielfältiger Erfahrungen gespeichert.
Das Hauptaugenmerk einer lösungsorientierten hypnotherapeutischen Arbeit liegt nicht auf Diagnostik von
pathologischen Phänomenen, sondern auf der Frage,

  • wie Veränderung gelingen kann
  • wie vorhandene Ressourcen / Kompetenzen genutzt werden können und
  • wie Potentiale zieldienlich vernetzt werden können

Lösungserleben ist assoziiertes Erleben, also Erleben mit allen Sinnen.

Legt man die Vergleichsstudien von Beahrs den weiteren Betrachtungen zugrunde,
so stellt man fest, dass die gleichen Kriterien, die für Trance – Phänomene benannt sind,
auch für die Erlebnismuster gelten, die Klienten als problematisch beschreiben.

 

Symptome werden vom Klienten oft erlebt als nicht beeinflussbar und nicht steuerbar:

  • Es“ (das Problem) geschieht ganz unwillkürlich.
  • Die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf das Problemerleben und seine Peripherie absorbiert so viel Energie,
    dass der Klient keine Möglichkeit sieht, aus eigener Kraft da raus zu kommen.
  • Und es gibt einen entscheidenden Eskalationsfaktor: das als „Problem“ identifizierte Erleben wird vom Klienten und
    auch von äußeren Instanzen (z.B. durch pathologiebezogene Diagnostik) interpretiert und beurteilt.
  • Diese Interpretationen sind meist wenig förderlich für einen Heilungsprozess.
  • Sie wirken eher problemstabilisierend, in dem sie die Aufmerksamkeit immer wieder auf das „Problematische“ und Ungelöste richten.
  • Sie wirken wie eine professionelle Trance – Induktion.

 

In den 80er Jahren haben die Erickson – Schüler Steven Gilligan und Gunter Schmidt den Begriff der „Problemtrance“ geprägt.
Danach werden Probleme als Trance – Phänomene beschrieben, da sie das Kriterium der unwillkürlich
Aufmerksamkeitsfokussierung und der Assoziation in das Problemerleben erfüllen.

 

 

„Problemtrancen“

Man kann davon ausgehen, dass im „Unbewussten“ alle biographischen Erfahrungen und die persönlichen Bewertungen
dieser Erfahrungen gespeichert sind.
Sie dienen dazu, die Gegenwart zu beurteilen, oder anders formuliert:
zur Interpretation gegenwärtiger Erfahrung werden die „Landkarten“ der Vergangenheit zu Hilfe genommen.
Das Unbewusste liefert mittels Innerer Filme und der entsprechenden Inneren Dialoge die notwendigen Zutaten für
das Erleben und dessen emotionaler Bewertung.

Man weiß heute, dass innere Bilder und Gedanken nicht nur emotionale Auswirkungen haben, sondern eine innere
physiologische Wirklichkeit schaffen.
Die Auswahl der inneren Bilder und Kommentierungen kann als eine Art selbsthypnotischer Prozess verstanden werden
und ist Bestandteil einer hoch – komplexen menschlichen Wahrnehmung.
In Bezug auf die Auswirkungen, hängt es davon ab, welche Bilder und welche Gedanken dominant sind.

 

2 Beispiele möchte ich an dieser Stelle anführen:

  • Wenn ein Klient sich innerlich eine katastrophale Zukunft ausmalt,
    ist die emotionale und physiologische Reaktion offensichtlich. Angst ist die Folge.
  • Ein Klient, der den Glauben in sich trägt, nichts wert zu sein, wird in unterschiedlichen Kontexten entsprechende innere Kommentierungen aktivieren, die den Glauben bestätigen.
    Es wird eine „Wirklichkeit“ mit weit reichenden persönlichen und sozialen Auswirkungen geschaffen.

 

 

Lösungsansätze

Die Klienten haben meist die Absicht, ihr Problem in den Griff zu kriegen, es zu beseitigen,
den inneren Automatismus von Problem – Sequenzen zu stoppen …
Dies wird versucht durch bewusste (und willkürliche) Einflussnahme, was selten gelingt.

 

Auf professioneller Ebene hat man jahrzehntelang die Haltung vertreten, dass die bewussten Instanzen mit all ihren exzellenten Beurteilungsmechanismen angesichts eines Lösungsprozesses eher störend wirken.

 

Man hat also Techniken entwickelt (z.B. „Konfusionstechniken“), die den bewussten Verstand beschäftigen sollten,
so dass ein „ungehinderter“ Kontakt zum „Unbewussten“ möglich wird.

 

Allerdings ist diese Vorgehensweise nicht gerade wertschätzend, da ja eine Instanz des Klienten (das „Bewusstsein“) ausgeschaltet wird, um mit einer anderen Instanz des Klienten (dem „Unbewussten“) kommunizieren zu können.

 

Das wäre ungefähr so, als wenn man in einer Paartherapie den einen Partner auffordert, Mathematikaufgaben zu lösen, und seine ganze Aufmerksamkeit darauf zu richten, während man mit dem anderen Partner „ungestört“ über die Beziehungsproblematik spricht. Hier ist Parteinahme am Werk.

 

Im hypnotherapeutischen Setting hat diese Arbeitsweise einen entscheidenden Nachteil.
Das „Ausschalten“ des Bewusstseins würde für den Klienten einen Kontrollverlust bedeuten,
was wiederum Widerstand hervorrufen könnte.
Man müsste also besonders trickreich und raffiniert vorgehen, so dass der Klient (und sein bewusster Verstand) es gar nicht merkt, dass er gerade „hintergangen“ wird.

 

In der systemischen Therapie wird der Grundsatz der „Allparteilichkeit“ propagiert.
Damit ist eine wertschätzende Haltung allen beteiligten Instanzen gegenüber gemeint.

 

Legt man diese Idee zu Grunde und sieht sowohl das „Bewusste“ als auch das „Unbewusste“
als innere Instanzen oder als Persönlichkeitsanteile an, so kommt man zu dem Schluss,
dass eine wertschätzende Kooperation zwischen dem bewussten Denken und Handeln und den
unwillkürlichen Prozessen sinnvoll ist.

 

Der „kooperative Ansatz“ beinhaltet somit die Kooperation zwischen Therapeut und Klient und
die Einladung zur Kooperation zwischen den inneren Anteilen.

 

Das „Unbewusste“ / der Organismus / die Intuition / die innere Weisheit … wird zum Kooperationspartner des bewussten Verstandes.

 

Angesichts von „Problemtrancen“ ist es für den Klienten sehr hilfreich, erst einmal aus diesem Erleben herauszukommen, einen emotionalen Abstand zu haben und eine Beobachter – Position einzunehmen. Eine Einladung zu einer solchen Dissoziation wirkt de – hypnotisierend.

