NLPt

steht für Neuro – Linguistische Psychotherapie und wird in Deutschland durch die DVNLPt
und in Europa durch die EANLPt (European Association, www.eanlpt.org) vertreten.

NLPt ist als wissenschaftlich fundiertes Psychotherapieverfahren anerkannt.
Die Wirkungsweise von NLPt wurde von 1994-1996 in einer Wirksamkeitsstudie an der Uni Wien wissenschaftlich nachgewiesen.

NLPt ist eine systemisch-imaginative Psychotherapiemethode mit integrativ-kognitivem Ansatz.

NLPt verbindet Modelle des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) mit bewährten Methoden der Humanistischen Psychologie
in einem psychotherapeutischen Kontext. Hier ist es mit einem einzel-, paar- oder gruppentherapeutischen Setting verknüpft.

Ziel der NLPt – Arbeit ist das Initiieren und Fördern lebendiger und ganzheitlicher Entwicklungs – und Heilungsprozesse in einem wertschätzenden Rahmen, in dem die subjektiven Landkarten des Klienten und die ihm eigenen Konstruktionen der Realität gewürdigt und utilisiert werden können.

NLPt basiert auf

  • den Grundgedanken des sozialen Konstruktivismus (Heinz von Förster u.a.)
  • der Theorie der sinnesspezifischen Repräsentationssysteme als Grundbausteine
    der Informationsaufnahme, der Informationsverarbeitung und des subjektiven
    Erlebens (James, Bandler, Grinder)
  • der Transformationsgrammatik (Chomsky) und der darauf aufbauenden Modelle
    der Sprache (Bandler, Grinder)
  • der Kybernetik der Theorie des Geistes (Bateson), insbesondere der Logischen Ebenen
    des Lernens und der Unified field theory (Dilts)
  • dem Modell einer grundsätzlichen Zielorientierung menschlichen Handelns
    (Pribram, Miller, Galanter)
  • dem von Bandler, Grinder und anderen entwickelten Modelling – Ansatz
    und den praktischen Modellbildungen anhand der Arbeit von Pearls, Satir und Erickson.

Umgang mit NLP- Formaten

Die Formate des NLP (Zielbestimmung, Reframing, Timeline – Prozesse usw.) sind in ihrer strukturellen Beschaffenheit eher geradlinig.
Therapeutische Prozesse verlaufen aufgrund einer möglicherweise recht komplexen inhaltlichen Beschaffenheit der zu bearbeitenden Themen eher weniger geradlinig.
Es braucht also eine große Flexibilität beim Therapeuten in der Handhabung der methodischen Bausteine, um dem Klienten und seinem Anliegen gerecht zu werden.
Zur Qualität der therapeutischen Arbeit gehört unabdingbar ein reichhaltiger Erfahrungsschatz und ein spezifisches Zusammenspiel von bewusster und intuitiver Kompetenz – sowohl inhaltlich – fachlich, als auch sozial und persönlich – auf Seiten des Therapeuten.

Der Kontakt zwischen Therapeut und Klient

In früheren Zeiten hat man geglaubt, dass eine der entscheidenden Aufgaben des Therapeuten darin bestünde, den Klienten oder das Klientensystem von außen zu beobachten und aus dieser Außenposition heraus Steuerungs- und Regulierungsfunktion für Entwicklungsprozesse zu übernehmen.

Die Haltung des Therapeuten sollte eine möglichst „objektive“ sein.
Seit Bateson und der „Kybernetik 2er Ordnung“ weiß man, dass dies zwar eine gutgemeinte, aber illusorische Denkweise ist.
Gerade in der NLPt, die ihre geistigen Wurzeln in einem ganzheitlich – systemischen und sozialkonstruktivistischen Denken hat, geht man selbstverständlich davon aus, dass der Therapeut inclusive all seiner Erkenntnismöglichkeiten Teil eines therapeutischen Kontextes ist.