 

Bei dem Prozess der De – Hypnotisierung ist der Weg von „unwillkürlich“ nach „willkürlich“.
Das kann ein Verstehen der Zusammenhänge, ein Anschauen von prägenden Erfahrungen und signifikanten Ereignissen bedeuten.
Entscheidend ist hierbei, dass dies in einer wertschätzenden Haltung geschieht,
in der sowohl die „Lernprozesse“, die zum Problemerleben geführt haben, als auch die dahinter stehenden Bedürfnisse und positiven Absichten berücksichtigt werden.
Auch ist die Erkundung der Frage von großem Interesse, wofür bzw. in Bezug worauf das Problem
einen Lösungsversuch darstellt.

 

Darüber hinaus ist die Dissoziation von der „Problemtrance“ eine wichtige Voraussetzung,
um wieder in Kontakt mit dem eigenen Entwicklungspotential zu kommen.

 

Das Nutzbarmachen (Utilisation) von Kompetenzen und Ressourcen des Klienten ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Entwicklungsprozesses.

 

Beim Entwurf von Lösungsszenarien sollte dann unbedingt darauf geachtet werden,
dass mögliche Lösungen auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft werden,
und welche Auswirkungen sie im sozialen Umfeld haben.

 

Aus diesen Erwägungen heraus wird die „Lösungstrance“ entwickelt, in dem der Klient zu assoziiertem Lösungserleben eingeladen wird.

 

Und wie Milton Erickson schon sagte:
Menschen verändern sich vor allem durch Erfahrung.

Teil 2:

Im folgenden finden Sie eine Zusammenstellung von Problemtrance – Phänomenen,
die der amerikanische Psychotherapeut und Begründer der Quantenpsychologie Stephen Wolinsky in
seinem Buch „Die dunkle Seite des inneren Kindes“ beschreibt.

 

Die Altersregression

  • das Gefühl jünger zu sein, als man ist – bildet den Eckstein des verletzten inneren Kindes.
    Das Bild eines Vorfalls aus der Vergangenheit wird innerlich festgehalten und auf die Erfahrungen
    der Gegenwart trance-feriert.
    Bei Altersregression hat das innere Kind das Ruder übernommen und wird zum Hypnotiseur des Erwachsenen-Ich.
  • Wenn man als Kind, gelernt hat, seine eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte zu unterdrücken, um den Eltern zu gefallen,
    weiß man später selbst nicht mehr, was man will. Es entsteht Ärger und Wut. In Folge dessen zwingt man andere dazu,
    ihre natürliche und emotionale Energie zu unterdrücken. (E-motion bedeutet: etwas hinausbewegen).
    Oder das Gefühl der Wut wird gegen die eigene Person gerichtet.
  • Die „Ich bin nicht klug“ – Trance ist weit verbreitet.
  • Bei der „Du bist schlecht“ – Trance wird die Stimme einer ehemals äußeren Person zur Stimme des inneren Kindes.
    Die Aufgabe des äußeren Hypnotiseurs übernimmt das innere Kind. Das daraus resultierende negative
    Selbstwertgefühl ist Bestandteil der Trance.

Fragen und Anregungen::

  • Wo im physischen Körper ist das innere Kind wahrnehmbar?
  • Welche Emotionen sind mit dem inneren Kind verbunden?
  • Gegen welche Erfahrung wehrt sich das innere Kind?
  • Geben Sie dem inneren Kind einen Namen, so daß Sie in der Beobachterrolle
    bleiben können.

Die Selbstbeobachtung darüber, wie das innere Kind funktioniert, führt zu Bewusstsein.
Es stehen jetzt die Ressourcen des Erwachsenen zur Verfügung, die dem Kind nicht zugänglich waren.
Die De-Hypnose rückt die Erinnerung in den Hintergrund, die Gegenwart in den Vordergrund.

 

Die Zukunftstrance

Drei Aspekte seien hier genannt:

  • Wenn der Geist in die Zukunft wandert, entsteht oft Angst vor imaginären Ereignissen (Siehe Beispiel oben).
    Charakteristisch für diese Zukunftstrance ist das assoziierte Erleben z.B. in den Schmerz angesichts einer
    katastrophalen Zukunft.
    Gedanken an die Zukunft beginnen oft mit „Was, wenn…“
    Wir unterstellen, daß es die Katastrophen der Vergangenheit sind, die hier auf die Zukunft projiziert werden.
  • Kinder schützen sich manchmal vor aktuellem Streß in der Familie dadurch,dass sie sich in ihre Phantasie zurückziehen,
    um sich dort ein angenehmes Erleben zu holen.
    Es ist der Versuch, äußeres Chaos durch eine Trance der Fantasie zu berichtigen. Die Fantasie hat dann den Charakter von
    „Weg von“ und bleibt ohne Feedback von der gegenwärtigen Wirklichkeit.
  • Viele Menschen hängen der „Gewinnen – durch – Verlieren – Trance“ an.
    Hier wird für die Zukunft Abrechnung, Rache usw. geplant.
    Wenn ein Kind glaubt, etwas Falsches getan zu haben, plant es für die Zukunft, als Vermeidung einer Strafe,
    eine Rechtfertigung.
    In der Trance sind nun sowohl die Vorstellung einer Katastrophe als auch die Maßnahmen gegen das
    drohende Verhängnis enthalten.

 

Die Trance der Trennung

  • Sie tritt auf, wenn ein Kind nicht in der Lage ist, die familiäre Situation zu bewältigen, wenn man ihm verbietet, wütend zu sein,
    oder Zuneigung zu zeigen. Die Folge ist, daß dieser Teil abgespalten wird.
  • Die Trennungs – oder Dissoziations – Trance kann sich auf innere Persönlichkeitsanteile, auf Teile des physischen Körpers
    oder auf den ganzen Körper beziehen. Trennung tritt dann auf, wenn die äußere Wirklichkeit bedroht ist.
  • Um Trennung zu vermeiden, kann ein Kind auch die Trance der Verschmelzung nutzen.
    Verschmelzung ist ein Trancezustand, bei der sich das Kind mit einem Familienmitglied überidentifiziert und mit diesem verschmilzt, um diesem Familienmitglied zu helfen und selbst zu überleben.
    Diese beiden gegensätzlichen Trance – Zustände der Trennung und der Verschmelzung ergänzen sich oft.
    Ein Problem kann ohne eine Trance nicht existieren.
    Diese Art von Trancezuständen ist wie Leim, der die Probleme zusammenhält.

Fragen und Anregungen:

  • Identifizieren Sie die Art der Trance … Trennung oder Verschmelzung ?
  • Wo im Körper ist z. B. die Trennung fühlbar ?
  • Achten Sie darauf, daß Sie Beobachter dieser problematischen Zustände sind.
  • Wenn unterschiedliche Identitätsanteile existieren, z.B. ich bin wie Vater (Verschmelzung) und ich bin ich und muß Vater
    bekämpfen (Rebellion), bleibt der innere Konflikt hypnotisch erhalten.