Der Therapeut ist in diesem Kontext ganz aktiv an den Konstruktionen der Wirklichkeit beteiligt.
Metaphorisch könnte man die Beziehung zwischen Therapeut und Klient bezeichnen als gemeinsamen fließenden Tanz in eine gewünschte Lösungsrichtung.

Auftragsklärung

NLPt – Prozesse sind orientiert an den Wünschen und Zielen des Klienten.
Das setzt beim Therapeuten eine akzeptierende und unterstützende Grundhaltung voraus.

Da in einem lebendig fließenden Prozess die Dinge sich schnell verändern können, geht es darum, bereits formulierte Ziele immer wieder neu zu justieren,
zu verfeinern oder gegebenenfalls zu verändern.
Auf der Seite des Therapeuten besteht eine große Verantwortung, seine Interventionsangebote an den beobachtbaren und den gewünschten
Veränderungen des Klienten auszurichten.

Bei der Auftragsklärung wird herausgestellt, welche Inhalte auf welche Weise zwischen Therapeut und Klient bearbeitet werden.

Daraus resultieren Vereinbarungen, die zum einen die Erwartungen/ Wünsche/ Hoffnungen des Klienten
und zum anderen die Interventionsangebote und Möglichkeiten des Therapeuten beinhalten.

Vertrauensverhältnis

Um zu einer Atmosphäre des Vertrauens beizutragen, braucht der Therapeut eine offene und ehrliche Haltung, die auch den Klienten dazu einlädt,
seine Themen auf transparente Weise zu erforschen und zu bearbeiten.

Jeder Mensch hat ein eigenes Modell der Welt, seine eigenen inneren Landkarten, mit Hilfe derer er den Ereignissen Bedeutung gibt.

So lautet eine der zentralen Grundannahmen der NLPt.
Zum Wahrnehmen der subjektiven Landkarten des Klienten braucht der Therapeut offene Sinneskanäle und ein hohes Maß an wertschätzender Aufmerksamkeit
und Wachsamkeit.

Der Therapeut trägt die Verantwortung für seine Person und für sein Befinden.
Eine wache und einfühlsame Haltung gegenüber anderen Menschen setzt voraus, dass man mit sich selbst in gutem Kontakt ist. (Eigenpacing)
Um dies zu gewährleisten, ist es seine ethische Pflicht, Methoden der Persönlichkeitsentwicklung auch auf seine eigene Person anzuwenden,
Reflexion und Supervision seiner therapeutischen Arbeit für sich in Anspruch zu nehmen.

Eigene Selbsterfahrung und – erforschung ist hier keineswegs zu verstehen als eine Sache, die man irgendwann einmal im Rahmen
einer Selbsterfahrungsgruppe absolviert hat, sondern ein lebenslanger lebendiger Entwicklungsprozess.

Grundlegende Haltungen und Methoden

Zu einer grundlegenden Haltung im Umgang mit NLPt gehört selbstverständlich, dass ein Therapeut Rapportfähigkeiten nutzt, um einen verständnisvollen und liebevollen Kontakt zum Klienten zu initiieren.

Voraussetzung hierfür ist ein gesundes, wohltuendes „Eigenpacing“. (s.o.)

Ein Angleichen (Pacing) an die subjektiven Realitätskonstruktionen des Klienten hat folgende Aspekte:

  • die Achtung und Akzeptanz des Klienten in seinem So – sein
  • die Würdigung des Status Quo (der aktuellen Situation)
  • das aktive Zuhören bei der Beschreibung von Problem – und Zielkomponenten
  • Das Wahrnehmen und Utilisieren von analogen körpersprachlichen Botschaften (Augenbewegungen, Gesten, Mimik usw.)
  • Das Wahrnehmen und Utilisieren von sinnesspezifischen Inhalten in der Sprache
  • Das Wahrnehmen und Utilisieren von formulierten Identitätsaussagen, Überzeugungen, Werten, Fähigkeiten und Verhaltensweisen
  • Das Stellen von offenen Fragen aus einer neugierigen Forscherhaltung heraus

Aus den formulierten Aufträgen des Klienten ergeben sich in einem behutsamen und transparenten Abstimmungsprozess die therapeutischen Angebote.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Begriff des „Leading“ hier ganz bewusst vermieden wird, weil er, wie ich finde, allzu sehr an direktiv – manipulative Praktiken erinnert.

Durch die NLP – Grundausbildungen ist der Therapeut geschult und erfahren im Umgang mit sprachlichen Formulierungen.
Er ist in der Lage, tilgende, generalisierende und verzerrende Äußerungen zu erkennen und zu hinterfragen.

Das Meta – Modell ist eine Sammlung von „klugen Fragen“.
Durch offenes Fragen wird dem Klienten die Möglichkeit eröffnet, Sprache wieder mit Erfahrung zu verbinden.

  • Das Meta-Modell ist ein hervorragendes Werkzeug, um
  • sinnlich konkrete Informationen zu sammeln von Ressource – und Problemaspekten,
  • hypnotisch wirkende Botschaften zu hinterfragen,
  • Bedeutungen zu klären,
  • Wahlmöglichkeiten zu erkunden.

Aus dem systemischen Denken weiß man, dass Verhaltensweisen und Symptome nicht nur als im Menschen ablaufende
Ereignisse zu sehen sind, sondern, dass sie immer auch eine Funktion in den wechselseitigen Beziehungsdefinitionen haben.

Das Zirkuläre Fragen ist hilfreich, um

  • Informationen über Beziehungsmuster zu sammeln,
  • Ideen über die Logik der Beziehungsdynamik und die bestehenden
    Spielregeln zu entwickeln

und ist eine hervorragende Ergänzung, um jenseits der Konkretisierung von subjektivem Erleben, Informationen über die
Auswirkungen und Reaktionen auf Verhaltensänderungen zu sammeln und die systemisch wirksamen Realitätskonstruktionen
in den therapeutischen Prozess einzubinden.

Gleichzeitig sorgt diese Einbindung für eine Transparenz der individuellen Landkarten in Bezug auf bestehende Überzeugungen, Werte, Meta – Programme usw.

Fragen dienen im therapeutischen Kontext als Werkzeug zum Sammeln von Informationen und gleichzeitig als Interventionsinstrument im Sinne einer Fokussierung der Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung.

Dieser zweite Aspekt gilt insbesondere für alle Arten von Hypothetischen Fragen.
Der Klient wird zu Gedankenexperimenten eingeladen, um bestimmte Optionen durchzuspielen und zu erproben.

Zudem dienen hypothetische Fragen und deren Antworten im Sinne von neuen Ursache – Wirkungs – Konstruktionen dazu,
alte Muster zu unterbrechen und eine gewünschte Realität zu gestalten.

Im Öko – Check, sei es im Zuge eines Future – pacing oder im Zuge eines Past – pacing werden hypothetische Fragen genutzt,
um Vor – und Nachteile von Verhaltens-, Denk- und Fühlweisen zu klären,
mögliche Auswirkungen von Veränderungen zu erforschen (was würde passieren ,wenn …) und Assoziation in gewünschtes Erleben
zu ermöglichen.

Bei der Ziel- und Lösungsfokussierung sind hypothetische Fragen hilfreich, um Erfahrungswerte im Rahmen eines „so tun als ob“ zu sammeln:

Stell dir vor … (oder angenommen …)

  • Dein Problem wäre gelöst …
  • du hättest dein Ziel bereits erreicht …
  • ein Wunder würde geschehen …
  • es gäbe eine Wunschmaschine …
  • eine Zauberfee gäbe dir die Möglichkeit …
  • es gäbe einen Test, der beweisen würde …

Woran würdest du merken … ?
Woran würden Andere merken … ?