 

Die „Du mußt – oder Du sollst – Trance“

 

„Du mußt – oder Du sollst“ gelten linguistisch als Modaloperatoren der Notwendigkeit im Inneren Dialog und sind die
verinnerlichten Stimmen ehemals äußerer Personen, wie Vater, Mutter …

Fragen und Anregungen:

  • Erkennen Sie die Sollte – Stimme.
  • Aus welcher Richtung kommt die Stimme?
  • Erkennen Sie, um wessen Stimme es sich handelt.
  • Spielen Sie mit der Stimme durch Submodalitäten – Veränderung (Veränderung des Klanges, der Tonhöhe usw.)
  • Die Schönheit des Beobachters besteht darin, daß er keine Urteile fällt.
  • Oft sind die Botschaften innerer Stimmen darüber, wer oder was wir sind, Introjektionen der elterlichen Stimmen,
    die im Inneren Kind gespeichert sind.
  • Der innere Dialog setzt sich zusammen aus einer Reihe von Interaktionen von Eltern zu Kind.
  • Aufgezeichnete Stimmen werden in die bestehenden Glaubenssysteme eingebaut. So werden Suggestionen
    als die eigenen angenommen.

 

Die Trance des Abblockens

 

Abblocken ist ein Trance – Zustand, der darin besteht, nicht zu hören, was auditiv hörbar ist und nicht zu sehen,
was visuell sichtbar ist.
So verschwinden z.B. Bilder eines sexuellen Mißbrauchs in einer Nebelwand.
In schweren traumatischen Fällen kann sogar der eigene Körper im Nebel verschwinden und dadurch abgeblockt werden.
Bei Alkohol- und Drogenkonsum hilft die jeweilige Substanz, das Abblocken zu verstärken.

 

Die Trance der Illusion

  • Wenn gegenwärtige Erfahrungen durch Bilder, Gefühle oder Stimmen aus der Vergangenheit gestört oder
    unterbrochen werden, sprechen wir von selektiven Trance – Zuständen.
    Vergangenes kann auf diese Weise über die Gegenwart oder über die Zukunft gestülpt werden.
  • Manchmal geschieht es auch, daß bestimmte Gedanken einfach größer gemacht werden.
    So wird z.B. auch in der Therapie aus einer problematischenErfahrung ein winziges positives Element
    herausgefiltert und dann größer gemacht.
  • Das selbe tun Klienten oft in umgekehrter Richtung. Sie filtern einennegativen Bestandteil einer Erfahrung heraus,
    machen diesen Teil größer und können so die Gesamterfahrung als negativ bewerten.
  • Im ersten Fall befinden sich Therapeut und Klient in einer Trance, die der Therapeut einsetzt, um sich produktiv zu fühlen.
    Im zweiten Fall liegt ebenfalls eine Trance im Sinne einer Illusion vor.
    Intensiviert wird die Trance noch, wenn das illusionäre Erleben verallgemeinert und dadurch auf zukünftige
    ähnliche Situationen übertragen wird.
  • Bei einer Illusion wird die Wirklichkeit auf einen kleinen Teil zusammengeschrumpft.
    Dieser Teil wird dann vergrößert oder enorm verzerrt.
  • Viele Menschen stellen sich vor, Stars zu sein. Problematisch wird es, wenn sich die Illusion verfestigt, und
    interpersonelles Feedback unterbrochen wird. Das führt zwangsläufig zu Depressionen.
  • Beim Prozeß des Gedankenlesens werden die Vermutungen darüber, was ein Mensch fühlt oder denkt,
    als Wirklichkeit angenommen.

 

Die Trance des Positiven Denkens

  • Viele Menschen, die dem Phänomen des Positiven Denkens anhängen, investieren enorm viel Energie,
    täglich ihre Übungen zu machen, sich per positiver Gedankenkraft in einen künstlichen Zustand zu manövrieren,
    um das, was dahinter an Problemen in Bezug auf Selbstwert, Identität und Zugehörigkeit lauert,
    nicht mehr fühlen zu müssen.
  • Diese Art des konstruiert positiven Denkens ist der klägliche Versuch, mit Hilfe massiver auditiver
    Einflüsterungspropaganda eine Heile – Welt – Trance zu erschaffen, um die Trance der Depression und des
    Versagens zu überlagern.
    Leider gelingt das nicht all zu häufig.
  • Die lebensgeschichtlichen Themen, die nach Bearbeitung und De-Hypnotisierung drängen,
    nehmen sich früher oder später wieder ihren Raum und zeigen sich z.B. als Konversionssymptome
    auf der körperlichen Ebene.
    Oder die Person gibt irgendwann auf und fällt wieder zurück in den alten depressiven Zustand.

 

Die Trance der Identitätsträume

  • Träume haben manchmal den Zweck, eine bessere Welt im Innern zu schaffen, um den Schmerz der
    Außenwelt zu bewältigen.
    Sobald dieser Traum auf Automatik geschaltet ist, läuft der Traum weiter, als ob er real wäre.
  • In Paarsitzungen ist es häufig ein Problem, wenn einer von beiden den Traum des inneren Kindes träumt.
    So ist es nur konsequent, den Erwachsenen zu bitten, den Traum des inneren Kindes anzuschauen,
    anstatt den Partner ändern zu wollen.
  • Der idealisierte Traum wird über das, was ist, übergestülpt. Bei den meisten Menschen sind Trance – Träume
    auf Automatik geschaltet und Versionen von unerfüllten Kindheitsthemen.

 

Die Trance der Amnesie

  • Amnesie ist ein Verteidigungsmittel, eine Möglichkeit, wie der Beobachter dem Kind helfen konnte,
    die Umstände zu überleben,
    unter denen es aufwuchs.
  • Entsprechende Muster werden im Körper und im Atem festgehalten.
    Körperarbeit hilft, die vergessene oder verleugnete Erinnerung freizulegen.
  • Auch die Hypermnesie ist eine Verteidigungshaltung. Sich an alles erinnern zu können, ist gekennzeichnet
    durch Über – wachsamkeit. Amnesie und Hypermnesie sind Reaktionen auf familiäre Bedingungen.

 

Die Trance der Taubheit und Abgestumpftheit

Hier geht es um emotionale Wahrnehmungsverzerrung.
Sie ist ein Verteidigungsmittel, bei dem der Beobachter im Kind Taubheit und Abgestumpftheit verursacht,
so daß der Erwachsene nur schwerlich Zugang zu seinen Gefühlen hat.