Eine weitere Frageform sei hier kurz erwähnt: das dichotome Fragen:
Durch das Anbieten 2er oder mehrerer Alternativen wird der Klient im Rahmen von kreativen Such – und Finde – Prozessen angeregt,
seine innere Weisheit für eine hilfreiche Antwort zu nutzen.

Das Umkehrmodell des Meta – Modells ist das Miltonmodell der Sprache:
Durch die bewusste Nutzung von Tilgungen, Verallgemeinerungen und Verzerrungen in einem eher unspezifischen Sprachgerüst
werden dem Klienten permissive Angebote auf der Prozessebene gemacht.

Die konkreten Inhalte des Erlebens wählt der Klient aus seiner eigenen
Erfahrungswelt.
Die Verwendung von Prozesssprache induziert und verstärkt Trance – Zustände, und unterstützt den Klienten dabei, eigene Ressourcen,
ungenutzte Potentiale und Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die Definition von Trance – Phänomenen und hypnotischen Zuständen ist in der modernen Hypnotherapie und in der NLPt recht weit gefasst.

So geht man davon aus, dass alle Arten von Interpretationen und Bewertungen von Erfahrungen (sowohl gedankliche als auch emotionale Bewertungen) im Sinne von Eigensuggestionen trance – induzierend wirken.

Gemeinsame charakteristische Merkmale von Trance – Zuständen sind:

  • fokussierte Aufmerksamkeit
  • unwillkürliches Erleben („Es geschieht“ anstatt „Ich mache“)
  • Assoziation

Problemzustände werden von Klienten häufig so beschrieben, dass unwillkürliche Prozesse ablaufen, die sich den Steuerungsversuchen des Bewusstseins eher entziehen.

Es gibt also Trance – Zustände, die eher hilfreich sind im Sinne einer Aktivierung eigener Kompetenzen, und Trance – Zustände,
die eher einschränken.

Man spricht auch von Lösungstrancen und Problemtrancen.
Die therapeutische Zielrichtung lautet hier:

  • De – hypnotisierung im Falle einer Problem – Trance (Dissoziation)
  • Induktion und Vertiefung im Falle einer ressourcevollen Lösungstrance (Assoziation)

Zum Grundhandwerkszeug des NLP – Therapeuten gehört es, dem Klienten angesichts von Problemtrancen
(und dies gilt vor allem in Bezug auf traumatische Erfahrungen, Phobien, und alle Arten von Angst-, Stress- und Schmerzsymptomatik)
Dissoziation anzubieten.

Dissoziation ermöglicht es dem Klienten,

Sich selbst in dem gegenwärtigen Erfahrungskontext von außen zu betrachten

Überblick über das Geschehen zu bekommen

Das Geschehen aus einer anderen Perspektive zu reflektieren und angemessen zu bewerten

  • Missverständnisse zu klären
  • miteinander verknüpfte Reize zu entkoppeln (z.B. werden bei Phobien visuell – kinästhetische Verknüpfungen entkoppelt)

Assoziation ist immer dann sinnvoll, wenn es um ressourcevolles, bzw. gewünschtes Erleben geht.

Eine therapeutische Methode, die sich an Lösungen orientiert, zielt gerade angesichts von „Problemtrancen“ darauf ab,
Ausnahmen vom Problemerleben im Sinne einer Aktivierung von Kompetenzmustern erlebbar zu machen und diese mit
physiologischen Parametern zu verknüpfen. (Anker)

Es hat sich als sinnvoll und hilfreich erwiesen, die Kommunikation mit dem Klienten auf 2 Ebenen zu führen:

  • auf der Ebene des bewussten Verstandes und
  • auf der Ebene unwillkürlicher Kompetenz

Der bewusste Verstand kann an einem Entwicklungsprozess beobachtend und reflektierend beteiligt sein, während auf der Ebene des unwillkürlichen oder intuitiven Wissens bestimmte Prozesse in Gang gesetzt werden, die den Klienten dabei unterstützen, Ressourcen und Kompetenzen für eine gute Lösung zu aktivieren.