Fragen an das innere Kind:

  • Was bist du bereit zu fühlen, was nicht?
  • Wann hast du dich entschlossen zu fühlen, oder nicht zu fühlen?
  • Vor welchen Erfahrungen schützt dich die Taubheit?

 

Die Trance der Hypersensitivität

 

Es geht um eine Überempfindlichkeit, die sich bis hin zu der Neigung entwickeln kann, alles um sich herum
persönlich zu nehmen.
(Personalisierung)

 

Allen genannten hypnotischen Zuständen ist gemeinsam, daß ihnen prägende Erfahrungen zugrunde liegen,
die auf persönliche Weise interpretiert und bewertet werden. Die Bewertung von Erfahrung ist kein Akt logischer
und vernünftiger Gedankenprozesse, sondern die kinästhetische, d.h. körperliche und emotionale
Reaktion auf das Erleben. Das Korrelat dieser Bewertungen sind die inneren Überzeugungen,
die durch die Verallgemeinerung der Bewertungen entstehen, und maßgeblich Verhalten, Denken und Fühlen bestimmen.

Da die meisten „eingefleischten“ Überzeugungen außerhalb der bewußten Wahrnehmung angesiedelt sind,
wirken sie wie innere Hypnose – Programme und sorgen dafür, dass sie ständig durch Erfahrungen neu gespeist werden.
Alle Werturteile bezüglich der eigenen Person, bezüglich anderer Personen oder Situationen basieren auf Überzeugungen.

Den stärksten Einfluß auf die Persönlichkeit haben Überzeugungen auf der Identitätsebene.
Hier geht es um Selbstbild, Selbstbeurteilung und Selbstwert, aber auch um Selbstverachtung, Verzweiflung
und Wertlosigkeit.

Einschränkende, negative Überzeugungen lassen sich grob in 3 Kategorien einteilen:

  • Wertlosigkeit
    (die Überzeugung, daß man selbst nichts wert ist, und es nicht
    anders verdient hat)
  • Hilflosigkeit (die Überzeugung, daß man selbst nicht in der Lage ist,
    Veränderung zu erreichen)
  • Hoffnungslosigkeit (die Überzeugung, daß „alles“ keinen Sinn hat)

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Die therapeutische Intervention setzt da an, wo es um die ganz individuelle innere Repräsentation des Problems geht.
Die entsprechenden Informationen aus dem visuell – räumlichen, dem kinästhetisch – emotionalen,
und dem auditiven Bereich sind die Bausteine, aus denen sich das Problemerleben zusammensetzt (Komposition).

Wie bei einer musikalischen Komposition beeinflussen sich die Bestandteile gegenseitig und reagieren aufeinander.
Durch ihr Zusammen – Klingen bilden sie ein komplexes System individueller Wahrnehmung.

Um eine Lösung herbeizuführen, um etwas zu lösen, ist es sinnvoll da anzusetzen,
wo etwas auf unangenehme Weise verbunden oder verstrickt ist.
Das bedeutet auch eine Würdigung dessen, wie die Person auf „kunstvolle“ Weise ihre Bausteine der Wahrnehmung angeordnet hat.
Von da aus ist ein Gestaltungsraum offen, der Veränderung im Sinne einer Neustrukturierung einzelner Wahrnehmungsbausteine ermöglicht.

Entsprechend geht es nach dem Prozess der De – hypnotisierung darum, tieferliegende Ressourcen für die Lösung zu aktivieren.

Durch ressourcevolles Verändern des grundlegenden hypnotischen Zustandes entsteht eine Neu – komposition von Wahrnehmungselementen.
Und dadurch können sich wieder neue unterstützende, lebensbejahende und konstruktive Überzeugungen bilden.

So gesehen geht es in der Hypno – Dehypnotherapie darum, internale Rituale zu gestalten,
die das Konstruktive zum Inhalt haben.

Fortbildung in Hypnotherapie

Fortbildung in Hypnotherapie

 

Das vorliegende Konzept beinhaltet die aktuellen Standards einer kooperativ ausgerichteten, lösungsorientierten Hypnotherapie.

Bereichert wird das Konzept durch die vielseitige Methodik der Neurolinguistischen Psychotherapie (NLPt).

 

In der Hypnotherapie werden Trance – Zustände gezielt zur Förderung von Selbstorganisation und Selbstheilung genutzt.
Dies geschieht durch sprachliche Suggestion und durch eine wertschätzende Haltung, die den Klienten als Kooperationspartner darin unterstützt, eigene Kompetenzen und schöpferische Ressourcen zu aktivieren und zieldienlich zu nutzen.

 

Der hypnotherapeutische Prozess wird hier verstanden als ein lebendig fließender Erfahrungsprozess von meist nach innen orientierter, fokussierter Aufmerksamkeit, der Zugang zu Ressourcen und unbewussten Lösungsmöglichkeiten schafft.
Der Therapeut ist in diesem Verständnis durch eine empathische Haltung und durch die Art seiner Intervention aktiv an den „Konstruktionen der Realität“ beteiligt.
Er ist gleichermaßen mit all seinen Erkenntnismöglichkeiten Teil des therapeutischen Kontextes.Die hypnotherapeutische Vorgehensweise ist nachweislich sehr erfolgreich bei der Behandlung von psychischen, psychosomatischen und somatischen Symptomen.

 

Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die ihr berufliches Repertoire erweitern möchten.

 

Angesprochen sind insbesondere:
ÄrztInnen, BeraterInnen, TherapeutInnen, und Andere, die im psychosozialen Bereich tätig sind.

Termine auf Anfrage

 

Inhalte:
Grundlagen einer modernen lösungsbezogenen Hypnotherapie

  • Würdigung der „Landkarten“ des Klienten
  • Der Klient entwickelt die Trance, nicht der Therapeut
  • Charakteristika für Trance – Prozesse
  • Problemtrance versus Lösungstrance
  • Utilisation von sprachlichen und analogen Informationen aus dem Klientensystem
  • Induktion von aufmerksamkeits- fokussierenden Erlebniszuständen

Hypnotische Sprachmuster und de- hypnotisierende Fragen

  • Die (selbst-) hypnotischen Sprachmuster des Klienten
  • Die sprachliche Spezifizierung von Informationen mit Hilfe des Meta – Modells
  • Grundlegende Fragen, Zirkuläre Fragen, Es – Fragen, Hypothetische Fragen
  • Umgang mit komplexen Verkoppelungen von Informationen
  • Milton- Modell (Prozesssprache zur Einleitung und Vertiefung von Trance – Prozessen)
  • „weiche“ und permissive Formulierungen
  • Einladung zu „Such- und Finde- Prozessen“ durch offene Formulierungen

Zielorientierung

  • Als – Ob – Realitäten
  • Angleichen an gewünschtes Erleben (Future pacing)
  • Kriterien für Zielformulierungen
  • Arbeit mit „Werten“
  • Utilisation von Ressourcen und Kompetenzen des Klienten
  • Verknüpfung von ressourcevollen Erfahrungen mit physiologischen Parametern
  • Hypothetische Lösungsszenarien
  • Positive Selbstbilder

Unterschiedsbildung

  • Umgang mit Dichotomien
  • Kooperation zwischen bewussten und unbewussten Instanzen
  • Analoges Markieren
  • Submodalitätenveränderung
  • Meta- Programm- Interventionen
  • Sowohl als auch – Logik

Die innere Kooperation

  • Systemische Grundgedanken
  • Arbeit mit Raumankern und Symbolen
  • Verhandeln mit und zwischen Persönlichkeitsanteilen
  • Das Innere Team / die innere Konferenz
  • Reframing
  • Perspektivenwechsel
  • Imaginäre Mentoren

Biographisches Arbeiten

  • Nutzen von Spontan – Regression
  • Re – Imprinting (assoziiert)
  • Re – Imprinting (dissoziiert)
  • Re – Parenting
  • Arbeit mit internalisierten Zuweisungen

Symptombehandlung

  • De-Hypnotisierung bei „Problemtrancen“
  • Kommunikation mit Symptomen
  • Nutzen von ideomotorischen Signalen
  • Schmerzbehandlung
  • Symbolisierung

Supervision und Selbstpositionierung

  • Besprechung von Trance – Prozessen
  • Live – Supervision
  • Eigenes Rollenverständnis

 

NLP- Master DVNLP + Master- Coach DVNLP + Psychosoziale Beratung, 2014-2017

Kombinierte Zertifikats-Ausbildung NLP- Master DVNLP

+ Master- Coach DVNLP + Psychosoziale Beratung, 2014-2017

 

Die vollständige Ausschreibung erhalten Sie hier als PDF

 

 

Liebe Interessenten,

 

in dem vorliegenden Ausbildungskonzept sind die Inhalte von NLP- Master- Ausbildung und Coaching- Ausbildung zusammengefasst.

Das Konzept bietet Ihnen durch seine einmalige Kombination von Methoden eine solide  Grundlage für die professionelle Arbeit mit Klienten, sowohl im Coaching– Bereich als auch im Bereich der Psychosozialen Beratung.

Menschen in beratender Tätigkeit benötigen eine Vielzahl von fachlichen Fähigkeiten, u.a. die Fähigkeit

 

  • professionell zu kommunizieren
  • mit den Klienten empathisch und wertschätzend umzugehen und die Beziehung konstruktiv und zieldienlich zu gestalten
  • Anliegen und Konflikte der Klienten ernst zu nehmen
  • Problemerleben und problematische Beziehungsmuster anhand der Kontextbedingungen zu verstehen und zu würdigen
  • die Dynamik zirkulärer Prozesse zu erkennen
  • Kompetenzen und Potentiale Ihrer Klienten nutzbar zu machen
  • realistische Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten zu erarbeiten
  • Konsensverfahren und Problemlösungsmethoden kompetent anzuwenden
  • Lösungserleben zu initiieren und daraus resultierende Verhaltensschritte zu unterstützen

Methodische Vielfalt in Kombination mit der Bereitschaft zur persönlichen Entwicklung ist der Garant dafür, auf unterschiedliche Kontexte flexibel reagieren und in der Arbeit mit unterschiedlichen Menschen kompetent agieren zu können. Die hier integrierten Methoden  ergänzen sich hervorragend in ihren Konflikt- Lösungs- Strategien:

 

NLP/ Neurolinguistische Psychotherapie/ Systemische Therapie/ Lösungsorientierte Therapie/ Erickson´sche Hypnotherapie/ Supervision

 

Alle Methoden zusammen bilden eine reichhaltige Grundlage zur Entwicklung Ihrer Beraterkompetenz und bieten Ihnen ein effektives Instrumentarium für die professionelle Gestaltung von Beratungsprozessen.

 

Die Ausbildung gliedert sich in 4 Module.

Im ersten Modul „Grundelemente für die Arbeit mit Klienten“ wird die Basis für professionelle  Beratungs- Arbeit geschaffen. Folgende Aspekte sind wichtig:

 

Gewährleistung einer offenen wertschätzenden Haltung des Begleiters zum Klienten

Fähigkeit zur Selbstreflektion

Kompetenzen im Pacing/ Leading bzw. bei der Utilisation von relevanten Informationen

Fähigkeit zu elicitieren:

 

  • was genau für den Klienten problematisch ist und welche Themen hinter dem Problemerleben stehen
  • welche signifikanten Ereignisse zugrunde liegen
  • welche Funktion das Problemerleben hat und welche Auswirkungen es gibt

 

Fähigkeit zu klären:

 

  • welche Erwartungen und Hoffnungen der Klient hat
  • welche Interventionsangebote sinnvoll sind und welche Vereinbarungen daraus resultieren

 

Fähigkeit zu erarbeiten:

 

  • welche Ziele der Klient hat und was am Erreichen des Ziels wichtig ist
  • welche Kompetenzen und Ressourcen genutzt werden können

 

Fähigkeit, zur Aufmerksamkeits- Fokussierung einzuladen:

 

  • welche bisherigen Lösungsversuche es gab und wie damit umgegangen wurde
  • welche Kriterien eine Lösung hat und welche konkreten Schritte sinnvoll sind
  • welche Auswirkungen Lösungen haben werden in Bezug auf das eigene Leben, auf Andere, auf Beziehungen …

 

Fähigkeit,

 

  • positiv zu konnotieren, Rückmeldungen zu geben und Aufgaben abzusprechen

 

Im 2. Modul „Neurolinguistische und hypnotherapeutische Kompetenzen

geht es um die Erweiterung des Methoden- Repertoires:

 

  • Die Arbeit mit Werte- Haltungen und Überzeugungen wird ergänzt durch die Arbeit mit den komplexen Meta- Programmen
  • „die Strategie innerer Prozesse“ lädt dazu ein, sowohl ein Modelling von wünschenswerten Fähigkeiten und persönlichen Qualitäten durchzuführen, als auch „Problemstrategien“ zu elicitieren,  Zusammenhänge zu verstehen und gewünschte Veränderungen zu installieren.

 

Der ericksonische Ansatz bietet weit über das Milton- Modell hinaus effektive Interventionsmöglichkeiten für den beruflichen Kontext.

Insbesondere sei hier der „hypnosystemische“ Aspekt hervorgehoben, bei dem es um

eine kooperative Wertschätzung bzw. um eine 2- Ebenen- Kommunikation sowohl  bewusster Instanzen als auch unbewusster Instanzen geht.