Arbeit mit einschränkenden Überzeugungen

Überzeugungen sind Teil der persönlichen inneren Landkarten eines Menschen und im therapeutischen Kontext zu verstehen als persönliche Bedeutungsgebung bzw. generalisierte Interpretation von Erfahrung, die das Verhalten, Denken und Fühlen bestimmt.

Einschränkende Überzeugungen werden von Klienten meistens formuliert als

  • Ursache – Wirkungs – Zusammenhänge oder komplexe Äquivalenzen,
    in denen verschiedene Einzelaspekte auf spezifische, komplexe Weise miteinander verknüpft sind.
  • Glaubenssysteme und Zuschreibungen von wichtigen Bezugspersonen, die im Verlauf der Sozialisation als Botschaften
    über sich selbst und die Welt gelernt und verinnerlicht wurden, und in ihrer negativen Wirkung Verunsicherung und Selbstabwertung zur Folge haben.

Überzeugungen sind nicht auf Logik aufgebaut, sondern auf konkreten Erlebnissen.
Prägende Erlebnisse können in der NLPt – Arbeit im Sinne einer De – Hypnotisierung aufgedeckt, analysiert und zu einer Lösung hin entwickelt werden.

In der NLPt gibt es eine ganze Sammlung von effektiven Methoden zur Ausbalancierung von negativ wirkenden Bewertungen
(meist kinästhetischer Art) von früheren Erfahrungen und Traumata, genannt Re-imprinting.

Reparenting, assoziierte und dissoziierte Zeitlinienarbeit, sind nur einige Möglichkeiten aus einem großen Repertoire,
die therapeutisch genutzt werden, um Themen auf eine wertschätzende (und auch die Geschichte des Klienten wertschätzende) Art ressourcevoll aufzuarbeiten und in eine Lösungsrichtung zu entwickeln.

Zur persönlichen Geschichte des Klienten gehört neben dem aktuellen sozialen Kontext auch seine Herkunftsfamilie.
Ist nun das Thema so beschaffen, dass eine Leid erzeugende Familienstruktur prägend bis in die Gegenwart wirkt, so ist es auch sinnvoll, die Logik der systemischen Dynamik zu verstehen und in den Prozess einzubinden.

Menschen, die unter vergangenen Ereignissen leiden, regredieren oft spontan in frühere Lebensphasen.
Diese Spontanregression des Klienten kann mit Hilfe der kinästhetischen Anker utilisiert werden, um die Orientierung auf das Grundgefühl, das mit dem Problem verbunden ist, zu ermöglichen.

Ein reichhaltiges Repertoire steht hier für die Bearbeitung systemischer Konstellationen zur Verfügung:

  • Klassische Skulpturarbeit (Virginia Satir)
  • verschiedene Formen der Familienrekonstruktion
  • Strukturaufstellungen mit Repräsentanten
  • Kreative Arbeit mit Raumankern, Gegenständen, Symbolen
  • Hypnosystemisches Arbeiten

Wie schon erwähnt, lernen Menschen im Zuge der Reifung ihrer Identität im Rahmen eines Sozialisationsprozesses Überzeugungen,
Einstellungen, Verhaltensweisen von wichtigen Bezugspersonen. Man kann folglich annehmen, dass sich durch den Vorgang der
Internalisierung Instanzen bilden, die ihren spezifischen Platz in der inneren Psychogeographie einnehmen.

Das Modell der inneren Persönlichkeitsanteile zeichnet sich in der NLPt allerdings im Gegensatz zu anderen therapeutischen Disziplinen durch eine offene Architektur aus, die ohne festgelegte und vorbestimmte Ich – Zustände auskommt.

Therapeutisch sinnvoll ist oft die Externalisierung von internalen Instanzen im Rahmen eines kreativen Entwicklungsprozesses.
Strukturaufstellungen, die Arbeit mit Raumankern, Gegenständen und Symbolen, hat sich im Umgang mit inneren Systemen als ebenso
hilfreich erwiesen wie im Umgang mit äußeren Systemen.