 

Das Systemische Modul ist eine sinnvolle und notwendige Ergänzung:

Systemi­sches Denken lehrt uns, neben dem persönlichen Erleben auch die Beziehungen eines Menschen zu beachten und den Kontext verschiedener komplexer und miteinander verbun­dener Kommunikations- und Interaktions- Muster zu berücksichtigen.

 

Ein menschliches Wesen ist Teil eines Ganzen, das von uns Univer­sum genannt wird, ein Teil, der in Raum und Zeit begrenzt ist. Er er­fährt seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt vom Rest – eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Dieser Irrtum ist eine Art Gefängnis für uns, das uns auf unsere persönlichen Wünsche be­schränkt und unsere Zuneigung auf nur die wenigen, die uns am nächsten stehen. Unsere Aufgabe muss sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unseres Mitgefühls so ausweiten, dass wir damit alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in ihrer Schönheit umarmen.                                        

 Albert Einstein

 

Aus systemischer Sicht wird der Konflikt eines Menschen weniger aus seiner Lebensgeschichte heraus (vertikale Ebene), sondern als Ausdruck eines Beziehungsproblems (horizontale Ebene) verstanden. Die rein individuelle Sichtweise wird durch ein Systemverständnis ergänzt.

Informationen werden verstanden als Mitteilungen von Unterschieden.

 

Die systemische Intervention zielt darauf ab, Anstöße zu geben, damit gemeinsam hilfreiche Interaktionsmuster entwickelt werden können, die eine Veränderung in die gewünschte Richtung möglich machen.

 

 

Im Abschlussmodul geht es um die Erwartungen an die Zukunft und das eigene Rollenverständnis als professionelle(r) BeraterIn .

 

In der gesamten Ausbildung wird mit Fallbeispielen aus der Beratungspraxis gearbeitet.

 

 

Grundelemente für die Arbeit mit Klienten

 

Rollen und Haltungen des Begleiters/Beraters und die Beziehungsgestaltung zum Klienten (Seminar 1)               

 

  • Gegenüberstellung Beratung / Psychotherapie
  • Realitätskonstruktionen des Klienten
  • Unterschiedsbildung und Logische Ebenen
  • Verschiedene Beratungs- Haltungen
  • Rollenverständnis (orientiert an eigenen Zielen, Werten, Überzeugungen …)
  • Grundzüge der kooperativen Beratung
  • Psychohygiene
  • Verhaltenskategorien bei Klienten
  • Pacing/Leading bzw. Utilisation von nonverbalen und verbalen Informationen

 

Die Kunst des Fragens (Seminar 2)                                                                

 

  • Funktion von Fragen im Beratungskontext
  • Grundlegende Fragen des Bewahrens und Gestaltens
  • Sinnesspezifische und neurolinguistische Fragen
  • Unterschiedsbildende Fragen
  • Beschreibende, erklärende, bewertende Fragen
  • Strategische Fragen
  • Zirkuläre Fragen
  • Hypothetische Fragen
  • Evozierende Fragen und paradoxe Fragen
  • Reframing – Fragen
  • Fragen anhand der Logischen Ebenen
  • Kontextbezogene Anwendung

 

Phasen einer Beratungs Sitzung (Seminare 3+4)

 

  • Schritte zu einem verständnis- und vertrauensvollen Kontakt
  • Professionelle Gesprächsführung anhand einer Meta- Struktur
  • Würdigung der „Landkarten“ des Klienten
  • Aspekte des Erstgesprächs
  • Problembestimmung: Ebenen und Funktion des Problemerlebens, Auswirkungen
  • Zielbestimmung: Kriterien für Ziele, dahinter liegende Werte
  • Auftragsklärung: Erwartungen des Klienten und Interventionsangebote
  • Lösungsgestaltung: bisherige Lösungsversuche, Kriterien für sinnvolle Lösungen, hypothetische Lösungsszenarien
  • Auswirkungen
  • Abschluss: (Rückmeldungen, Aufgaben)
  • Eine vollständige Beratungssitzung, Supervision

 

Neurolinguistische und hypnotherapeutische Kompetenzen

 

Werte- Haltungen, Überzeugungen (Seminar 5)                                                   

 

  • Werte, ausgeblendete Werte und die Werte dahinter
  • „Beziehungsgestaltung“ persönlicher Werte
  • Werte- Hierarchie
  • Überzeugungen als Ursache- Wirkungs- Aussagen
  • Kernüberzeugungen der Identität

 

Die Strategie innerer Prozesse (Seminar 6)

 

  • Mentale Mikro- Strategien als diagnostisches Instrument
  • Grundlagenmodelle zum Verständnis innerer Prozesse/Realitätskonstruktionen
  • Persönliche Denk- und Fühlmuster erkennen
  • Analyse von Problemsequenzen
  • Modellbildung von Fähigkeiten
  • Entwicklung von Lösungsstrategien

 

Gestaltung von Trance- Phänomenen (Seminare 7-10)                                                                

 

  • Grundlagen für Trance- Prozesse: Was ist Trance, Hypnose, das Unbewusste ?
  • Hypnotherapeutische Ansätze
  • Sprachmodelle im Überblick
  • Trance- Induktionen
  • Trance als natürliches, alltägliches Phänomen
  • Zielaussagen, Werte und Meta- Ziele als Grundlage für Trance- Induktionen
  • Kooperation zwischen bewussten und unbewussten Instanzen
  • Bewusst – Unbewusst – Dissoziation, Analoges Markieren
  • Klassische NLP- Prozesse (z.B. Anker verschmelzen) in Trance
  • Problembestimmung und Zielerfüllung auf der Basis der 2- Ebenen- Kommunikation
  • Kommunikation mit einem Symptom oder einer Körper- Instanz
  • Einstreutechnik
  • Utilisation von ideomotorischen Signalen
  • Methoden der Selbsthypnose
  • Problem und Lösung kinästhetisch
  • Symbolisierung von ErfahrungswertenEin Ort der optimalen Selbstentfaltung
  • Arbeit mit Phobien und Allergien
  • Biographisches Arbeiten: Zugang zu prägenden Erfahrungen
  • Umgang mit Zuschreibungen und Eigensuggestionen
  • Spontan- Regression, Zeitlinie
  • vernachlässigtes und kognitives Selbst
  • Re- Parenting, Verinnerlichte Zuweisungen
  • Zeit- Progressions- Methoden
  • Zielerfüllung, Future Pacing
  • Fokussierung auf das Lösungserleben
  • Die Wunderfrage nach De Shazer
  • Variationen der Wunderfrage
  • Einbettung der Wunderfrage in hypnotherapeutisches Setting
  • Gestaltung von Metaphern und Integration in Trance- Prozesse                               

 

 Vernetzung verschiedener Aspekte und Methoden (Seminare 11-12)

 

  • Die Logischen Ebenen als transparentes Instrument für Diagnose und Intervention
  • Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen (Das Problem ist nur ein Teil von mir …)
  • Kompass der Psyche, Komplexe Meta- Programme, Ausbalancieren von Gegensätzen
  • Erweiterte Programme der Quantenpsychologie
  • 3 zentrale Dimensionen innerer Programmierung
  • Ausgleichen von Gegensätzen (Balancieren von Sinnespräferenzen, Submodalitäten, Meta- Programmen, Wahrnehmungspositionen, Persönlichkeits- Anteilen)
  • Abwägen von Zielvarianten und daraus resultierende Verhaltensoptionen
  • Die Frage der Auswirkung von Veränderung und Nicht – Veränderung (Ökologie)
  • Erreichte Erfolge in den gegenwärtigen und zukünftigen Lebenskontext transferieren, daraus resultierende Verhaltensschritte
  • Umgang mit komplexen Verkoppelungen von Informationen
  • Kontextbezogene Anwendung, Supervision

 

Der systemische Ansatz als notwendige Ergänzung von NLP und Hypnotherapie im Beratungs- Kontext

 

Systemisches Arbeiten mit Einzelpersonen (Seminar 13) 

 

  • Ganzheitliches Denken, systemische Grundbegriffe
  • Soziogramm- Arbeit anhand von einschränkenden Überzeugungen und signifikanten Prägungserfahrungen
  • System- Aufstellungen mit Figuren
  • Aufstellung innerer Instanzen mit Figuren
  • Parts Party

 

Systemisches Arbeiten mit Paaren und Familien (Seminar 14)

 

  • Zirkuläre Interviews
  • Werte und Ziele in der Partnerschaft
  • Meta- Spiegel: Analyse von Problemen aus der Dissoziation
  • Paar- Beratung anhand einer Problem- Lösungs- Struktur
  • Satir- Haltungen in Paar- Gesprächen
  • Das Zusammenspiel von persönlichen Mustern in der Partnerschaft
  • Das Verhältnis von persönlichem Freiraum und Gemeinsamkeit
  • Triangulation und pathogene Triaden

 

Skulpturarbeit (Seminare 15-16)

 

  • Repräsentierende Wahrnehmung: Aufstellung mit Repräsentanten
  • Aufstellung von Familiensystemen
  • Familienrekonstruktion mit ALTER EGO
  • Aufstellung von inneren Anteilen
  • Strukturaufstellungen

 

Systemisches Arbeiten mit Gruppen und Teams  (Seminar 17) 

 

  • Aufstellung von Teams, Teamchoreographie
  • Skalierung von Teamprozessen
  • Rollen im Team
  • Phasen der Teamentwicklung
  • Kreative Gestaltung von Team- Prozessen
  • Reflecting Team
  • Kontextbezogene Anwendung, Supervision

 

 

Berater- Profile (Seminar 18)

 

  • Eigenes Rollenverständnis: Erwartungen, Stärken, Werte- Haltungen, Selbstbilder
  • Erarbeiten eines Berater- Profils: was gilt es zu bewahren, was zu verändern ?
  • Entwicklung von Beratungs- Konzepten
  • Fälle aus der Beratungspraxis
  • Live- Prozesse mit Klienten, kontextbezogene Anwendung
  • Zertifizierung  und Abschlussfeier

 

Bildungsscheck

 

Die Ausbildung ist bildungsscheck- berechtigt und wird entsprechend subventioniert. Der Bildungsscheck ist ein Förderinstrument des Landes NRW.
Nach Prüfung der Zulassungsbedingungen übernimmt das Land NRW
einen Teil der Ausbildungskosten. Weitere Infos erhalten Sie auf Anfrage.

 

Zertifizierung

 

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung vergeben wir die Zertifikate:

 

–      NLP- MASTER, DVNLP und

–      MASTER- COACH, DVNLP

–      PSYCHOSOZIALER BERATER, PSYCHOSOZIALE BERATERIN (bei Nachweis eines Practitioner- Zertifikates oder Teilnahme an den Seminaren 1,4,5,7,8 einer NLP- Pract.- Ausbildung)

 

Voraussetzung für die Zertifizierung:

 

Teilnahme an allen Seminaren, eine Live- Supervision vor der Gruppe, Erstellung einer schriftlichen Hausarbeit (Beschreibung des persönlichen Beraterprofils, eines eigenen Konzepts und 3 Falldokumentationen)

 

Gesamtumfang und Kosten

 

–      40 Tage (9 + 17 + 11 + 3)

–      110,- € / Seminartag

 

Termine

 

Grundelemente für die Arbeit mit Klienten

 

15.-16.11.2014     17.-18.01.2015     07.-08.03.2015     25.-26.04.2015     09.05.2015

 

Neurolinguistische und hypnotherapeutische Kompetenzen

 

13.-14.06.2015     15.-16.08.2015     19.-20.09.2015     24.-25.10.2015     14.-15.11.2015          19.-20.12.2015     23.-24.01.2016     27.-28.02.2016     09.04.2016

 

Der systemische Ansatz

 

07.-08.05.2016     11.-12.06.2016     09.-10.07.2016     03.-04.09.2016     29.-30.10.2016

17.12.2016

 

Berater- Profile

 

28.-29.01.2017     25.02.2017

NLP- Practitioner DVNLP

NLP – Practitioner DVNLP 2014 – 2016 in AACHEN

 

In dieser Basisausbildung werden die Grundbausteine des NLP vermittelt, mit dem Ziel einer flexiblen Anwendung in einem fließenden Kommunikations-, Beratungs- oder Therapieprozess.

Die Methoden werden demonstriert, ausführlich erklärt und in Kleingruppen im Rahmen von Selbsterfahrungsprozessen geübt. Die Erfahrungen und Lernprozesse werden in der Gruppe geteilt und ausgewertet.

 

Termine

  •   NLP 1:   22.-23.11.2014
  •   NLP 2:   10.-11.01.2015
  •   NLP 3:   28.02.-01.03.2015
  •   NLP 4:   02.-03.05.2015
  •   NLP 5:   20.-21.06.2015
  •   NLP 6:   22.-23.08.2015
  •   NLP 7:   26.-27.09.2015
  •   NLP 8:   31.10.-01.11.2015
  •   NLP 9:   05.-06.12.2015
  •   Supervision:   16.-17.01.2016

 

Gebühr: 2000,- Euro für alle Seminare incl. 2 Tage Supervision

 

Seminarzeiten: Jeweils Samstag und Sonntag 10 – 18 Uhr

 

Seminarort: Bildungswerk, Adalbertsteinweg 257, 52066 Aachen,   www.bildungswerkAachen.de

 

Vortrags- und Informationsabende: 29.09.2014 um 20 Uhr und 29.10.2014 um 20 Uhr, Bildungswerk, Adalbertsteinweg 257, 52066 Aachen

 

Die Seminare sind offen für alle Berufsgruppen. Voraussetzungen für eine Teilnahme:

  • Bereitschaft, Neues zu lernen
  • Bereitschaft, sich auf Selbsterfahrung einzulassen.