Die Grundstruktur des Verhandlungsreframings erlaubt es dem Klienten, innere Konflikte (zwischen sich bekämpfenden Instanzen) auf eine beide Seiten würdigende Weise zu lösen.
Ein wichtiges Element in diesem Lösungsprozess ist die Würdigung der positiven Absichten (für das Gesamtsystem) beider Seiten.

Innere Landkarten bilden nicht nur die individuellen Überzeugungen und Einstellungen von wichtigen Personen ab, sondern auch die Interaktionsmuster im System und die entsprechenden Metaprogramme.

Metaprogramme sind dichotome Muster der Wahrnehmung und Informations- verarbeitung, die als einflussreiche Determinanten der Persönlichkeit Orientierung in der Welt ermöglichen.

Metaprogramme stellen ein Bindeglied zwischen den Logischen Ebenen Glauben/Werte – Fähigkeiten und Glauben/Werte – Identität dar.

Die Strukturierung von Meta – Programmen basiert auf den Untersuchungen C.G. Jungs zu den psychologischen Typen.

Die NLPtherapeutische Zielrichtung ist hier die Ausbalancierung einseitiger Programmierungen, bzw. die Entwicklung in die eher vernachlässigte Richtung, z.B.

  • von WEG VON (Problem) zu HIN ZU (Ziel, Lösung)
  • von NOTWENDIG (Zwänge, Druck, Stress) zu MÖGLICH (Wahlfreiheit)
  • von ENTWEDER – ODER zu SOWOHL ALS AUCH
  • von STATISCH zu BEWEGLICH, usw.

so dass durch die Balancierung dem Klienten wieder Wahlmöglichkeiten im Denken, Fühlen und Handeln zugänglich werden.

Mit inneren Wahrnehmungsbausteinen befasst sich auch die NLPt – Strategiearbeit.

Innere Strategien sind beschrieben als mentale Erfahrungsketten, die meist auf einer unbewussten Ebene ablaufen.
Durch den Vorgang des Elicitierens im Rahmen eines Interviews (s. auch oben: 2 Ebenen – Kommunikation) wird eine geordnete Reihenfolge der Aktivität der Repräsentationssysteme deutlich.

Entpuppt sich eine Strategie als Problemstrategie, so geht es darum, herauszufinden, welche Veränderungen gewünscht sind,
und wie diese ökologisch vertretbar integriert werden können.

Es sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass eine Problemstruktur ein vielleicht über Jahre und Jahrzehnte hin eingeübtes Muster ist, das als „Fähigkeit“ auch Würdigung braucht.

So gilt beim Verändern von Problemstrategien in Lösungsstrategien die einfache Grundformel: so wenig wie möglich und so viel wie nötig.

NLPt befasst sich mit den individuellen und systemischen Konstruktionen der Realität.
Und hierbei wird von einer großen Kompetenz in Bezug auf Gestaltungsmöglichkeiten und Veränderungspotentiale beim Klienten ausgegangen.

„Alle Ressourcen für Veränderung sind bereits vorhanden“, lautet ein wichtiger NLPt – Grundsatz.

Therapeutisches Know how unterstützt den Klienten bei einer sinnvollen Neustrukturierung von Erfahrungs- und Wahrnehmungselementen auf einer sinnesspezifischen und sinnes – submodalen Ebene und initiiert einen aktiven, lebendigen Lernprozess, der eine Lösung zum Ziel hat, die für den Klienten anstrebenswert und auch realisierbar ist.

Da Menschen vor allem durch Erfahrung lernen, ist es das Ziel jeglicher NLPt – Arbeit, Lösungen erlebbar zu machen.

Zur Aufgabe des Therapeuten gehört es, entsprechende Rituale anzubieten, die dies ermöglichen und das Konstruktive zum Inhalt haben.