 

Wichtiger Hinweis
Die Ausbildung ist für das Bildungsscheck-Verfahren anerkannt.
Der Bildungsscheck, ein Förderinstrument des Landes NRW,
kann sowohl von einzelnen Beschäftigten als auch von Firmen und Non – Profit – Unternehmen
(mit bis zu 250 Beschäftigten) in Anspruch genommen werden.
Das Land NRW übernimmt, nach Prüfung der Zulassungsbedingungen,
die Ausbildungskosten bis zu einer Höhe von 2000€ pro Bildungsscheck.
Weitere Infos erhalten Sie beim Bildungswerk.

 

Hier erhalten Sie die vollständige Ausschreibung als PDF

 

Inhalte

  • NLP 1 – Wahrnehmungstraining und Ankerprozesse

NLP 1 bietet praktische Möglichkeiten, Grundelemente des NLP kennenzulernen.
Hierzu gehört: Nonverbale Signale zu erkennen und sinnesspezifische Inhalte in der Sprache wahrzunehmen und nutzen zu lernen.
Guter Kontakt entsteht dann, wenn ein Vertrauensverhältnis gewährleistet ist, wenn das „subjektive Erleben der Welt“ der Gesprächspartner gewürdigt wird und wenn Feedback auf unterstützende und fördernde Art und Weise gegeben und empfangen werden kann.
Ein weiteres Thema ist das Zugänglichmachen von persönlichen Stärken, von Ressource-Erfahrungen, verknüpft mit der Frage: Wie können Ressource-Zustände in schwierigen Situationen genutzt werden? Das NLP bietet hierzu spezielle Methoden des Ankerns.

  • NLP 2 – Die Kunst des Fragens und der Zielbestimmung

Mit jeder Erfahrung sammeln wir eine ganze Reihe von konkreten Informationen in Form von Bildern, Geräuschen, Körpergefühlen und Emotionen. Wenn wir über unsere Erfahrung sprechen, ist es unmöglich, all das in Worte zu fassen, was wir erleben. Um verborgene bzw. verloren gegangene Informationen wieder ins Bewußtsein zu holen, bietet das NLP eine umfangreiche Sammlung von möglichen Fragestellungen, das sogenannte Meta-Modell der Sprache. Ein zweites Schwerpunktthema an diesem Wochenende ist das Experimentieren mit Zielvorstellungen.

  • NLP 3 – Die Kraft des Unbewussten

„Das Bewusstsein ist ein Verbraucher von Informationen, das Unbewusste ein Hersteller von Informationen. Trance ist ein Vermittler zwischen ihnen“ (nach M. Erickson).
Mit Hilfe von trance-induzierenden Sprachmustern ist es möglich, Kontakt zu unbewussten Teilen aufzunehmen und tiefe Entspannungszustände zu erfahren.Innere Ressourcen können durch die Kraft des Unbewussten intensiv erlebt und für alltägliche Situationen nutzbar gemacht werden.
Ein zweites Schwerpunktthema ist das Kreieren und Nutzen von therapeutischen Geschichten.

  • NLP 4 – Reframing

Die Wahrnehmungsperspektive bestimmt oftmals die Bedeutung, die wir einem Ereignis beimessen. Indem wir bestimmte Dinge z. B. in einem anderen Licht betrachten, unter einem neuen Gesichtspunkt sehen, oder Erlebnissen einen neuen Rahmen geben, schulen wir unsere geistige Beweglichkeit und schaffen Wahlmöglichkeiten für neue Verhaltensweisen. Verdeckte innere Konflikte können gelöst werden, indem es gelingt, die guten Absichten der streitenden inneren Teile zu würdigen und zu integrieren.

  • NLP 5 – Die Feinheiten der subjektiven Wahrnehmung

Erfahrungen sind auf subjektive Weise sinnesspezifisch verpackt.
Die Art und Weise der Verpackung bzw. Kodierung bestimmt wesentlich die Bedeutung und Intensität unseres Erlebens. Eine Einflussnahme auf das Erleben ist auf einer submodalen Wahrnehmungsebene möglich. Bei der Arbeit mit Submodalitäten geht es darum, die Details der eigenen subjektiven Wahrnehmung zu erkennen und gegebenenfalls im Rahmen eines spielerischen Prozesses zu verändern.

  • NLP 6 – Ganzheitliche Strategien

Im Vordergrund steht die Arbeit mit inneren Persönlichkeitsanteilen, die für träumen, handeln und denken zuständig sind. Durch einen Prozeß des Ausbalancierens schaffen wir die Basis für Kreativität und Flexibilität. Als Modell dient uns hierbei die Strategie von Walt Disney.
Des weiteren geht es um Zutaten und Abfolgen von Fähigkeiten, um Wege, eigene Talente auszubauen, und voneinander zu lernen.

  • NLP 7 – Zeit – Raum – Therapie

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen Blockaden und Ängste, die eine Prägung in der Vergangenheit erfahren haben. Analytische und systemische Konzepte unterstützen beim ressourcevollen Aufarbeiten der Vergangenheit. Ein wichtiger Bestandteil des Lernprozesses besteht darin, dass ein Heraustreten aus der Opferrolle erfahrbar wird und dadurch Potentiale für eine Lebensgestaltung in Gegenwart und Zukunft genutzt werden können.

  • NLP 8 – Erkennen und Verändern von einschränkenden Überzeugungen

Überzeugungen basieren auf persönlichen Erfahrungen. Persönliche Erfahrungen werden auf subjektive Weise interpretiert. „Eingefleischte“ und meistens unbewußte Überzeugungen entstehen, wenn die jeweilige Interpretation verallgemeinert wird, und so das Verhalten, Denken und Fühlen bestimmt. Überzeugungen bestimmen regulativ, wie wir das, was uns im Leben wichtig ist, verwirklichen oder nicht.
Wir lernen, Überzeugungen zu erkennen, ressourcevoll mit ihnen zu arbeiten, um so neue Gestaltungsmöglichkeiten für unser Leben zu eröffnen.

  • NLP 9 – Überblick, Präsentation und Zertifizierung

Den Abschluß der Seminarreihe bildet eine Zusammenfassung des Gelernten und ein Überblicksmodell zu den verschiedenen Methoden (SCORE).
Im Verlaufe eines Tests, in dem auf kreative Weise erlernte Methoden präsentiert werden, können die Bedingungen für ein Practitioner-Zertifikat des DVNLP (Deutscher Verband für NLP) entsprechend den aktuellen Richtlinien erfüllt werden.